Identifikation und Individualität

      Hallo ihr Lieben,

      Hab nur quer gelesen, war mir aber auffällt ist, dass dem ganzen ein Denkmuster zugrunde liegt: Wenn ich mich in einer bestimmten Art und Weise verhalte, dann wird der andere auch in einer bestimmten Art reagieren.

      Ich weiß, ich ernte jetzt Schelte (Ute und Werdandi, wir haben über das Thema ja privat schon öfter geredet) aber ich denke nicht, dass das immer so ist.
      Wenn du, liebe Ute, die freundlich verhältst und jemand damit nicht klar kommt, heißt das nicht, dass mit DIR was nicht stimmt, sondern das dein Verhalten im anderen etwas bestimmtes auslöst.

      Das gleiche Verhalten, wird bei 10 verschiednene Leuten vielleicht 10 verschiedene Reaktionen auslösen. Willst du dich nun ständig wie ein Chamelion anpassen, um nicht auf eine negative Reaktion zu stoßen?

      Was du aus solchen Begebenheiten mitnehmen kannst ist wohl einzig und alleine, dass du zu dir selbst stehen sollst, dass du dich so annerkennst und liebst wie du bist. Dein Verhalten ist das einzige was du steuern kannst, auf das Verhalten anderer hast du nur bedingt Einfluss.

      Du fragst, warum dir das nur mit Menschen passiert, für die du Nähe empfindest und ich denke, das ist so nicht richtig.

      Was ich meine ist, sicher wirst du bei allen Menschen, mit denen du irgendwie in Kontakt trittst sehr unterschiedliche Reaktionen auslösen, nur wird es dir bei Menschen, die dir emotional egal sind, einfach auch egal sein, es wird bei dir keine Resonance auslösen, wenn sie dir negativ begegnen, du wirst es vielleicht nicht mal bemerken.

      Aber je näher wir einen Menschen an uns "heranlassen", je mehr wir uns öffnen, umso mehr wird uns eine negative Reaktion eben auch treffen.

      Du kannst aus meiner Sicht nur eines tun, eben zu dir selbst stehen, so handeln wie du es von deinem Gewissen her vertreten kannst und wie es deinem Wesen entspricht.

      Offe ich konnte etwas rüberbringen, was ich meine :schmunzl:

      Kittekatt schrieb:

      Hallo ihr Lieben,

      Hab nur quer gelesen, war mir aber auffällt ist, dass dem ganzen ein Denkmuster zugrunde liegt: Wenn ich mich in einer bestimmten Art und Weise verhalte, dann wird der andere auch in einer bestimmten Art reagieren.

      Ich weiß, ich ernte jetzt Schelte (Ute und Werdandi, wir haben über das Thema ja privat schon öfter geredet) aber ich denke nicht, dass das immer so ist.

      Offe ich konnte etwas rüberbringen, was ich meine :schmunzl:


      Hi Kitty, :wave:

      wieso solltest du jetzt Schlete bekommen ? :staun: :nachdenk:

      Du hast doch Recht mit dem was du sagst...:agree:

      :schmatz:

      Werdandi
      Da es schon spät ist und ich müde bin (trotz Feiertag möchte ich morgen früh aufstehen), kann ich mich jetzt nur profan ausdrücken. :D

      Kittekatt schrieb:

      Das gleiche Verhalten, wird bei 10 verschiednene Leuten vielleicht 10 verschiedene Reaktionen auslösen. Willst du dich nun ständig wie ein Chamelion anpassen, um nicht auf eine negative Reaktion zu stoßen?


      Was Kitty da sagte, finde ich sehr gut auf den Punkt gebracht.

      Ich sehe es wie die anderen. Utemi, warum sollst du dich ändern, wenn andere ein Problem mit deiner Ausstrahlung haben? Du sagst, du willst deinen Freunden helfen, indem du ihnen das Gefühl des "Sich-niedriger-Fühlen" wegnimmst. Aber das geht nicht. Die Menschen, die ein Problem mit deiner Ausstrahlung haben, müssen das selbst ändern. Mach das mal deinen Freunden liebevoll klar.

      Du könntest höchstens versuchen, deine Sichtweise zu ändern, nämlich indem du es akzeptierst, dass andere neben dir sich minderwertig fühlen und du es nicht ändern kannst, auch wenn dir diese Sichtweise hart erscheint.

      Einer meiner Lieblingssprüche, der hier im Forum auch schon erwähnt wurde, ist der:

      Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich aendern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

      (Ich finde übrigens deine Gedankengänge auch manchmal etwas schwierig zu verstehen. Du kannst zweifelsohne Dinge sehr verständlich erklären (wie ich aus Mails weiß), aber ich glaube, wenn es um Gefühlsdinge oder Abstraktes gehst, wirst du leicht philosophisch. :) Das heißt NICHT, dass du dich in dem Punkt ändern sollst. :wave: Das hat nur zur Folge, dass man dich vielleicht missversteht.)

      Ich verstehe übrigens nicht, wie Menschen auf deine Freundlichkeit mit Gewalt reagieren können. Wie äußert sich das z.B.? Gewalt ist für mich ein starkes Wort.

      Ich kann zu deinem Empfinden ein Beispiel aus der Praxis bringen, denn das, was du beschreibst, habe ich ähnlich erlebt, aber nicht als Mensch mit Ausstrahlung, sondern als Mensch, der sich minderwertig fühlte.

      Als ich mit dem Studium anfing, lernte ich bei einem kleinen privaten Treffen mit anderen Studenten eine Studentin kennen, die kurz vor dem Abschluss stand. Wir waren etwa zehn Leute, alle bis auf ich in einem höheren Semester, jeder kannte sich untereinander, nur ich war neu. Und sie, die Studentin, die vor dem Abschluss stand, ich nenne sie mal R., umarmte ihre Freunde. Sie hatte eine enorme Ausstrahlung und ich war ganz hingerissen von ihrer Ausstrahlung. Ich wäre auch gern umarmt worden. :scratch: Sie war sehr hübsch, sehr extrovertiert, sehr selbstbewusst, sehr freundlich, hatte lauter Eigenschaften mit "sehr". Sie wirkte auf mich wie ein schillernder Schmetterling oder wie ein Pfau.

      Ich habe R. kurze Zeit später privat besucht. Ich wünschte mir die Freundschaft mit ihr, aber ich fühlte mich klein, minderwertig und graumausig neben ihr. Ich hatte das Gefühl, für sie nicht gut genug und langweilig zu sein. So habe ich sie aus der Ferne beneidet und bewundert. Selbst meine Mutter, die mal vor Ort war, war fasziniert und war - wie sie mir viel später erzählte - etwas traurig, dass ich nicht diese tolle Ausstrahlung wie R. hatte (aber andere Menschen bescheinigen mir eine und das genügt mir :-D).

      Ich habe R. im Lauf der Zeit besser kennengelernt, auch nach ihrem Studienabschluss begegnete ich ihr immer wieder, vor allem im Internet in einem bestimmten Forum (wir teilen gemeinsame Interessen). So nach und nach hat sich mein Bild von ihr relativiert, noch dazu habe ich beobachtet, wie die Freundschaft einer gemeinsamen (meiner sehr guten) Freundin mit R. zerbrach wegen unschöner Differenzen. Und nochmal später erlebte ich Ähnliches bei einer gemeinsamen Freundin mit.

      R. war vielleicht ein Schmetterling, aber gleichzeitig auch ein Trampeltier und von erschreckender Oberflächlichkeit. Im Internet konnte ich im besagten Forum verfolgen, dass mehrere Menschen Probleme mit R.'s Umgang mit Menschen hatten (in dem Forum kennen sich viele auch "live"). R. findet einfach keinen Mann, obwohl es ihr nicht an Gelegenheit mangelt, andere Männer zu treffen. Wer sie längere Zeit kennt, sagt automatisch über sie: "Sie ist sehr dominant." Mittlerweile habe ich mein Bild von R. ganz und gar relativiert, da sie mich wiederholt massiv beleidigt hat.

      Vielleicht ist es schäbig, aber diese schlechten Eigenschaften oder die Erkenntnis "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" hat mir geholfen, die Minderwertigkeitsgefühle neben ihr (bei anderen Menschen hatte ich sie nicht) abzubauen. Ich habe im Lauf der Zeit, die ich R. kenne, meine Eigenschaften und meinen Charakter schätzen gelernt.

      Heute kann ich sagen: Ich bin vielleicht kein schillernder Schmetterling, sondern eher eine graue Maus, aber so wie ich bin, ist es gut.

      Meine Mitmenschen mögen meine sanfte Art (auch wenn ich hier vielleicht nicht sanft wirke :D), im Alltag bin ich ruhig und zurückhaltend, aber nicht auf den Mund gefallen. Nachdem ich von mehreren Seiten zu hören bekommen habe, das man es angenehm findet, dass ich nicht so ein Hau-Drauf bin, sondern überlegt reagiere, finde ich mich gut so wie ich bin. :p:

      Ende des Beispiels.

      Utemi, ich meine jetzt nicht, dass die Menschen, die sich neben dir minderwertig fühlen, dich nun schlecht reden oder schlecht sehen sollen. Aber sie müssen vielleicht erst mal einen Prozess durchlaufen und anerkennen, dass auch sie gute Eigenschaften haben und dass sie gut so sind, wie sie sind.

      Ich habe den Eindruck, dass sie neidisch auf dich sind. Gegen Neid kannst du nichts tun. Außer du stellst ganz bewusst böse Dinge mit anderen Mitmenschen an (am besten mit denen, die du nicht so gern magst :-D), so dass die "Kerzen-Menschen" erkennen, dass du eigentlich ein ganz normaler Mensch bist. :cheese: (Wichtiger Hinweis: Das war jetzt SPASS!)

      Sorry, ist sehr lang geworden. :)
      Einen schönen guten Morgen in die Runde :)

      Danke für Eure vielen Gedanken. Vermutlich werdet Ihr jetzt wütend, dass ich so resistent bin und das Problem weiter bei mir beheben will :kruecke:

      Um es noch mal deutlich zu machen, dass ich gern die Baustellen da lasse, wo sie sind:

      Utemi schrieb:


      Ich hab da irgendwo einen Knopf und bei dem kommt raus: "ich bin falsch und zu blöd zu verstehen, warum, und noch mehr zu blöd, das zu ändern." Und wenn der durch solche Aussagen wie "Du bist mir zu intensiv, kontrolliere mal Deine Ausstrahlung" gedrückt wird, katapultiert es mich weg in ne Situation, in der ich ganz klein und ganz fremd bin und die Welt nicht verstehe...


      So wie Ihr alle einhellig sagt, dass ich nichts dafür kann, wie andere sich fühlen, gehe ich 100% mit Euch. Vielen Dank, dass Ihr das so oft und so eindrucksvoll geschrieben habt, dass ich das als Anhaltspunkt nehmen konnte, um es besser zu differenzieren.

      Magie schrieb:

      Und WIESO sollt DU was ändern??? Herrgottnochmal, die Anderen haben doch ein Problem. Und Du sollst jetzt hingehen und deren Problem lösen?? Das ist immer ganz einfach. Wenn ich mich nicht bewege, die Verantwortung abgebe und den Anderen die Schuld gebe.

      Das ist einerseits richtig, andererseits nur die halbe Wahrheit - ICH HABE EIN PROBLEM, dass sich so auswirkt, dass ICH MICH falsch fühle. Niemand erklärt mir, dass ich falsch bin - das tue ich in dem Moment ganz alleine mit mir. Und das Gefühl, fremd zu sein, aktiviere ich in mir und das Gefühl klein zu sein auch.

      Mal sehen, was sich daraus machen lässt.
      Also, die Vorstellung, falsch zu sein in einer Situation in konkretem Bezug zu genau diesem Menschen grad, kann ich verändern. Ich weiß, dass ich mir dieses Gefühl als Schutzreaktion schon sehr früh angeeignet habe und sie den Zweck erfüllen sollte, vorträglich mich selbst zu bremsen, bevor ich von anderen gebremst und abgelehnt werde. Es gibt eine Aussage meiner Mutter, die das alles sehr gut erklärt, warum ich das überhaupt ausgebildet habe und dass es viele reale, gewollte Anlässe gab, dass ich mich genau in diese Richtung entwickle. Es hatte auch unschätzbare Vorteile, die hier allerdings zu weit führen, das zu erklären. Damals hing mein Leben davon ab, weil ich ein kleines Kind war, heute kann ich für mich selbst gut sorgen.

      Die Konsequenz für das "mich selbst falsch fühlen" heißt dann wohl eher "stilles" Mitgefühl zu aktivieren, als das Gefühl, falsch zu sein. Immerhin kann ich mich sehr gut daran erinnern, wie es ist, Anerkennung als Mitleid zu interpertieren...

      Das Gefühl klein zu sein, lässt sich vermutlich noch wesentlich leichter bewältigen, denn ich fühle mich wirklich nicht mehr klein.

      Wie ich allerdings dieses intensiv geübte Gefühl des "Fremdseins" über Bord werfen kann, ist mir noch schleierhaft - zumal ich das auch zu diversen anderen Gelegenheiten empfinde ...
      Es hat irgendwie die Funktion mich zu schützen vor irgendwas - vielleicht vor Konfrontation :scratch:
      Immerhin habe ich ja auch mit sieben beschlossen nie mehr wütend zu werden, weil das Erleben, meinem Bruder ein Loch in den Kopf zu hauen, so grauslig war.
      Ich meine, seit mir das klar wurde, werde ich doch schon manchmal wütend und bin ganz froh darüber.

      Vielleicht sollte ich doch irgendwie sowas wie ne Konfrontationstherapie machen, um gezielt Wut fühlen zu lernen und mich dabei kennen zu lernen und vor allem die Angst zu verlieren, dass ich damit jemanden umbringen würde.
      Fühlt sich so an, als wäre das auch der Hintergrund meiner Angst vor Gewalt - dass ich mich nicht traue zurück zu hauen, sondern lieber weggehe und den anderen stehen lasse...
      Und ich verstehe auch grad, warum ich bei ganz wenigen Menschen keine Angst habe, eine "gewalttätige" Situation erleben zu können - also eine Situation, in der es kämpferischer zugeht (ich kann das aus diesem Grund nicht ausreichend differenzieren, also zwischen Kämpfen und Gewalt, zwischen für sich einstehen und andere umbringen kenne ich keinen gefühlsmäßigen Unterschied) ...

      Kennt jemand sowas, also eine Therapieform, bei der mensch Wut aktiv lernen kann? Wie nennt sich sowas und was müsste ich denn machen, um mich für sowas anzumelden?

      Ich finde, das fühlt sich jetzt ganz schlüssig an.
      Dann werde ich mal duschen gehen und hab endlich meinen Fokus wieder frei, um noch ganz entspannt etwas zu arbeiten ...

      Ich danke Euch ganz herzlich für die vielen "Vorlagen" und Euer Engagement, mich zu überzeugen :bussi: - wie zu lesen ist, hat es mir sehr gut geholfen, zuerst herauszufinden, was für mich nicht stimmt, um dann tiefer tauchen zu können.

      Das ist doch so richtig Pfingsten - die Jünger haben doch damals auch irgendwie Licht zu was bekommen oder war das anders? is egal.

      DANKE an Euch alle :schmatz: und heute einen ganz schönen Feiertag - meine Lieblingszwillingsschwester kommt gleich zum Frühstück - wird also ein schöner Tag werden, wenn der so gut anfängt.
      Ute

      Utemi schrieb:

      Einen schönen guten Morgen in die Runde :)

      Danke für Eure vielen Gedanken. Vermutlich werdet Ihr jetzt wütend, dass ich so resistent bin und das Problem weiter bei mir beheben will :kruecke:

      Ute


      Guten Morgen, liebe Ute :schmatz:

      warum sollte ich wütend auf dich sein ? :scratch:

      Wir tragen wohl alle irgendwelche Kindheitstraumatas in uns rum, die wir nicht loslassen können... warum auch immer.

      Es geht ja auch nicht darum, dass du jetzt und sofort das Problem loslässt... Es hat seine Bewandnis, dass du an dieser Stelle stehst und du dich im Kreis drehst. So geht es mir in vielen Fällen auch.

      Erinnerst du dich daran, dass du mir schon oft gesagt hast... an dieser Stelle warst du doch schon.

      Allerdings konnte ich für mich erkennen, dass mit jeder Drehung noch andere Dinge wahrnehme und die Zusammenhänge besser erkenne. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, wo man für sich erkennt dass viele Faktoren hier mitspielen.

      Bei mir ist die Tage ein Knoten geplatzt. Gestern ging es mir seelisch richtig gut. Wie weit ich das jetzt für mich nutzen kann, weiß ich noch nicht.


      Wichtig ist, dass du irgendeine Therapie machst... Wütend sein kann man lernen und Wut ist auch ein Überlebenselexier. Wut zu erleben, bedeutet auch sich gegenüber anderen abgrenzen zu können. Vielleicht solltest du dir diesbezüglich fachliche Hilfe einholen!?

      Ich kann jetzt nicht weiter drauf eingehen, da um mich rum wieder der Bär steppt... mein Mann mutiert grad zum Herzkasper... er ist stinkig, dass er nicht weiter betonieren kann und Sohn will an den PC... :grrr:

      Aber wir können ja da auch an anderer Stelle weiter reden. Ruf einfach an, wenn du reden möchtest... :bussi:

      Schönen Montag...:wave:

      Werdandi
      Uteschatz, ich glaube gerade eine Deiner Lieblingsängste zu erkennen. Die Angst nämlich, jemanden zu verletzen. Da zieht sich Ute lieber zurück und fühlt sich nicht zugehörig,fühlt sich abgelehnt. Du bist es jedoch, die sich zurückzieht und sich nicht authentisch lebt. Du lebst Dich nicht mit Deiner vollen Grösse, aus Angst, Dein Gegenüber könnte sich bedrängt fühlen, und Du lebst Dich nicht, weil Du Angst hast, abgelehnt zu werden.
      Für mich fühlt sich das an, als würdest Du ständig mit angezogener Handbremse fahren. Löse mal die Handbremse. Erst ganz langsam, sonst gibt es einen unkontrollierbaren Satz, aber löse die Bremse kontinuierlich, so wie es verträglich ist.

      Du bist doch diejenige, die hervorragend mit Ängsten arbeitet, durch sie hindurch geht. Vielleicht kannst Du das ja auch hier mal machen. Geh' durch die Angst durch, stelle Dir vor, was schlimmstenfalls passieren kann, wenn Du Dich lebst, sei Du, wehre Dich.
      Dasselbe kannst Du mit Deiner Wut machen, erlaube Dir, die Wut rauszulassen und erlebe, was schlimmstenfalls passieren kann.
      Was mir grad noch dazu einfällt... auch wenn du nicht gerade die Schuhfetischistin bist... probier doch einfach mal Holzpantoffel an... du musst nicht immer in Sambaschleichern herumlaufen...:nene:

      Die habe ich früher ganz gerne getragen und bewusst *Krach* gemacht...

      Verstehst du was ich meine ? :schmatz:

      Werdandi

      ist mir noch in den Sinn gekommen...

      getraust du dir auch mal ganz bösen Gedanken nach zu hängen?

      Sagen wir mal jemanden gedanklich mal richtig in den Hintern zu treten? Jemanden mal Gewalt anzutun ?

      Eine Art Genugtuung zu verspüren, wenn andere leiden?

      All das kann dir auch dazu verhelfen, deinem Problem näher zu kommen.

      Mal etwas gegen die Wand werfen?

      So jetzt muss ich aber kochen...

      :bussi:
      Hallo Ihr zwei - ich find Euch ja sowas von zum Küssen :schmatz: Danke!

      Hab leckere Spargelsuppe im Bauch und schöne Gespräche mit meiner Schwester geführt und Ihr habt auch noch so nett geschrieben - wat jehted mia juut.

      Magie schrieb:

      Dasselbe kannst Du mit Deiner Wut machen, erlaube Dir, die Wut rauszulassen und erlebe, was schlimmstenfalls passieren kann.

      Magie, Du Liebe - ich merk nur ganz selten, dass ich wütend werde, wirklich. Es ist schon besser als früher, aber immer noch sehr selten. Manchmal schaffst Du das ja, mich ein bißchen wütend zu machen, aber mir ist das lieber, wenn ich das nicht so über Ferndrähte mache und auch ein entsprechendes Gegenüber habe.
      Ich glaub ich will das richtig üben, mich von irgendwas ganz irrsinnig wütend machen zu lassen und das dann auch rauslassen. Ich bin da so gut trainiert im Unterdrücken, dass ich es wirklich nicht merke. :( (isses nich seltsam - da gibts die einen, die ein Problem haben weil sie dauernd ausrasten und andere, die ein Problem haben weil sie es nicht tun ...)
      Und die Ängste die damit zusammen hängen kommen natürlich auch nur tropfenweise. Das ich die umwandeln kann, weiß ich ja. Nur hängen diese speziellen Ängste eben mit der Erfahrung der Wut zusammen, die ich gern mal bis an meine Grenze spüren will. Auch aus anderen Gründen täte mir die Erfahrung gut, dass ich egal, wieweit ich emotional käme, nicht mehr das Potential des mordenden Monsters in mir trage. Das klingt sehr irrational, wenn ich das so schreibe und es hilft leider auch nicht, wenn ich mir das 100000000000 mal erkläre, dass ich kein mordendes Monster bin - ich würde gern wissen, wieweit ich da emotional komme und dann wissen, dass ich immer noch in der Lage bin, mich zu entscheiden, mein Herz und die Liebe zu spüren, anstatt irgendwie in einem Rausch zu kommen, der mir die Kontrolle nimmt.

      Ist das für Dich irgendwie nachvollziehbar, was ich da meine?
      Liebste Grüße und einen ganz schönen Feiertag heute.
      :bussi: Ute
      Liebste Ute

      Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Gerade ich soll es schaffen, Dich ein bisschen wütend zu machen? Ich, die in der Vergangenheit immer diejenige war, die auf Harmonie bedacht war und am liebsten alles Friede, Freude, Eierkuchen haben würde.
      Könnte es eventuell so sein, dass wir aneinander unsere Baustellen reparieren. Du lernst, Deine Wut wahrzunehmen und zu leben und ich lerne, mein Harmoniebedürfnis zurückzustellen und mich in "brenzligen" Situationen nicht zurückzuziehen und damit selbst zu verleugnen.

      Es scheint ein beiderseitiger Lernprozess zu sein. :hug:

      Utemi schrieb:

      Ich finde, das fühlt sich jetzt ganz schlüssig an.
      Dann werde ich mal duschen gehen und hab endlich meinen Fokus wieder frei, um noch ganz entspannt etwas zu arbeiten ...

      Das klingt, als würdest du das Problem nun als gelöst ansehen - ?

      Ich hab ja schon das Problem nicht ganz verstanden (vielleicht weil ich dich nicht persönlich kenne, weil ich dich auch aus dem Forum noch nicht lange kenne, weil wir beide recht verschieden sind, und weil du dich, finde ich, so kompliziert ausdrückst), aber "die Lösung" finde ich hier irgendwie auch nicht.

      Wie hängt denn zB das:
      Fühlt sich so an, als wäre das auch der Hintergrund meiner Angst vor Gewalt - dass ich mich nicht traue zurück zu hauen, sondern lieber weggehe und den anderen stehen lasse...

      damit zusammen, dass du der Meinung bist bzw andere das von dir sagen, dass du eine zu intensive Ausstrahlung für andere hast?

      Hast du nun Angst, Opfer von Gewalt zu werden, oder hast du Angst, anderen Gewalt anzutun, weil du "zwischen Kämpfen und Gewalt, zwischen für sich einstehen und andere umbringen (...) keinen gefühlsmäßigen Unterschied" kennst (Letzteres klingt übrigens recht gefährlich für mich)?

      Und mir ist immer noch nicht klar - vielleicht hab ichs versehentlich überlesen - was du damit meintest, dass deine Ausstrahlung Gewalt auslösen kann.

      Utemi schrieb:

      Hallo Ihr zwei - ich find Euch ja sowas von zum Küssen :schmatz: Danke

      Magie, Du Liebe - ich merk nur ganz selten, dass ich wütend werde, wirklich. :bussi: Ute


      Also da musste ich schon ziemlich schlucken...:eek2:

      Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen... :never:

      Wenn ich mir überlege, wieviel Gewalt in jeglicher Hinsicht erfahren habe, habe ich eine wahnsinnige Wut in mir... Wut darüber nicht so behandelt worden zu sein, wie man es hätte können... Wut darüber, dass man mir das nicht angedeihen lassen hat, was im Grunde genommen nicht der Rede wert gewesen wäre.

      Wie gehst du damit um ... ? Hast du da Verständnis dafür?

      Ich kann dafür kein Verständnis aufbringen, dass mich mein Vater so behandelt hat... Das macht mich auch nach all den Jahren so wütend und ich will ihm das nicht verzeihen!

      Ich kann und will das nicht verstehen, wie ein Vater so sein eigen Fleisch und Blut so behandeln kann. Ich habe dafür keine Erklärung, die für mich plausibel genug ist, um zu verzeihen.

      Gut, Verständnis kann ich für andere - meinen Mann und meinen Herzkasper irgendwo aufbringen, aber dennoch brodelt da in mir eine gewisse Wut... ich habe meine imaginäre Rabattmarkensammlung schon noch griffbereit, die auch noch irgendwann zum Tragen kommt.

      Ich bin gewiss nicht rachsüchtig, aber in einigen Situationen habe ich schon ein immenses Bedürfnis mich zu wehren.

      So jetzt muss ich wieder weichen...:plnot:

      :schmatz:

      Werdandi
      Hallo Twin,

      ich verstehe, dass Du es nicht verstehst. Ich versuche es Dir zu erklären.

      1. Ich sehe das Problem nicht als gelöst an, sondern ich sehe die "wirkliche" Baustelle als erkannt an.

      2. Mein Problem war nicht, dass ich eine zu intensive Ausstrahlung habe - das ist das Problem derer, die das so empfinden. Mein Problem ist, dass ich mich bei solchen Äußerungen blitzschnell in mich zurückziehe, weil ich andere nicht bedrängen will und darunter leide, dass sie in Bedrängnis waren. Ich wollte herausfinden, wodurch das Leiden in mir ursächlich ausgelöst wird, damit ich damit aufhören kann zu leiden und es einfach akzeptieren lernen kann, wenn es doch mal anderen so mit mir geht.
      An meiner Ausstrahlung kann ich ja nix tun und das ist ja eben auch nicht mein Problem.

      3.

      Twin schrieb:

      Hast du nun Angst, Opfer von Gewalt zu werden, oder hast du Angst, anderen Gewalt anzutun

      Sowohl als auch.
      Ich hatte einen Ehemann, der gewaltätig war. Ich habe das geduldet bis es zu einer Situation kam, in der ich nur noch aus dem - bildlich gesprochen - "brennenden Haus" rausspringen konnte, ohne Nachdenken und ohne Zögern. Ich, und damit auch die Kinder, waren existentiell bedroht.
      Daher kommt es, dass ich mich ziemlich schwer tue damit, Männern gegenüber offen Vertrauen zu schenken und nicht zu befürchten, dass ich das wieder erleben könnte. Aber die Ängste die damit verbunden sind, sind inzwischen sichtbar und ich kann sie gut umwandeln indem ich mir immer mehr positive Erfahrungen dazu schaffe. Wichtig ist dabei, dass ich mir zutraue, Positives erleben zu können und das merke ich mit jedem Tag ein Stück mehr.

      Dass ich mich nie gegen ihn gewehrt habe, sondern immer nur wie eine Wand da stand oder wegging, lag daran, dass ich als Kind sehr traumatisch erlebt habe, dass ich meinen Bruder verletzt habe mit meiner Wut. Ich habe ihm einen Stein an den Kopf geworfen und er blutete sehr und ich war davon total panisch und wurde von meiner Umwelt noch viele Tage danach verurteilt. Dass ich völlig überfordert war mit einer Aufgabe, die eigentlich die meiner Mutter war, konnte ich damals ja nicht begreifen. Also habe ich beschlossen nie mehr wütend zu sein, damit ich sowas nicht mehr erleben muss.

      Wenn Du die "Blechtrommel" kennst und weiß, dass der kleine Oskar auch einfach beschloss nicht mehr zu wachsen, kann ich Dir sagen, dass es genauso funktioniert hat. Ich war seither nur so oft bewusst und fühlbar wütend, dass ich es an den Fingern meiner Hände abzählen kann und mich an jedes Mal erinnern kann.

      Twin schrieb:

      weil du "zwischen Kämpfen und Gewalt, zwischen für sich einstehen und andere umbringen (...) keinen gefühlsmäßigen Unterschied" kennst (Letzteres klingt übrigens recht gefährlich für mich)?

      Das ist mir grad zu undifferenziert vorgestellt. Natürlich ist mir gefühlsmäßig klar, wie es zu Gewalt kommt.
      Doch auch bei dem Schlüsselerlebnis habe ich "nur" für mich gekämpft und hatte danach Angst, meinen Bruder dadurch fast umgebracht zu haben. Aus der Sicht des Kindes ist es verständlich, dass ich da keine Grautöne habe, sondern nur Schwarz und Weiß.
      Und weil ich eben nicht geübt bin darin, Wut zu fühlen und dennoch das Steuer in der Hand zu behalten, möchte ich das erleben und mir so meine innere, verstandesmäßige Überzeugung bestätigen.

      Es ist also nicht so, dass ich eine potentielle Bombe wäre und das nicht wüßte :schmunzl: - ich will nur ein Erlebensspektrum wieder gewinnen, dass ich sehr lange nicht gelebt habe.

      Ich hoffe, dass es jetzt klarer ist? :wave:
      Hallo Werdandi,

      werdandi schrieb:

      Wie gehst du damit um ... ? Hast du da Verständnis dafür?


      Dass ich die Wut nicht fühle, hat nichts mit "Verständnis für die Tat" zu tun, sondern mit der Unfähigkeit wütend zu werden.
      Andere wandeln Wut in Autoaggression um, ich verdränge sie.

      Und Erklärungen zu einem Verständnis für egal welche Gewalt-Taten gehören nicht in ein Forum. Da wird zu leicht was von Leuten als Rechtfertigung angesehen und den Bärendienst erweise ich niemandem. Wer weiß, wer sowas liest.
      Schuld ist diesbezüglich ein ganz anderes Thema.

      Wenn Du wissen willst, wie ich speziell über meinen Exmann denke, dann erzähle ich Dir das gerne.

      :schmatz: Ute

      Utemi schrieb:

      Hallo Werdandi,



      Dass ich die Wut nicht fühle, hat nichts mit "Verständnis für die Tat" zu tun, sondern mit der Unfähigkeit wütend zu werden.
      Andere wandeln Wut in Autoaggression um, ich verdränge sie.

      Und Erklärungen zu einem Verständnis für egal welche Gewalt-Taten gehören nicht in ein Forum. Da wird zu leicht was von Leuten als Rechtfertigung angesehen und den Bärendienst erweise ich niemandem. Wer weiß, wer sowas liest.
      Schuld ist diesbezüglich ein ganz anderes Thema.

      Wenn Du wissen willst, wie ich speziell über meinen Exmann denke, dann erzähle ich Dir das gerne.

      :schmatz: Ute



      Hi Ute, :schmatz:

      ich wollte die Erklärung jetzt mal nicht vordergründig öffentlich, sondern lediglich nur so als Ansatz für dich selber... :agree: Mir musst du nichts *erklären*, denn dazu kennen wir uns schon zu lange... aber wir können gerne mal beim nächsten Gespräch speziell deinen Exmann zum Thema machen...:agree:

      Ich weiß, dass man solche Themen in einem Forum nicht wirklich besprechen kann, gerade weil man nicht wissen kann, wer sonst noch mitliest...

      Mir warf sich heute morgen eben diese Frage auf... deshalb hab ich sie dir gestellt...du weißt, dass ich von dir nie eine Antwort einfordere, denn es geht geht ja nicht um mich, sondern um dich...:bussi:

      Fahr erst morgen in der früh nach Hause... bin heute irgendwie zu faul dazu...:doh:

      Liebe Grüße

      Werdandi
      Hallo allerseits,

      ich hab gestern noch lange mit Ute telefoniert (danke nochmal dafür, liebe Ute).

      Mir ist gestern genau so eine Story passiert, wie Ute sie hier beschreibt.

      Ich habe den Vorwurf bekommen, durch meine "liebe" Art, zu provozieren, andere aggressiv zu machen.

      Man ich bin es so leid, dass man anscheinend tun und lassen kann, was man will, es wird immer jemanden geben, dem das gerade nicht passt.

      Mich hat der Vorfall sehr betroffen gemacht.
      meine exfrau hat sich seinerzeit darüber mokiert, dass ich zu lieb, zu zuvorkommend, zu höflich , zu hilfsbereit, zu großzügig...einfach zu nett sei. dadurch fühlte sie sich eingeengt. :nene: :naja: :kinn:
      da ich mich aber einfach so wie ich war und bin wohlfühlte, mich nicht ändern wollte, war das das ende unserer beziehung. meine jetzige frau genießt all meine eigenschaften dagegen sehr. :agree:
      Erni

      Kittekatt schrieb:


      ich hab gestern noch lange mit Ute telefoniert (danke nochmal dafür, liebe Ute).

      Mir ist gestern genau so eine Story passiert, wie Ute sie hier beschreibt.


      Sowas nennt man morphogenetisches Feld, schliesslich hast Du mir Ute telefoniert und Dich auch mit ihrer Schilderung beschäftigt. :kinn:

      Ich hatte mal eine vergleichbare Situation. Es war vor über 20 Jahren an einer Silvesterparty. Ich tanzte mit einem Mann, der verlobt war, seine Verlobte aber nicht gern tanzte. Wir hatten richtig Spass dabei. Wir tanzten frei und es war zu keiner Zeit eine Situation, die in irgendeinder Weise verfänglich gewesen wäre.
      Nach unserem Tänzchen kam die Verlobte wie eine Furie auf mich zu und stauchte mich in einem eifersüchtigen Ton zusammen. Ich lächelte sie nur an, weil es aus meiner Sicht keinen Grund gab, eifersüchtig zu sein.
      Meine Reaktion, das Lächeln, provozierte sie noch mehr und am Ende hat es ein paar Männer gebraucht, die sie festgehalten haben, damit sie nicht tätlich werden konnte.

      Ich habe diese Reaktion lange nicht verstanden. Ich hatte doch nur getanzt, hatte mich vergnügt. Sie hatte aber hineininterpretiert, dass wir zusammen Spass hatten und hat sich in ihrem Kopfkino schon eine Fortsetzung ausgemalt. Dadurch, dass ich mich nicht von ihr aus der Reserve locken liess, wurde sie noch aggressiver.
      Gut ich hab jetzt nicht alles total gelesen, aber eine Meinung habe ich trotzdem, halt bezogen auf den ersten Beitrag:

      Ich glaube, Frauen sind nicht generell gute Ratgeber in so einem Thema. Aus meinem persönlichen Empfinden sagen Bewertungen anderer Frauen über dich mehr über die Frau aus als über dich. Wenn sich eine dominiert fühlt, die andere entspannt, und lauter so Dinge, dann reflektiert das viel stärker die individuelle persönlichkeit der jeweiligen Person und deren emotionale Lage als dich selber. Die beschreiben ja nur, wie du auf sie wirkst. Und deine Wirkung auf eine andere Frau hängt mal ganz stark davon ab, wie die Frau drauf ist, nicht nur wie du drauf bist.

      Als Faustformel würde ich sagen, je mehr Meinungen voneinander abweichen, desto weniger davon bezieht sich wirklich auf dich. Wenn sich jemand dominiert von dir fühlt, dann vielleicht weil sie selber zurückhaltend und scheu ist. Wenn du für jemanden Ruhe ausstrahlst, dann nur weil derjenige weniger Ruhe in sich selber findet als in dir.

      Es ist immer nur relativ. Immer nur ein Vergleich zwischen dir und den Personen. Du wirkst ruhig auf hektische und hektisch auf noch ruhigere, grob gesagt.

      Meine Ratschläge daher:
      - Konsultiere ruhig mal den einen oder anderen Kerl. Besonders wenn du einen emotionslosen Grobklotz kennst. Die bringen eher mal weniger ihre eigenen psychologischen Ticks mit ins Spiel.
      - Wenn mehrere Leute etwa das Gleiche sagen, dann ist da was dran. Wenn also 3 oder 4 Freunde sagen, du wirkst dominant, dann ist es wohl so.

      Und sonst kann man noch sagen, es gibt eigentlich für jeden Freunde, die mit einem klarkommen, wie man ist. Es ist ja kein Zustand wenn man sich permanent selber überwacht aus Furcht wieder irgendwen anzustossen. Da ist es dann auch nicht notwendig an bestehenden Freundschaften festzuhalten, wenn es da hapert. Für mich haben Freundschaften immer von alleine funktioniert oder nicht. Die Harmonie stimmt oder nicht. Aber ich würd jetzt nicht hingehen und mich sonstwie umkrempeln weil mich irgendwer dominant findet.

      Ich würde mich umkrempeln, wenn mich mehrere dominant finden und ich der Meinung bin, dass es so nicht sein soll / muss. Vielleicht find ich dominant gut, dann muss ich eben Leute finden, die damit klarkommen. Ich würde mich auch kritisch betrachten wenn Leute, mit denen ich lange klargekommen bin sagen, ich habe mich in irgendwas geändert, was sie nicht so gut finden. Besonders da ich einige Freunde habe die mich nur alle paar Wochen mal sehen, die bekommen eine Änderung eher mit als jemand der täglich dabei ist.

      Aber ich kann nur von mir selber reden wenn ich sage, die Einschätzung einer Frau hat mir eigentlich nur sehr selten weitergeholfen. Frauen sind emotional und sozial und sensibel, und ich glaube gerade deswegen sind die Fühlerchen da aber manchmal überempfindlich. Ich treffe da oft auf das Problem, dass in einfache Dinge einfach nochmal ein Schuss mehr reininterpretiert wird. Und wenn dir dann jemand sagt, du seist dominant, da musst du mal schauen, ist nicht vielleicht die Person einfach devot. Wenn sich da Meinungen der Leute widersprechen ist das immer so ein Zeichen, es kann ja nicht alles stimmen.

      So oder so, ich habe die Wahrnehmungen von Frauen immer als sehr subjektiv empfunden und man findet oft viel vom Wesen der jeweiligen Frau darin. Und letztendlich können wir ja auch die Dinge nur im Kontrast bewerten. Niemand ist groß, wenn nicht jemand daneben steht, der kleiner ist.

      Kann ich nur noch sagen, dass ich vermutlich auch in unnötigem Masse subjektiv bin. :)

      -JAW