Drüber reden können...

      also ich kann mir nicht helfen, aber jaw......deine freundin hat intensiv nach einem anderen bumspartner gesucht und nach nen paar schwierigkeiten hat sie jetzt den 18jährigen gefunden. macht ihr das irgendwie spaß ihm sexuelle praktiken beizubringen ? obwohl, wenn man dich ja so hörte, ist sie ja eher sexuell etwas verklemmt.
      und jetzt.....hat sie sich auch noch in den jugendlichen liebhaber verliebt.....aber dich liebt sie. :never:
      ich glaube das mädel müßte dringend einen therapeuten konsultieren.
      und ich.......könnte ihr verhalten niemals akzeptieren. ich hätte mich schon zurückgezogen, bzw. mich anderweitig orientiert. :agree:
      Erni
      Hier kommen ja richtig prickelnde Sachen rum :)

      Ich finde es irgendwie merkwürdig, dass eine Frau nicht bereit ist ihrem Partner einen zu blasen, aber andererseits in der Lage ist mit ihrem Partner und einem anderen Mann einen 3er zu machen...

      3er hatte ich, offene Beziehung haben wir, das heisst aber nur normalen Einzelsex mit anderen Leuten. Gruppensex haben wir im Moment nicht.

      Ich finde, das sind Themen, die kann man nicht in Reihe schalten und sagen "wer x macht, der macht auch y". Sie hat einen Ekel gegen Oralsex wegen dem Geruch und Geschmack von Sperma. Bei einem 3er hingegen hätte weder die Nase noch die Zunge ansonsten Probleme, wenn man entsprechende Sachen eben auslässt. Es ist also keine moralische Sache, die auf der gleichen Schiene fahren würde. Ich hab mal von ner Frau gehört, die nach dem Analsex bläst aber nicht gerne küsst. Es gibt die schrägsten Sachen. Manche pinkeln und kacken sich an, machen aber keinen Analsex. Also das kann man wohl nicht sagen, dass eine Praktik eine andere mitbringen würde.

      Sie hat sich in den Kerl verknallt, liebt aber NUR dich... Ok, das kann passieren und das Verliebtsein geht weg wie ein Schnupfen.

      Das verliebt sein ist auch mittlerweile weg. Das war eine kurzfristige Euphorie. Ich schlüssel das für mich so auf: Sie ist seit sie 14 ist permanent in Beziehungen, hat aber gleichzeitig immer einen gewissen Freiheitsdrang gehabt. Na, nun konnte sie das an dieser Stelle zum ersten Mal ausleben. Es war ihre erste Beziehung von dieser Länge mit mir, sonst waren es so 2 Jahre, und da hat sich ggf doch was Drang nach Freiheit aufgebaut. Ich denke das hat sich dann in etwas übertriebener Euphorie entladen und wird sich wie bei so vielem einpendeln.

      Bei der Aussage, du hättest deine Freundin vernächlässigt und sie sich deshalb eine Affäre zugelegt hat, beisse ich auf Watte

      Also in meinen Augen hat sich das zumindest begünstig, wenig Zeit von mir und etwas interessanteres woanders, das spielte sich zu. Sie hatte halt die Wahl zwischen zu Hause rumsitzen weil ich keine Zeit habe oder sich zu amüsieren. Gut wir haben generell gesagt, jeder hat auch sein eigenes Leben und man muss nicht immer nur miteinander was machen.

      Ich habe auch wirklich amüsieren gemeint, ich dachte mir geh hin, geh mit dem ins Bett, hab Spass, komm wieder. Die Formen, die es Annahm, habe ich mir so nicht vorgestellt und es kam auch zu ordentlich Konflikt dadurch. Im Endeffekt konnte man sagen, keiner wollte es so, aber es kam halt so, also haben wir uns alle mit arrangiert irgendwie. Der "dritte" ist auch irgendwo ein "fünftes Rad am Wagen" und trägt auch seine Last damit, die Frau anfassen aber nicht behalten zu dürfen.

      Ich habe da Toleranz, weil meine Freundin da unbekanntes Gebiet betritt. Ausserdem reserviere ich mir eine eigene Sicherheit. Ich kann keineswegs vorhersehen, wie ich mal in so einer Lage agiere. Und wenn ich jetzt kritisiere und später gleich handel, dann kommt das nicht gut. Darum bin ich jetzt sehr zurückhaltend mit Verurteilungen, da ich mich selber noch nicht besser bewähren konnte. Und es war klar, dass zu einer offenen Beziehung sowieso viel Toleranz gehört. Dennoch ist es ein fremdes Feld, und man muss erst üben und lernen, es kann auch mal was schief gehen.

      Für mich passte es dann auch nicht zusammen, die Frau auf andere Kerle loszulassen aber beim Resultat dann sensibel zu sein.

      In meiner Ehe ging es auch um sehr unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse und ich konnte bei meinem Mann nicht das finden, was ich mir so sehnlichst gewünscht habe.

      Wir sehen es auch als Chance an, die Elemente Sexualität auszuleben, die wir zusammen nicht haben. Meine Freundin sagt z.B. ich könnte mir prima von anderen Frauen meinen Oralsex holen, wenn ich ihn unbedingt brauche. Das sind Sachen, die funktionieren für uns schon, zu sagen, es gibt bestimmte Sachen, die holt man sich vereinzelt mal extern heran. Ich koch ja auch nicht jeden Abend selber :)

      Es gibt viele Beziehungen, die das so arrangieren. Wo ein Teil Bi ist und seine homosexuellen Anteile woanders auslebt, oder wo ein Teil auf SM steht und sich halt ab und zu mal auswärts peitschen lässt.

      Da habe ich generell garkein Problem mit. Es gibt keine generellen, massiven sexuellen Bedürfnisse bei uns, die unbefriedigt bleiben. Es geht nicht darum, dass sich jemand von uns zwingend was holen muss, was er daheim nicht kriegt. Es geht eher ums anders, so wie das Wiener Schnitzel von verschiedenen Köchen auch verschieden schmeckt, so ist es einfach sexuelle Varianz. Es gibt einige Wesen von Frau, mit denen würde ich gerne mal Sex haben, weil die z.B. wild und unersättlich und tabulos und dauergeil sind, aber ich könnte mit denen nicht 1 Woche lang ne Beziehung führen, ich würde ausrasten.

      Ja, es ist ein bisschen Rosinenpickerei dabei. Aber wir führen trotzdem unsere verbindliche, treue, gemeinsame Beziehung mit allen sonstigen Einschränkungen und Kompromissen.

      Dass Monogamie anerzogen ist, kann ich nicht sehen... In der Natur gibt es viele Tierarten die Momogamie betreiben.

      Gut, falsch gesagt. Beim Menschen finden sich verschiedene Formen der Sexualität, von der lebenslangen Beziehung bis zum unverbindlichen "jedes Wochenende wer anders" ONS Leben. Ich kann keine primäre Variante festmachen. Der genauere Umgang damit ist anerzogen. Kein Sex vor der Ehe ist kein Instinkt der Natur, das ist moralisch antrainiert. Ob jetzt ONS und wechselnde Partner auch gesellschaftlich ausgeprägt sind, mag sein durch Medien etc, dass da Werte geschaffen werden, die dazu führen.

      Ich würde generell sagen, es gibt nicht die eine richtige Form. Swinger sind nicht schlechter als monogame Leute. Oder andersrum.

      Wir Menschen sind so gepolt, dass wir und binden wollen... alles andere hat einen *Fehler im System*...

      Das möchte ich nicht so stehen lassen. Das lässt sich aber interpretieren und drehen. Es gibt nicht wenige Menschen, die binden sich nicht und wollen das auch nicht. Es gibt genug Menschen, die binden sich Partnerschaftlich, sind aber sexuell freizügig und haben alleine oder gemeinsam wechselnde Partner, da ist es eine reine emotionale Bindung.

      Auf der Grundlage des Fremdgehens gab es bereits genug wissenschaftliche Analysen, und meines Wissens ist es sogar wissenschaftlich fundiert, dass Männer die Tendenz haben, ihren Samen zu verteilen, während die Frauen einen Versorger brauchen.

      Männliches Fremdgehen dient üblicherweise der Verbreitung des eigenen Erbguts.

      Weibliches Fremdgehen funktioniert so, dass sie gerne einen guten Versorger haben aber das Erbgut eines Anderen. So kommt es zu den garnicht so wenigen falschen Kindern / Vaterschaften. Ein gutes Erbmaterial und ein guter Ernährer müssen nicht die gleiche Person sein, für eine Frau ist es durchaus sinnvoll, zu optimieren, indem sie da verschiedene Männer nutzt. Einen zum Befruchten, einen zum Füttern.

      Ich finde Leute, die keinen Sex vor der Ehe haben, etwas fanatisch, aber ich respektiere sie, und wenn sie so leben können ist die Welt ok. Ich verstehe auch Leute nicht, die jedes WE ne andere im Bett haben, aber auch die respektiere ich, solange es keinem schadet. Aber irgendeiner sexuellen Variante zu sagen, sie hat einen Fehler im System finde ich nicht korrekt. Bei Leuten die Frauenklamotten oder Windeln tragen oder sich Kochsalz in die Hoden spritzen (gibts alles), das find ich vielleicht krank, aber meistens nehme ich ein diplomatischeres Wort.
      Klar, in der heutigen Zeit hat sich einiges verschoben und man erhebt für sich den Anspruch seine eigene Freiheit bis zum Anschlag zu genießen ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Verzicht.

      Na, in meinen Augen kommen wir aus einer sehr einengenden Moral aus dem Mittelalter, zumindes Oberflächlich. Kein Sex vor der Ehe, nur Missionarsstellung, bis heute sind Kondome nicht anerkannt von der katholischen Kirche. Das ist auf jeden Fall nicht naturgemäß. Jetzt pendeln wir durch ein Gegenextrem der Morallosigkeit und der Genußsucht, was wir zb auch bei den Drogen und dem Alkohol wiederfinden können. Vermutlich liegt die Wahrheit dazwischen.

      Prinzipiell bleibt die Frage, was spricht gegen genießen? Das wird immer gerne als Argument genommen, aber selten begründet. Als gäbe es einen Zwang zum Leid und Verzicht. Für mich gilt der Grundsatz, solange keiner leidet, prima. Wenn Kinder ins Spiel kommen, da beginnt Verantwortung. Mit Krankheiten muss man aufpassen. Und den beteiligten sollte klar sein, um was es geht und um was nicht. Aber darüber hinaus ist nichts dagegen einzuwenden, die größte Orgie der Welt zu haben. Es muss ja keiner machen, der keinen Spass dran findet. Aber man muss sich dann auch nicht hinstellen und es moralisch verwerfen, nur weil man es selber nicht mag oder kann.

      Ich sehe darin oft den Versuch, sich selber irgendwie zu rechtfertigen und zu positionieren, indem man das Vorgehen der anders-handelnden angreift. Ich hab auch mal so gesprochen aber heute sage ich, jeder wie er will. Manche essen Froschschenkel oder Schnecken oder Spinnen, Ameisen und sonstwas. In manchen Längern ist es eine Delikatesse. Wir würden Hund nicht essen, Kühe essen wir täglich. Ist es nicht beides nur ein Tier? Erst mit unserer Moral beginnt der Unterschied zwischen der Kuh und dem Dackel. Und woanders ist die Kuh wieder heilig, woanders essen sie kein Schwein.

      Ich sperre mich da gegen Wertungen und Generalisierungen, seine eigene Variante als richtig hinzustellen. Ich respektiere sogar Vegetarier und Veganer, solange diese mich als Fleischfresser respektieren. Die töten Salat, ich töte Schweine. Ist mir gleich. Das Problem mit vielen Veganern ist, dass die den Rest der Welt verurteilen, weil die Tiere töten oder sowas. Ich habe den Eindruck, je extremer die eigene Position, desto mehr wird der andersdenkende Rest verteufelt.

      Du selber schreibst, dass du nicht bereit bist, dich ein Lebenlang an eine Frau zu binden. Du willst immer nur das Sahnehäubchen, keine Verpflichtungen, keine Einschränkungen, keinen Verzicht.

      Eine Beziehung besteht aus Geben und Nehmen... so platt das auch heute klingen mag.


      Ich denke das schreibe ich nicht, und sonst meine ich es nicht. Ich behaupte nicht, dass ich nicht bereit oder willig wäre, mich zu binden. Fast im Gegenteil, ich will mich binden bis ans Lebensende, habe aber permanent bedenken, es könnte nicht klappen. Ich will mich ja an die Frau binden, aber frage mich dann, ob die eine oder andere Macke nicht auf Dauer so viel Ärger macht, dass es uns spaltet. Meine Macken sowie Ihre.

      Ich bin zu pragmatisch dafür. Ich suche eine Sicherheit, ich suche eine Wahrscheinlichkeit, ich suche eine GARANTIE, dass ich sie in 40 Jahren noch Liebe. Und ich finde immer was, was zumindest die Möglichkeit bietet, ich könnte mich in 20 Jahren derart an der einen Sache stören, dass ich die Beziehung beende.

      Das kommt vermutlich von meinen Eltern. Seit meinen 20 Lebensjahren streiten die über die gleichen Sachen, und es wird permanent schlimmer. Und ich fürchte auch, es gibt jetzt Dinge, die stören mich leicht, aber ich kann sie beiseitewischen. Aber der stete Tropfen höhlt den Stein, und beim 1000sten Mal platzt mir dann der Kragen.

      Meine Unfähigkeit ist also, dass ich fürchte, dass ich nicht zu dem Versprechen stehen kann, das ich geben will. Ich habe bedenken, dass ich das "für immer" sage und es in 20 Jahren aber kippe.

      Die Probleme die du mit deiner Freundin hast, sind nur Symptome, euer wahres Problem liegt ganz woanders. Es steckt in DIR und in deiner Freundin... In jedem Problem steckt auch die Lösung... man muss nur bereitsein richtig hinzuschauen.

      Diesen Teil und die Absätze davor behandel ich mal pauschal. Ich denke, das stimmt nicht. Im Rahmen dessen, was du von mir liest, und vermutlich angereichert durch deine eigene Erfahrung, mag es sein, dass es so aussieht oder dies ein möglicher Schluss ist. Ich könnte nichtmal eindeutig widerlegen, dass du nicht vielleicht Recht hast.

      Was ich dazu sagen kann, jo, ich habe durchaus ein ausgeprägtes Ego. Deine Aussagen wie "Sahnebonbon" sind ja schön, aber im Moment macht meine Freundin die Bonbon Nummer und ich sitz artig monogam zu Hause und unternehme nichtmal versuche, das zu ändern, im Gegenteil, ich will gar keine andere Frau ins Bett. Also ziehe ich mir diesen Schuh mal nicht an.

      Was meine Freundin angeht. Ganz rational und so objektiv wie es geht, kann ich sie nicht vollkommen entlasten. Ich habe sie selber gefragt, ob sie, wenn ich das nicht mehr mitmachen würde, auch wieder ohne offene Beziehung könnte, und sie meinte nein. Das ist eine Antwort, die mir nicht gefällt. Ich würde das offene jederzeit aufgeben, wenn die Beziehung es fordert. Von daher mache ich mir keine Vorwürfe übers Rosinenpicken. Das ist ein schönes Extra, das ich gerne mitnehme, wo es sich bietet, aber das ist auch etwas, das ich sofort bereit bin aufzugeben, da mir die Beziehung wesentlich wichtiger ist als irgendein sexuelles Abenteuer. Auch wenns von Ikea kommt, stimmt es doch "Alles kann, nichts muss." Rosinenpicken ist vollkommen in Ordnung, solange es nicht im Vordergrund steht, beide klarkommen und die Prioritäten klar sind. Es darf nur nicht zu Lasten des Partners oder der Beziehung gehen. Dass es zu Reibung kommt ist ganz normal, das ist überall im Leben so. Ich brauche keine anderen Leute im Bett um Themen für Zoff zu finden.


      Kommen wir zum nächsten Beitrag :)
      Das klingt irgendwie so, als hätte das aus ihrer Sicht unbedingt sein müssen, als wollte sie sich irgendwas beweisen. "Locker" und "cool" klingt das nicht. Und jetzt ist es ein 18jähriger ohne Erfahrung in solchen Dingen. Da muss sie also eher nicht mit Zurückweisung usw rechnen. Könnte aus deiner Sicht, so pragmatisch wie du das offenbar siehst, ja alles schön und gut sein, nun hat aber auch noch sie sich in ihn verknallt. Das ist blöd, aber schätzungsweise kannst du das aussitzen.


      Jo, ein wenig verkrampft kommt das schon an :) Schräg ist es auf jeden Fall. Der erste Kerl war jemand von ihrer Arbeit. Der wurde von seiner Freundin betrogen aber sie haben sich wieder zusammengerauft. Meine Freundin meinte nun irgendwo, ihm zeigen zu müssen, dass es auch bessere Frauen da draussen gibt. Das war mehr irgendeine Weltverbesserungsnummer. Der zweite Kerl war ein Ex, ihr erster Freund, den sie einst vor 10 Jahren verlassen hat
      ohne ihm Gründe nennen zu können. Es hat in ihm emotional irgendwie Kahlschlag gemacht und ich glaube sie wollte irgendwie die alte Geschichte aufarbeiten.
      Der dritte war der erste ernstzunehmende Kandidat, auf den ersten Blick, bei dem keine sonstigen Interpretationen sichtbar waren. Mittlerweile kann ich sagen, der stellt sich genauso an wie sie in dem Alter und es scheint so, als wolle sie bei ihm die Fehler verhindern, die sie selber damals gemacht hat.

      Die Sache lief über Internet an und wie alt er ist kam erst später rüber, da war der erste Funke schon gesprungen. Erst als sie bei ihm war hat sie erfahren, dass er vorher nie was mit ner Anderen hatte, es kam mal so rüber als sei da schon früher was gewesen, aber das waren wohl nur Fummelleien. Sie war bei dem Kerl, er wohnt 300 km entfernt, und jetzt mag man einiges denken. Vielleicht war es ein "wenn ich schon mal da bin" oder "wenn ich schon so weit fahre" oder was weiss ich. Es scheint durchaus eine interessante Sache zu sein, jemandem den Einstieg in den Sex bieten zu können. Ich glaube nicht, dass sie jetzt da unheimlich den Kick von hat, aber es ist mal was Besonderes. Der Kerl ist ein unbeschriebenes Blatt und bringt keine merkwürdigen Verhaltensweisen mit. Sie hatte sonst eher Kerle, die recht stark geprägt waren und einen eigenen sexuellen Stil hatten. Jetzt hat sie jemanden, der eigentlich "passgenau" trainiert wird.

      Das Alter ist weniger im Bett und mehr sonst ein Problem, denn da ist doch eine gewisse Unreife, die hier und da durchscheint.

      aber schätzungsweise kannst du das aussitzen.

      Ist in weiten Teilen bereits geschehen. Wir haben es ausdiskutiert und ich habe es sonst auch soweit ausgesessen. Die anfängliche Begeisterung hat stark nachgelassen und die Sache eiert nu so lose rum. Wie Spielzeug, ne Zeit lang interessant und dann liegts in der Ecke. Ich habe eigentlich genau das erwartet.

      Was mir am meisten geholfen hat ist, dass ich das meiste eigentlich so habe kommen sehen. Das Gefühle passieren können, dass es ne Anfangseuphorie gibt, etc. Hab ich selber auch so erlebt, und gut, was mir passiert kann ihr auch passieren.

      Ich denke bei weiteren Männern laufen die Sachen klarer ab. Aber man betritt da ein Gebiet, in dem man sich selber nicht mal kennt. Ich könnte auch von mir nicht sagen, wie ich bei einer Katastrophe reagiere. Ob man klug handelt oder sinnlos rumrennt weiss man doch erst, wenn mans erlebt hat.

      Ich glaube noch immer nicht, dass das Hauptproblem die Kommunikation ist.

      Hier sind wir vom Thema abgekommt. Es gibt ein Problem in der Kommunikation, das hat aber nix mit der offenen Beziehung zu tun, das ist allgemein und war vorher schon. Das ist einfach das Problem, dass sie sich nicht immer sachlich auseinandersetzen kann.

      Das Problem mit der offenen Beziehung... Es mag ein Problem sein, aber nichts, was uns umbringt. Sie begeht da einen neuen Teil ihres Lebens, und weil ich meine Angelegenheiten meistens unter Kontrolle habe, gibts für mich auch keinen Schaden. Klar gabs ein paar emotionale "Aufstosser", weil auch ich ungeübt darin bin, das zu verdauen, aber ich denke, wir haben beide unseren Teil gelernt und ein zweiter Durchgang läuft besser ab.

      Und nachwievor ist nicht gesagt, wie ich mich dann in der gleichen Lage verhalte, falls ich mal ein Mädel auswärts habe. Ich schätze ziemlich jeder wird einige Unregelmässigkeiten erleben, wenn er aus dem "üblichen" Lebenswandel in eine offene Beziehung wechselt. Gut, manche sind so geboren, dass sie mit 14 schon wechselnde Partnerinnen haben, ich war schon immer eher auf Bindung aus.

      Das mag paradox klingen, aber irgendwo funktioniert es. Ich binde mich an eine Person, mit der sich zusammen leben, wohnen, lachen, und alt werden kann. Aber ich ergänze das um sexuelle Abenteuer. Für mich ist das aber auch nur ein Spass wie andere Dinge. Manche springen Bungee, ich habe mit anderen Frauen Sex. Eigentlich ist Sex mit jemandem Spass. Ich denke die meisten hier haben gerne Sex. Es ist jetzt ne mentale Sache, ob Sex mit Liebe, ohne Liebe, mit oder ohne Beziehung. Aber eigentlich ist das eine emotionale Debatte. Jeder geht anders damit um, mit wem er Sex haben kann. Manche müssen nichtmal die Namen des Partners kennen, um den vögeln zu können. Andere brauchen über 1 Jahr um sich darauf einzulassen.

      Der Haken ist da, dass ich verstehen kann, wenn jemand nur mit seinem Partner ins Bett will, aber die können oft mich nicht verstehen, dass ich auch mit anderen Menschen Freude an Sex haben kann.
      Es wird immer was anderes sein. Fremdsex ist besseres Onanieren, aber es bleibt eine Triebsache. Die tiefe des Beziehungssex kann es nie erreichen. Die emotionale Bindung zur Partnerin reichert den eigenen Sex enorm an. Trotzdem kann anderer Sex auch Spass machen. Tausende von Prostituierten leben davon. Ist ja nicht so dass jeder Mann der zur Prosti. geht keine Frau zu Hause hätte.

      Und mal ehrlich, Prostitution hat eine sehr lange Geschichte. Also man mag sich ja schöne Welten von Blümchen und Sahnebonbons im Kopf malen, es wird immer Leute geben, die wollen einfach mal Sex, und viele scheinen dafür auch zu bezahlen. Das sind keine schlechten Menschen, das sind keine Systemfehler, aber für
      mich sind solche Sachen der Beweis dafür, dass unser Sexualverhalten weitgehend moralisch kontrolliert ist. Wir können rumvögeln, wir können monogam sein. Uns ist nichts fest vorprogrammiert, es ist ne Frage, wie wir geistig damit umgehen. Und in weiten Bereichen will ich da keine Variante über die andere
      stellen. Selbst bei Monogamie kann man doch zig Varianten zählen, was ist denn dann die "richtige"? Sex vor der Ehe? Sex nach 1 Jahr, 1 Monat, 1 Woche? Gilt Monogamie auch ohne Ehe? Was ist mit all den Scheidungen? Was mit mit Affären und Fremdgehen? Swinger Clubs und sowas? ALLES Systemfehler? Oder ist Monogamie für viele, viele Menschen hier doch nicht der Weg? Und dann die ganzen Variationen, SM, Natursekt, Fetische für Lack, Leder, Füsse, Glatzen und allerlei.
      Transvestiten und Transsexuelle. Bi und Homo...

      Es gibt so viele Farben und Formen des Sex, da darf man sich nicht hinstellen und Monogamie als das richtige hinstellen. Für mich sagt das alles aus, der Mensch ist generell zu sehr verschiedenen sexuellen Richtungen fähig, es ist nur eine Frage des Geistes. Da spielt Erziehung eine Rolle, Gesellschaft, Medien, Religion und Glauben, etc. Und all diese Dinge prägen uns in sehr unterschiedliche Richtungen. Und darum gehen manche in den Swinger Club und manche nicht. Aber ich wehre mich dagegen, all solche Sachen als zweitklassig hinzustellen. Für monogam lebende Menschen mag das die schönste Form sein, das gönne ich auch jedem. Aber Rosinenpickerei und Genußzwang sind alles Vorwürfe, die ich nicht für generell haltbar finde. Es gibt Menschen, bei denen steht ihr Spass über der Bindung, und da mag man sagen, vielleicht gehen die zu weit mit ihrem unverbindlichen Vergnügen. Doch selbst da wüsste ich kein Argument, warum wir gezwungenermassen alle eine Beziehung eingehen müssen? Jemand, der das eben nicht macht und immer frei bleibt, dem entgehen eben auch die Vorteile daraus, wie sie oben genannt wurden. Wenn derjenige ohne Leben kann, schön. Es gibt aber auch viele intakte und stabile Beziehungen, die zusammen eine andere Sexualität leben und glücklich sind.

      Mir ist die Debatte hier daher ggf etwas zu kategorisch. Wir haben keine Beziehungsprobleme, weil wir eine offene Beziehung machen. Wir hatten mal Streit wegen der offenen Beziehung. Aber diese Beziehungsform an sich ist kein generelles Indiz für Beziehungsprobleme. Das ist sicher auch mal so, dass Leute versuchen mit offenem Sex irgendwas zu stopfen, was sie alleine nicht hinkriegen.

      Ich kann von mir sagen, dass wir glücklich sind und keinerlei Anstalten unternehmen, uns irgendwie zu trennen. Das eine offene Beziehung nicht reibungslos abläuft war uns bewusst, daher haben wir das auch vorher intensiv besprochen.

      Es ist nicht optimal, sich dabei zu verknallen. Noch weniger fein ist die Aussage, sie könne nicht mehr ohne. 200%ig ist das nicht, aber es ist auch kein Totalschaden.

      ich glaube das mädel müßte dringend einen therapeuten konsultieren.
      und ich.......könnte ihr verhalten niemals akzeptieren. ich hätte mich schon zurückgezogen, bzw. mich anderweitig orientiert.


      Einen Hau hat die Sache schon, aber genauso hab ich meine merkwürdigen Seiten. Ich habe auch mehr als 1 Mal die Beziehung überdacht und kritisch geprüft, und
      bin trotzdem noch da. Sie ist glücklich, ich bin glücklich, also ist alles im grünen Bereich. Da gab es zwischendrin Reibung, da war nicht alles otpimal.
      Wir sind trotzdem zusammen, das macht eine gute Beziehung aus. Wir könnten beide gehen, wenn wir wollen, wir sind nicht abhängig.

      Sie kriegt von mir ihre Sprüche, und von anderen, die davon wissen, auch. Die verschiedenen Umstände werden durchaus kritisiert, Familie, Verwandte,
      Freunde, da hat ihr jeder schon was gedrückt. Ich behaupte auch nicht, die Leute hätten unrecht. Interessant ist, sie war, als sie 18 war, mit nem
      Kerl zusammen, der 10 Jahre äter war, da hat kaum jemand was gesagt. Andersrum ist es wohl nicht so wild.

      Es war der erste Versuch inem unbekannten Thema, da war zu erwarten, dass es hapert. Sie hat selber gemerkt, dass die Umstände besser sein könnten und sie wird sicher niemanden mehr nehmen, der so jung ist oder noch keine Erfahrung hat. Man braucht jemanden, der mit Sexualität umgehen kann. Auch sie musste lernen, dass man nicht so einfach einen Strich zwischen Sex und Gefühlen zieht.

      Da fällt mir grad ein zu mein Ego, was mir weiter oben mal vorgewurfen wurde. Wenn es um mich, meine Gefühle und mein Vergnügen ginge, dann würde ich nicht so viel Geduld und Toleranz walten lassen. Sicher gibt es da das schwebende Argument, ich erkaufe mir gleiche Rechte für mich später irgendwann. Aber
      die Aussicht alleine reicht nicht, um das mitzumachen.

      Wir haben es mit Liebe, Verständnis und auch mit funktionierender Kommunikation (die haben wir auch :) ) diese Umstände alle zu diskutieren, zu verarbeiten und zu überwinden, wo es nötig war. Insgesamt kann ich für unsere Beziehung darin eher Bestätigung als Unheil sehen. Ansonsten bin ich zuversichtlich,
      dass sich gewisse Details auch noch glätten, die jetzt in der Anfangsphase einfach zwischen extremen Pendeln.

      Es gibt Punkte, die man kritisieren kann, die habt ihr kritisiert, und die habe ich ihr auch vorgeworfen. Über ihre Motive kann ich nichts im Detail sagen, ein bissel schräg sind sie bestimmt. Wichtig ist die Konsequenz, dass sie aus den "Fehlern" oder Problemen lernt und für die Zukunft anders handelt.

      Gespannt bin ich dann, wie sie damit umgeht, wenn ich ne andere habe :)

      Kacke ist das lang, ich hoffe ihr antwortet trotzdem :)

      -JAW

      Jaw schrieb:

      Hier kommen ja richtig prickelnde Sachen rum :)


      Sowas kommt vor... :agree:


      3er hatte ich, offene Beziehung haben wir, das heisst aber nur normalen Einzelsex mit anderen Leuten. Gruppensex haben wir im Moment nicht.


      Würde sie dem Gruppensex zustimmen?


      Ich finde, das sind Themen, die kann man nicht in Reihe schalten und sagen "wer x macht, der macht auch y".


      Da muss ich dir Recht geben... kommt auf den jeweiligen Partner an...


      Sie hat einen Ekel gegen Oralsex wegen dem Geruch und Geschmack von Sperma.


      Eigenartig... ich rieche das Sperma auch dann, wenn ich mit meinem Partner so Sex habe... liegt vielleicht aber auch an meiner feinen Nase...


      Bei einem 3er hingegen hätte weder die Nase noch die Zunge ansonsten Probleme, wenn man entsprechende Sachen eben auslässt.


      Da gibt es andere *Hürden* die da zu überwinden sind... kenne es zwar nicht aus eigener Erfahrung, da ein 3er für mich nie in Frage käme... nicht aus moralischen Gründen sondern emotionaler Natur...
      Aber gerade um die Emotionale Hürde geht es in den meisten Fällen... Kenne sogar ein Pärchen, wo die Frau ihrem Mann zuliebe beim Gruppensex/Partnertausch mitgemacht hat und dann ein Fall für den Therapeuten war...


      Es ist also keine moralische Sache, die auf der gleichen Schiene fahren würde. Ich hab mal von ner Frau gehört, die nach dem Analsex bläst aber nicht gerne küsst. Es gibt die schrägsten Sachen. Manche pinkeln und kacken sich an, machen aber keinen Analsex. Also das kann man wohl nicht sagen, dass eine Praktik eine andere mitbringen würde.


      Es gibt wahrlich nichts was es nicht gibt... habe lang genug in einem Fotolabor gearbeitet und somit einiges gesehen...


      Das verliebt sein ist auch mittlerweile weg. Das war eine kurzfristige Euphorie. Ich schlüssel das für mich so auf: Sie ist seit sie 14 ist permanent in Beziehungen, hat aber gleichzeitig immer einen gewissen Freiheitsdrang gehabt. Na, nun konnte sie das an dieser Stelle zum ersten Mal ausleben. Es war ihre erste Beziehung von dieser Länge mit mir, sonst waren es so 2 Jahre, und da hat sich ggf doch was Drang nach Freiheit aufgebaut. Ich denke das hat sich dann in etwas übertriebener Euphorie entladen und wird sich wie bei so vielem einpendeln.


      Schön wenn du das so siehst, aber völlig ausgeschlossen ist das nicht, dass sie eines Tages wirklich einen Mann findet, der in ihr andere Gefühle auslöst und du dann eben das Nachsehen hast... Aber das wird dir wohl auch bewusst sein, vielleicht auch ein einkalkuliertes Risiko sein.


      Also in meinen Augen hat sich das zumindest begünstig, wenig Zeit von mir und etwas interessanteres woanders, das spielte sich zu. Sie hatte halt die Wahl zwischen zu Hause rumsitzen weil ich keine Zeit habe oder sich zu amüsieren. Gut wir haben generell gesagt, jeder hat auch sein eigenes Leben und man muss nicht immer nur miteinander was machen.


      Na klasse... mein Mann hätte sich bedankt bzw. zum Teufel gejagt, wenn ich die Zeit, während er im Fernverkehr war, so genutzt hätte... Er verdient die Brötchen und ich popp munter durch die Gegend weil mir grad langweilig ist... Sorry, übersteigt grad meinen Horizont...


      Ich habe auch wirklich amüsieren gemeint, ich dachte mir geh hin, geh mit dem ins Bett, hab Spass, komm wieder. Die Formen, die es Annahm, habe ich mir so nicht vorgestellt und es kam auch zu ordentlich Konflikt dadurch. Im Endeffekt konnte man sagen, keiner wollte es so, aber es kam halt so, also haben wir uns alle mit arrangiert irgendwie.


      Ich stell mir grad bildlich vor, wie du reagieren würdest, wenn der Nächste dann auch letztlich der Mann ist, den sie sich immer gewünscht hat...


      Der "dritte" ist auch irgendwo ein "fünftes Rad am Wagen" und trägt auch seine Last damit, die Frau anfassen aber nicht behalten zu dürfen.


      Kann aber auch mal passieren, dass du das 3. bzw. 5 Rad bist...


      Ich habe da Toleranz, weil meine Freundin da unbekanntes Gebiet betritt. Ausserdem reserviere ich mir eine eigene Sicherheit. Ich kann keineswegs vorhersehen, wie ich mal in so einer Lage agiere. Und wenn ich jetzt kritisiere und später gleich handel, dann kommt das nicht gut. Darum bin ich jetzt sehr zurückhaltend mit Verurteilungen, da ich mich selber noch nicht besser bewähren konnte. Und es war klar, dass zu einer offenen Beziehung sowieso viel Toleranz gehört.


      Darüber muss ich erst noch einmal nachdenken...


      Dennoch ist es ein fremdes Feld, und man muss erst üben und lernen, es kann auch mal was schief gehen.


      Ich weiß nicht, ob du das so entspannt siehst, wenn es denn mal wirklich schief gegangen ist...


      Für mich passte es dann auch nicht zusammen, die Frau auf andere Kerle loszulassen aber beim Resultat dann sensibel zu sein.


      Irgendwie habe ich das Gefühl ich höre bei dir das Pfeifen im Walde...


      Wir sehen es auch als Chance an, die Elemente Sexualität auszuleben, die wir zusammen nicht haben. Meine Freundin sagt z.B. ich könnte mir prima von anderen Frauen meinen Oralsex holen, wenn ich ihn unbedingt brauche. Das sind Sachen, die funktionieren für uns schon, zu sagen, es gibt bestimmte Sachen, die holt man sich vereinzelt mal extern heran. Ich koch ja auch nicht jeden Abend selber :)


      Bin da vielleicht bisschen eigenartig gestrickt... ich hätte damit ein Problem, wenn ich meinen Partner nicht vollkommen *zufriedenstellen* könnte... Es würde mir das Gefühl von *Unvollkommenheit* geben...


      Es gibt viele Beziehungen, die das so arrangieren. Wo ein Teil Bi ist und seine homosexuellen Anteile woanders auslebt, oder wo ein Teil auf SM steht und sich halt ab und zu mal auswärts peitschen lässt.


      Kenne allerdings auch Paare, die in jedem Punkt der sexuellen Wünsche harmonieren... gerade im BDSM Bereich... Da brauchts nicht noch ein 3. Rad ...


      Da habe ich generell garkein Problem mit. Es gibt keine generellen, massiven sexuellen Bedürfnisse bei uns, die unbefriedigt bleiben. Es geht nicht darum, dass sich jemand von uns zwingend was holen muss, was er daheim nicht kriegt. Es geht eher ums anders, so wie das Wiener Schnitzel von verschiedenen Köchen auch verschieden schmeckt, so ist es einfach sexuelle Varianz. Es gibt einige Wesen von Frau, mit denen würde ich gerne mal Sex haben, weil die z.B. wild und unersättlich und tabulos und dauergeil sind, aber ich könnte mit denen nicht 1 Woche lang ne Beziehung führen, ich würde ausrasten.


      Bisher erschließt es sich mir immer noch nicht, wo bei dir dann das Problem überhaupt besteht... :scratch:


      Ja, es ist ein bisschen Rosinenpickerei dabei. Aber wir führen trotzdem unsere verbindliche, treue, gemeinsame Beziehung mit allen sonstigen Einschränkungen und Kompromissen.


      Öhm... verrätst du mir dann, wozu dann den Beitrag geschrieben hast, wenn es doch so subber zwischen euch funktioniert ?


      Gut, falsch gesagt. Beim Menschen finden sich verschiedene Formen der Sexualität, von der lebenslangen Beziehung bis zum unverbindlichen "jedes Wochenende wer anders" ONS Leben. Ich kann keine primäre Variante festmachen. Der genauere Umgang damit ist anerzogen. Kein Sex vor der Ehe ist kein Instinkt der Natur, das ist moralisch antrainiert. Ob jetzt ONS und wechselnde Partner auch gesellschaftlich ausgeprägt sind, mag sein durch Medien etc, dass da Werte geschaffen werden, die dazu führen.


      Es ist nicht der Punkt, dass wir da durchaus moralische Vorstellungen davon haben... von daher war es einfach falsch ausgedrückt...


      Ich würde generell sagen, es gibt nicht die eine richtige Form. Swinger sind nicht schlechter als monogame Leute. Oder andersrum.


      Mir ist es völlig egal wie Menschen zu ihrer sexuellen Befriedigung kommen, solange sie einen Partner haben, der die Neigungen und Vorlieben teilt...

      Das möchte ich nicht so stehen lassen. Das lässt sich aber interpretieren und drehen. Es gibt nicht wenige Menschen, die binden sich nicht und wollen das auch nicht. Es gibt genug Menschen, die binden sich Partnerschaftlich, sind aber sexuell freizügig und haben alleine oder gemeinsam wechselnde Partner, da ist es eine reine emotionale Bindung.


      Darüber kann man bis zum Sankt Nimmerleinstag philosophieren...


      Auf der Grundlage des Fremdgehens gab es bereits genug wissenschaftliche Analysen, und meines Wissens ist es sogar wissenschaftlich fundiert, dass Männer die Tendenz haben, ihren Samen zu verteilen, während die Frauen einen Versorger brauchen.


      Ist richtig, aber auch falsch... aber das hier zu erörtern, würde den Rahmen sprengen...


      Männliches Fremdgehen dient üblicherweise der Verbreitung des eigenen Erbguts.


      Kann auch einfach zur Befriedigung des Egos dienen...


      Weibliches Fremdgehen funktioniert so, dass sie gerne einen guten Versorger haben aber das Erbgut eines Anderen. So kommt es zu den garnicht so wenigen falschen Kindern / Vaterschaften. Ein gutes Erbmaterial und ein guter Ernährer müssen nicht die gleiche Person sein, für eine Frau ist es durchaus sinnvoll, zu optimieren, indem sie da verschiedene Männer nutzt. Einen zum Befruchten, einen zum Füttern.


      Sorry, aber wenn das so stimmen würde, würden manche Frauen auch wirklich mal drauf achten bei wem sie die Beine breitmachen und von wem sie ihre Balger bekommen...

      Ich finde Leute, die keinen Sex vor der Ehe haben, etwas fanatisch, aber ich respektiere sie, und wenn sie so leben können ist die Welt ok. Ich verstehe auch Leute nicht, die jedes WE ne andere im Bett haben, aber auch die respektiere ich, solange es keinem schadet. Aber irgendeiner sexuellen Variante zu sagen, sie hat einen Fehler im System finde ich nicht korrekt.


      Deshalb habe ich es auch lediglich in ** gesetzt... Es ist meine Sichtweise, die nicht wenige teilen...


      Bei Leuten die Frauenklamotten oder Windeln tragen oder sich Kochsalz in die Hoden spritzen (gibts alles), das find ich vielleicht krank, aber meistens nehme ich ein diplomatischeres Wort.


      Warum holst du eigentlich so derart aus ?

      Glaubst du vielleicht, dass ich auf der sexuellen Brotsuppe dahergeschwommen komme und nicht weiß, was sich außerhalb meines Bettes abspielt?
      Würde sie dem Gruppensex zustimmen?

      Nein im Moment nicht, vielleicht später Mal. Laut ihrer Aussage kann sie Beziehung und Spass trennen, wenn sie mit dem anderen Kerl alleine ist, aber würde nicht klarkommen, beide auf einmal zu haben. Sie wüsste dann nicht, wie sie sich verhalten soll, um auch irgendwie beiden gerecht zu werden, denn es gibt schon gewisse Unterschiede wie sie mit mir und ihm umgeht, genauer was ich darf und er nicht. Amüsiersex und Liebessex lässt sich da nicht einfach so mischen für sie. Kann ich irgendwo verstehen.

      Eigenartig... ich rieche das Sperma auch dann, wenn ich mit meinem Partner so Sex habe... liegt vielleicht aber auch an meiner feinen Nase...


      Erklären kann ichs auch nicht, ich sage auch, Sex ist dreckig :) Aber es macht wohl noch einen Unterschied, ob das Sperma irgendwo ist oder ob man es direkt unter der Nase hat, oder besonders auch,
      ob man es in den Mund bekommt. Kann ich verstehn, ich hab mein Sperma auch nicht gern im Mund :)

      Kenne sogar ein Pärchen, wo die Frau ihrem Mann zuliebe beim Gruppensex/Partnertausch mitgemacht hat und dann ein Fall für den Therapeuten war...


      Jo, unser befreundetes Paar hat ja genauso Probleme. Eine Story war z.B. die, dass sie nicht wollte, dass er mit einem bestimmten Mädel was macht. Es kam zu dem Missverständnis, dass er dachte, sie wolle nicht, dass er zu diesem Zeitpunkt was mit der anderen macht, sie meinte es aber generell und für immer. Ob er sich das so zurechtverstanden hat, weil er eigentlich gerne wollte, das kann sein. Auf jeden Fall hat er dann irgendwann andermal doch was mit der Frau gemacht. Pikanterweise war seine Freundin aber dabei, hat aber nicht mitgemacht. Jetzt fand sie das verständlicherweise beschissen, hat aber warum auch immer weder vorher noch währenddessen noch bald danach mal das Maul aufgemacht und ihm gesagt, dass sie das nicht will bzw wollte. Erst so etwa 2 Jahre später, währenddessen sie permanent zickig war, aber nie was verraten hat, kam sie damit raus. Er wusste schon garnicht mehr um was es geht, für ihn war das längst vorbei und vergessen.

      Das ist ein Risiko, dass es emotional Ärger gibt. Daher haben wir für uns auch vorher gesagt, wir müssen über alles reden. Jetzt nachher, wo sie sagt, sie würde nicht mehr ohne wollen, bringt es nix, über alles zu reden, wenn bestimmte Kompromisse garnicht möglich sind. Ich könnte darüber reden, dass ich das nicht mehr will mit dem offen, aber nutzen würde es nix.

      Die Konsequenz ist einfach, sollte ich irgendwann irgenwas nicht mehr wollen, werde ich das sagen. Und wenn sie nicht bereit ist, dem zu entsprechen, dann war es das halt leider.

      Aber du hast schon recht, es geht oft schief, es kann bei uns auch zu Ärger führen.

      Schön wenn du das so siehst, aber völlig ausgeschlossen ist das nicht, dass sie eines Tages wirklich einen Mann findet, der in ihr andere Gefühle auslöst und du dann eben das Nachsehen hast... Aber das wird dir wohl auch bewusst sein, vielleicht auch ein einkalkuliertes Risiko sein.

      Ja das ist richtig. Das kann mir auch passieren. Wir haben das besprochen und haben gesagt, man kann sich immer in irgendwen neu verlieben. Man muss nicht mit dem ins Bett, es reicht, wenn man denjenigen kennenlernt. Es gibt genug Trennungen oder Fremdgehen in nicht offenen Beziehungen. In unseren Augen wächst das Risiko, wegen jemand Anderem verlassen zu werden nicht dadurch, dass man mit den Leuten ins Bett geht. Wenn der Traumprinz dabei ist, dann würde es auch so zur Trennung führen. Man würde unerlaubt mit dem ins Bett gehen oder sich einfach ehrlich trennen.

      Man kann nun entweder sagen, dadurch, dass man mit anderen ins Bett geht, erhöht sich die Chance, sich zu verknallen. Oder man kann sagen, wenn es eine Person gibt, die einen unheimlich erotisch reizt, dann kann man da "erlaubt fremdgehen" und das Abenteuer erleben, aber dann auch wieder zurückkommen, denn nicht jede erste Leidenschaft ist von Dauer. Sich da mal gegenseitig frei zu lassen kann die Beziehung vielleicht eher erhalten als sich das zu untersagen und einer von beiden sprengt dann doch mal seine "Fesseln" (wenn sie als solche empfunden werden).

      Es ist auch mein romantisches Ideal zu sagen, ich habe meine Partnerin und bin glücklich mit der, ich brauche und will keine andere und bin vollkommen erfüllt. Zum Zeitpunkt gilt es für mich auch eigentlich so, ich hab auch nix nebenher. Ob sie sich jetzt austobt und dann wieder beruhigt, oder ob sie nie ohne offen kann, das wird sich zeigen. Ich würde eigentlich eher erwarten, dass das Interesse an diesen Abenteuern von alleine verfliegt. Aber zu dürfen und nicht zu wollen schafft ein anderes Gefühl als garnicht zu dürfen.

      Na klasse... mein Mann hätte sich bedankt bzw. zum Teufel gejagt, wenn ich die Zeit, während er im Fernverkehr war, so genutzt hätte... Er verdient die Brötchen und ich popp munter durch die Gegend weil mir grad langweilig ist... Sorry, übersteigt grad meinen Horizont...

      Es mag pragmatisch sein zu sagen, wenn das Schwimmbad zu ist, dann geh ich eben ins Kino. Eigentlich ist es eine Sache der Absprache. Man könnte hingehen und sagen, du bist grade weg, im Stress, sonstwas, hast du was dagegen wenn ich mit xy was unternehme? Viele Leute hätten nix dagegen, wenn es dabei nicht um Sex geht. Der Partner kann ja gerne mal mit Kumpels Fussball gucken oder Kneipentour machen. Für mich ist es eine schleichende Stufe, ob sie sich selbst befriedigt, einen Vibrator benutzt oder böse gesagt einen Kerl "benutzt". Für mich ist in der Konstellation der fremde Kerl nur ein besseres Sexspielzeug.

      Die Haken sind hier jetzt: Erstens haben wir nicht vorher abgesprochen, ihn als Zeitvertreib einzusetzen, weil ich nicht Zeit habe, wir haben aber besprochen, dass sie ihn besucht. Von daher war die Handlung erlaubt, das Motiv aber nicht besprochen. Zweitens sollte man sich nicht in sein Spielzeug verknallen, und nochmal sollte das auch nicht passieren.

      Ich stell mir grad bildlich vor, wie du reagieren würdest, wenn der Nächste dann auch letztlich der Mann ist, den sie sich immer gewünscht hat...

      Ja oder wenn ich die Frau meiner Träume finde? Kann auch sein. Kann immer sein. Und wenn ich meine Partnerin dann wegen einer anderen Frau verlasse, dann würde ich es auch in einer nicht offenen Beziehung tun.

      Bin da vielleicht bisschen eigenartig gestrickt... ich hätte damit ein Problem, wenn ich meinen Partner nicht vollkommen *zufriedenstellen* könnte... Es würde mir das Gefühl von *Unvollkommenheit* geben...

      Ja irgendwo dazwischen pendel ich auch. Einmal war vorher von mir nicht angedacht, dass ein fremder Kerl in irgendeiner Richtung "besser" ist als ich. Solange die alle irgendwo "unter" mir stehen, behalte ich ja meine Position. Wenn meine Freundin jetzt besondere Bedürfnisse hätte, die ich nicht bedienen kann, wie SM oder so, da wärs mir aber lieber, sie kann die woanders ab und zu stillen als mit mir unzufrieden zu sein. Alternativ müsste sie ganz einen anderen Partner suchen. Jetzt sind wir aber in so einer schwebenden Situation, wo es ein oder zwei Sachen gibt, die der andere Kerl darf oder "besser" macht als ich, und da reagiere ich doch sehr sensibel drauf. Das ist auch nicht ok.
      Eine andere Sache ist aber, dass ich und sie, wir sind eigentlich in der Tat unvollkommen. Ich zweifel an der 100%igen Entsprechung, an dem Paar, das immer gleich oft zum gleichen Moment Lust hat und wo immer alles stimmt. Es gibt eine handvoll Sachen, die ich sexuell gerne machen würde. Ich vermisse die jetzt nicht, aber es wäre schön, wenn sie da wären. Z.B. mal Sex an komischen Orten, oder einfach mal spontan irgendwo. Jetzt weiss ich, dass es andere Frauen gibt, mit denen ich sexuell vielleicht etwas mehr harmonieren könnte, aber gleichzeitig würde ich auf anderen Ebenen des Lebens garnicht mit denen klarkommen. Also immer, wenn man irgendwo eine Sache erhält, gibt man eine andere Sache dafür auf.

      Sollte mir die perfekte Frau begegnen, dann werde ich sofort meine Freundin verlassen. Das ist auch so abgesprochen und das sieht sie auch so. Wenn man woanders ein höheres Glück finden kann, dann wollen wir nicht, dass der Partner darauf verzichtet. Wir haben dieses "es kann sein dass man wen trifft" besprochen, und uns ist klar, es mag die Person geben, die uns auseinanderbringt.

      Dennoch, du hast recht, allgemein gibt es dieses "unvollkommen sein" und ich finde das auch nicht ok. Meine Freundin macht bestimmte Dinge nicht, wenn ich die dann mit anderen Frauen mache ist das für sie ok, sie will ja selber nicht, aber sie könnte, wenn sie wollte. Das ist was anderes. Aber wenn sie mit anderen Kerlen Dinge macht, zu denen ich auch bereit wäre, aber mit mir macht sie das nicht, das ist nicht ok.

      Bisher gibt es sowas nicht definitiv, aber es hängt so halb in der Luft. Schwer zu beschreiben. Da muss noch etwas Zeit vergehen, bis sich das herauskristallisiert. Wir haben drüber geredet und bisher einen Konsens darüber.
      Kenne allerdings auch Paare, die in jedem Punkt der sexuellen Wünsche harmonieren... gerade im BDSM Bereich... Da brauchts nicht noch ein 3. Rad ...


      Ja wenn beide so ticken braucht es das nicht. Das soll auch keine Standardlösung sein. Ich kenne sowas auch eher als "Notlösung" wenn man zwischen Liebe zu einer Person und sexuellen Bedürfnissen zerrissen ist, und beides unter einen Hut bringen will. Habe ich von einigen Leuten mit Fetisch gehört, dass die ihren Partner über alles lieben, aber so alle 2 Monate müssen die einmal irgendwo ihren Fetisch ausleben, den der Partner nicht teilt. Wenn man da eine Absprache findet, dann kann man eine schöne Beziehung weiterführen und gewisse Dinge auslagern. Ein anderer Fall, den ich kenne, war ein impotenter Mann. Die Frau hatte halt woanders Sex, er hat es ihr erlaubt, und die Beziehung war glücklich.

      Es sollte schon ganz klar so sein, dass der deutliche Schwerpunkt in der Partnerschaft liegt. Es soll schon eine Beziehung sein und kein Flickwerk aus ein Kerl für dies ein Kerl für das.

      Bisher erschließt es sich mir immer noch nicht, wo bei dir dann das Problem überhaupt besteht...

      Öhm... verrätst du mir dann, wozu dann den Beitrag geschrieben hast, wenn es doch so subber zwischen euch funktioniert ?


      Mein Beitrag war ja, dass ich eine Diskussion hatte (über ein völlig anderes Thema) und das ihre Reaktion nicht wirklich toll war, und statt einem konstruktiven Gespräch kam es nur zu eingeschnapptem Schmollen. Die offene Beziehung kam eher hintenrum hier ins Spiel. Ich habe gesagt, es gibt in diesem Bereich ein paar Punkte, bei denen ich sensibel und emotional reagiere, aber dennoch versuche, nicht einzuschnappen oder unsachlich zu werden. Mit der offenen Beziehung habe ich zum Zeitpunkt keine Probleme. Die hatte ich so um Neujahr rum, aber die sind bisher erledigt, beredet und manches muss einfach noch über Zeit laufen, bis es abgeschlossen ist. Auch unabhängig von der offenen Beziehungen gibt es eine gute handvoll Dinge, die mich stören, ein paar Gewohnheiten, Charakterzüge und Sachen, die mir ab und wann auf die Nerven gehen. Da sind zur Zeit größere Probleme als wegen der offenen Beziehung, wobei auch das nicht groß im Sinne von beziehungsgefährdend ist.

      Ebenso habe ich nicht wenige Punkte an mir, die sie manchmal zur Weissglut treiben. Wir wohnen seit Nov zusammen und es wird noch ein längerer Prozess, bis wir vollständige Harmonie ausgearbeitet haben. Das finde ich nicht weiter schlimm, ich habe mir von einigen Eltern von Freunden sagen lassen, dass eine Beziehung immer Arbeit ist und man auch nach 20 Jahren noch aneinander arbeiten muss. Ich finde es also völlig normal, dass es Ecken und Kanten gibt, bei denen man an sich selber und am Partner arbeiten muss, um die Reibung zu verringern. Eine gute Beziehung sehe ich nicht in der Abwesenheit von Problemen sondern darin, wie man damit umgehen kann. Drüber reden gehört essentiell dazu, und mein eigentliches Anliegen in diesem Beitrag ist eben das Thema drüber reden. Ich kenne einige Beziehungen, da sagen die Leute nicht, was ihnen auf dem Herzen liegt. Ich habe das Problem, ich sage es zwar, aber anstelle einer konstruktiven Auseinandersetzung ernte ich immer wieder ne beleidigte Leberwurst. Und leider hört drüber reden nicht beim Aussprechen auf, sondern auch wie man sich dann auseinandersetzt. Und das ist mein Problem und mein Thema, wie geht ihr in der Beziehung mit unangenehmen Debatten um, wie könnt ihr euerm Partner Probleme oder Kritik nahebringen, und wie geht ihr selber damit um.


      Aber irgendeiner sexuellen Variante zu sagen, sie hat einen Fehler im System finde ich nicht korrekt.

      Deshalb habe ich es auch lediglich in ** gesetzt... Es ist meine Sichtweise, die nicht wenige teilen...


      Jo stimmt schon. Ich habe das auch so gesehen, und ich sehe das auch auf einem Auge auch noch so. Allerlei sexuelle Abenteuer und offene Varianten sind immer mit einer gewissen Kritik zu sehen. Und sollte ich ein Ideal oder Ziel nennen, so wäre es die enge gemeinsame monogame Beziehung. Ich sehe aber andere Lösungen nicht mehr als falsch oder schlechter, sondern einfach als andere Lebensvarianten, und jeder mag auf seine Weise glücklich werden. Ich denke gerade z.B. an Mönche aller Religionen, die teilweise keinen Sex haben, teilweise sogar Schweigegelübde ablegen. Manche finden darin eine Erfüllung und Glück, auch wenn das sicher nicht gesellschaftliche Norm oder Ideal ist. Ich kann nicht nachhaltig beurteilen, ob offene Beziehungen und Dreier und sowas wirklich schlechter sind, ob es immer irgendwo ein Ausdruck mangelnder Bindung oder sexueller Harmonie ist. Ich glaube Trennungen und Probleme gibt es zwischen offenen und nicht offenen Beziehungen gleichermaßen. Es gibt auch genug sexuelle oder emotionale Disharmonie in nicht offenen Beziehungen.

      Allgemein habe ich am meisten noch den Eindruck, dass manche offen leben, die nicht dafür geeignet sind, und manche leben nicht offen, obwohl es bei denen vielleicht besser wäre. Die wohl üblichsten offenen Fehlschläge sind immer da, wo einer von Beiden es nicht aus eigenem Willen und Wunsch macht, sondern nur dem Partner zuliebe mitmacht. Das geht eigentlich immer baden. Aber ich glaube, diese Form macht einen großen Teil aus.

      Sorry, aber wenn das so stimmen würde, würden manche Frauen auch wirklich mal drauf achten bei wem sie die Beine breitmachen und von wem sie ihre Balger bekommen...

      Ja das ist durchaus ein Argument. Keine Ahnung. Es gibt viele Handlungen, die mir nicht klar sind. Ich sage hier nur das, was ich auf Discovery Channel, Webseiten oder in Zeitungen so aufschnappe, es gibt ja nicht wenig Forschung rund um Sexverhalten. Vermutlich gibt es für jede These eine belegende Forschung. Ich bin mir bei Männern relativ sicher, dass ihnen die Monogamie nicht ins Blut gelegt ist. In den meisten Fällen die sich so irgendwoher mitkriege geht entweder der Wunsch nach mehr Sex, der Wunsch nach Abenteuersex, der Wunsch nach offen, Dreier oder Swinger von einem Mann aus. Klar gibts auch Frauen, die das machen. Gehen ja auch beide Geschlechter fremd. Man findet eigentlich immer Exemplare für alles. Männer, die keinen Sex wollen gibt es z.B. auch. Alles in Allem finde ich aber keine Tendenz des Menschen zur monogamen Lebenszeitbindung. Je liberaler wir im Moment werden, d.h. je mehr Tradition und Moral wir ablegen, desto mehr Singles, Beziehungen ohne Ehe, Scheidungen und Sexgeschichten gibt es. Wäre es dem Menschen ein inniges Bedürfnis nach Monogamie, gäbe es kaum Swinger Clubs und all die Sachen. Anscheinend gibt es bei ausreichend vielen auch das Bedürfnis nach "Fremdpaarung", mehr als genug um Monogamie nicht als generelles innewohnendes Ziel su sehen.

      Besonders aber wenn man unterschiedliche Kulturen und deren Umgang mit Geschlechtern und Sexualität betrachtet, dann findet man nicht überall die Monogamie, aber oft findet man die auch sexuelle Dominanz des Mannes und mehr oder weniger etablierte Varianten von Mehrfachpartnerschaft, Harems, Fremdgehen, etc.

      Ich persönlich denke, wenn eine wirklich Beziehung emotional und sexuell harmonisch ist und beide Partner den freien Wunsch haben nach offenem Sex, dann kann es die Beziehung einfach um etwas anreichern, wie jede andere gemeinsame Unternehmung auch. Andere gehen gerne zusammen segeln oder sowas. Wenn beide Spass dran haben und beide ein solides Fundament haben, dann ist es nur eine Tätigkeit, und ob es dabei um Sex geht ist dann egal. Ich bin mir nie so sicher, wie ich das bewerten soll, wenn jemand mit anderen Leuten Sex hat. Manchmal denke ich, es ist traurig für die Person, dass sie nicht absolute Erfüllung bei ihrem Partner alleine findet. Manchmal denke ich aber auch, es ist schön und verständlich, dass man in jeder Lebenslage gerne mal Abwechslung hat und sich auch um weitere Eindrücke erweitern kann. Es gibt immer Menschen, die bleiben ein Leben lang auf einer Sache. Aber ich denke viele mögen hier und da einen Wechsel. Man wechselt Wohnorte, Hobbies, Arbeitsstellen. Warum nicht auch beim Sexualpartner vereinzelt Abwechslung streuen? Es muss ja nicht jedermanns Sache sein, aber es muss ja nicht generell falsch oder schlecht sein.

      Ich bin mir nie sicher, ob sexuell offene Leute vielleicht den anderen was an Offenheit und Lockerheit voraus haben und sich einfach zwanglos amüsieren können ohne zu sehr in traditionellen gesellschaftlichen oder moralischen Konventionen gefangen zu sein, oder ob die innigen Beziehungen den offenen etwas an Bindung und Nähe und vollkommener Erfüllung voraushaben, was an Tiefe und Leidenschaft viel bereichernder ist als das oberflächliche körperliche und triebhafte rumamüsiere.

      Oder vielleicht sind Menschen verschieden und jeder muss seine Variante finden.

      Das können wir auch gerne thematisieren :)


      Die Dinge auf die ich nicht geantwortet habe, denen stimme ich zu oder sie sind durch andere Antworten gedeckt.

      -JAW
      Guten Morgen Jaw,

      ich habe gerade nicht viel Zeit, habe Farbe auf dem Kopf und bin danach für eine woche weg... aber ich möchte dir nur kurz auf die Dinge antworten, die ich im Moment für sehr wichtig erachte... nächste Woche können wir gerne noch tiefer in die Materie steigen bzw. andere Thread eröffnen...:blinzel:

      Ich kenne sowas auch eher als "Notlösung" wenn man zwischen Liebe zu einer Person und sexuellen Bedürfnissen zerrissen ist, und beides unter einen Hut bringen will. Habe ich von einigen Leuten mit Fetisch gehört, dass die ihren Partner über alles lieben, aber so alle 2 Monate müssen die einmal irgendwo ihren Fetisch ausleben, den der Partner nicht teilt.

      Ich habe vor einigen Jahren mal im Net eine Frau kennen gelernt, deren Partner Bisexuell war und sie ist nahezu vor die Hunde gegangen wenn er sich diese Befriedigung bei anderen Männern geholt hat.

      Damals habe ich mir immer wieder überlegt, ob ich mit so einem Mann zusammen sein könnte...

      Theoretisch... klares NEIN!

      Andererseits kenne ich eben BDSM Pärchen, die in allen Punkten übereinstimmen und eine unglaublich gute Beziehung führen. Auch kenne ich ein Dreiecksverhältnis - Ein Mann - Zwei Frauen... Die Frauen wussten voneinander und waren sehr eng miteinander befreundet.

      So eben auch wie die Frau, die beim Partnerwechsel in Therapie musste, weil sie damit nicht leben konnte...

      Ich kann nunmehr auf fast 35 Jahre sexuelle Erfahrung zurückblicken ... mit 12J. war das *Knutschen* eine sehr interessante Spielart... mit bereits im Kindesalter spielte man sehr intensiv *Doktorspiele* und ich erlebte mit 6 Jahren meinen 1. Orgasmus als ich an einer Stange auf dem Spielplatz runterrutschte... :red: Ich wusste zwar nicht was das ist, aber ich fand das einfach toll...

      Ich lese seit 20 Jahren hocherotische Literatur und beschäftige mich seit 8 Jahren intensiv auch auf astrologisch/psychologischen Ebene der Sexualität.

      Hatte somit auch einiges selbst erlebt und meine Teenagerzeit war doch recht ausgelebt...

      Gerade in der Teenagerzeit war es eben so, dass man, wenn man Erfahrungen vorweisen konnte, etwas gegolten hat. Ich glaube, dass sich das heute auch noch nicht so verändert hat. Damals jedoch spürte, dass meine sexuellen Erfahrungen lediglich eine Kompensation eines Mangels waren... Nämlich die berühmte *Nestwärme* die ich von Zuhause nicht bekommen habe.

      So erkläre ich mir auch, warum soviele junge Mädchen so früh Sex haben und dann auch leider schwanger werden.

      Aber auch wenn ich wirklich viel mitgemacht habe, habe ich dennoch nicht alles durchgemacht, weil mir unbewusst immer klar war, was mir wirklich nicht guttat... somit habe ich zwar schon auch das eine oder andere sexuell negative Erlebnis mitbekommen, aber bin psychisch nicht so in die Hölle gestossen worden, wie einige die ich kennen gelernt habe.

      Es gibt ein sehr krasses Zitat... Scheiße erkennt man am Geruch und nicht am Geschmack.

      Somit habe ich nicht alles erst am eigenen Leibe erfahren müssen, bevor ich für mich erkannt habe, dass es mir nicht guttut.

      Ich prangere nicht an, dass Menschen ihren sexuellen Grenzen übertreten, um dann zu erkennen, dass es zerstörerisch auf sie auswirkt, sondern es ist eine Art Unverständnis das sich in mir regt... Eben weil ich diese Sensoren in mir habe, die mich wie ein Frühwarnsystem vor wirklichen Gefahren gewarnt haben.

      Sicher wäre es auch hier sehr interessant zu ergründen, warum Menschen so sind.

      Mein Beitrag war ja, dass ich eine Diskussion hatte (über ein völlig anderes Thema) und das ihre Reaktion nicht wirklich toll war, und statt einem konstruktiven Gespräch kam es nur zu eingeschnapptem Schmollen. Die offene Beziehung kam eher hintenrum hier ins Spiel.

      Ja, das hat mich in der Tat überrascht, dass es plötzlich hier ins Spiel kam... und dennoch gehört es zusammen, denn es ist ein Teil des Puzzles dass euch als Beziehung ausmacht.

      So ... jetzt muss ich eben aufhören... die Farbe muss raus und meine Sachen sind auch noch nicht in der Tasche... :motz:

      Wie gesagt, ich komme auf alle Fälle nächste Woche drauf zurück...

      Also nicht wegrennen...:never:

      Liebe Grüße

      Werdandi
      Hallo JAW, ich hab jetzt in dem vielen Geschriebenen gerade keine Antwort auf das hier gefunden:

      ich frage mich ob du mit deiner Freundin schon mal darüber geredet hast, dass das mit der Kommunikation bei Kritikthemen nicht immer so klappt - ich meine, ist ihr bewusst, dass sie da auf eine Art reagiert, die aus deiner Sicht die "sinnvolle" verbale Kommunikation beendet und das Problem nicht löst?

      Kommuniziert ihr denn über eure teilweise nicht so optimale Kommunikation?

      Und dann war da noch das:

      Twi-n-light schrieb:

      Das lenkt die Aufmerksamkeit nun mehr auf deine Freundin. Du schreibst über sie: "Sie selber hat da n Problem mit, mit Kritik, Streit und Zurückweisung." (...) Vielleicht hat deine Freundin ein Problem mit sich,

      Auch wenn ich deine Haltung zum Thema "Offene Beziehung" persönlich weder leben möchte noch - schätze ich - leben könnte, so kann ich doch ganz gut nachvollziehen, was du da beschreibst. Was du über Erziehung und Moral sagst, klingt ganz plausibel. Auch analysierst du das Ganze sehr pragmatisch. Deine Freundin hingegen kommt irgendwie unreif rüber (ist ja vielleicht in gewissem Rahmen ok, sie ist ja auch noch jung). Aber könnte es nicht sein, dass dieses Herumprobieren mit anderen Typen ihrerseits gar nicht dem "Spaß" dient (wie es nach deiner Aussage bei dir der Fall wäre, wenn du Sex mit anderen hättest), sondern dass das - vielleicht sogar verzweifelte? - Versuche sind, sich Selbstbestätigung zu holen? Wenn mein Partner ein Problem mit geringem Selbstbewusstsein hätte, fänd ich schon mal, dass das (auch für mich) ein ziemliches Problem wäre. Und da würde ich mir wünschen, dass er nach anderen, vielleicht auch effektiveren Lösungsmöglichkeiten sucht als andere Frauen ins Bett zu zerren.
      Ich könnte einfach "Ja" schreiben, aber das wäre zu langweilig :)

      Punkt 1, sexuelle Abenteuer und Nestwärme

      Also zumindest für mich stimmt zur Zeit die Aussage "Wenn ich alle sexuellen Wünsche mit meiner Partnerin befriedigen kann, dann habe ich kein Interesse nach irgendeinem Fremdsex." Im Moment hänge ich auf einem Zwischending "Obwohl ich nicht alle sexuellen Ideen umsetzen kann bin ich trotzdem soweit zufrieden, dass ich kein besonderes Interesse an Fremdsex habe." Als Ergänzung dazu muss ich dann sagen, ich würd mich halt als 95% wunschlos glücklich beschreiben und das ist eigentlich ne ganze Menge, und all die fixen Ideen wie "Sex im Wald" oder sowas sind vermutlich im Geist weit überbewertet und das brauch ich nicht jetzt jede Woche sondern vielleicht mal 2 Mal im Jahr wär mir das recht. Ich denke für mich geht es mehr um das Prinzip "es ginge" und nicht um ein regelmäßgies machen. Es definiert einfach für mich den grad an sexueller Freizügigkeit. Jetzt fühlt es sich eingeschränkt an, weil man halt denkt "auch wenn ich jetzt nicht will, wenn ich wollen würde, es ginge nicht". Ein "falls uns beiden danach ist dann machen wir es halt" wäre angenehmer.

      Zweitens muss ich sagen, auch wenn ich kein eigenes Bedürfnis danach habe, aktiv Fremdsex zu suchen, so bin ich gerne bereit eine sich bietende Chance zu nutzen.


      Bezogen auf andere offene Beziehungen und Swinger Besucher kann ich jetzt nicht sagen, MÜSSEN die das haben, um irgendein sexuelles Bedürfnis zu stillen, was sie daheim zusammen nicht gemacht kriegen? Sind die Leute ggf zu gierig, dass sie mehr wollen als eine normale Beziehung bedienen kann?


      Punkt 2, ist ihr bewusst, dass es Kommunikationsprobleme gibt?

      Erfreulicherweise ist sie selbstkritisch und sieht viele ihrer Fehler oder auch einfach so kleine Ticks und Ungereimtheiten. In einer ruhigen Situation kann sie durchaus eingestehen, dass sie oft zu emotional reagiert und man kann auch drüber reden. Nur in der Hitze des Streits ist sie noch nicht so Selbstbeherrscht das dann zu realisieren und umzusetzen, bei sich selber die Bremse zu ziehen.

      Ich wäre nicht mit hr zusammen, wenn sie nicht grundlegend Kommunikationsfähig wäre. Da habe ich zu viele schlechte Beispiele erlebt.

      Punkt 3, unreif.

      Ja, man kann es so sagen. Unreif nicht im Sinne von infantil. Aber wenn man sich Lebenslauf, Erziehung, Familie und so ansieht, dann ergibt das schon ein Bild, wo sich bestimmte Fähigkeiten und Charaktereigenschaften noch nicht so weit ausprägen konnten. Sie kann z.B. auch nicht gut mit Geld umgehen, es gibt da so diverse Kleinigkeiten. Man kann das allermeiste auf Mängel in der Erziehung und des Lebensweges zurückführen, da hat sie auch keine Schuld dran. Sie entwickelt sich schon sehr gut seit ich sie kenne (klingt wie ne Pflanze :) ). Auch sexuell, auch in allen sonstigen Bereichen. Dieser permanente Fortschritt hält mich ja auch bei ihr, weil ich immer weiss, es wird permanent besser.

      Geht mir auch so, ich habe auch eine Reihe von Mängeln und Unfähigkeiten mitgebracht, die bei mir nicht entwickelt waren, die jetzt langsam reifen. Also das beruht auf Gegenseitigkeit. Bei mir sind das vor allem soziale Komponenten. Ich bin nicht wirklich elegant und sozialverträglich im formellen Umgang mit Menschen. Das Thema ist zu breit um es jetzt hier auszurollen.

      Jetzt gerade im Hinblick auf Selbstwert kann man da schon bestimmte Dinge sehen. Sie war schon immer gut darin, Probleme auf sich zu beziehen und Fehler bei sich zu suchen, wenn was schief ging. Und so Sachen wie Zurückweisung kann sie immer noch schwer objektivieren. Sie nimmt Dinge durchaus noch persönlich. Da kann man jetzt eventuell eine Verbindung zur offenen Beziehung ziehen, dass es da sicherlich auch um Selbstwert, Erfolgserlebnisse und sowas geht.

      Sie hat selber gesagt, es geht ihr um "jagen". Ihr würde da was fehlen, das jagen, balzen, flirten und sowas. Natürlich geht es dabei um Erfolg und sich selber damit bestätigen. Die zwei Fehlschläge waren auch fatal, das hat sie für ein paar Tage gedrückt. Man konnte zusehen wie das Gehirn die Botschaft "es gibt jemanden, der mich abweist" verarbeiten musste.

      Für mich hingegen geht es in der offenen Beziehung primär um Sex und Vergnügen. Natürlich ist es angenehm, wenn man jemandem gefällt und einen "Fang" macht. Aber das ist nicht mein Motiv, das ist ne angenehme Begleiterscheinung. Ich bin weitgehend zufrieden in meinem Leben, und die Dinge, die mir auf dem Herzen liegen, das sind mehr Hobbies und andere Tätigkeiten. Ein paar Bücher, die ich mal lesen will, dies und das. Ich geh jetzt nicht hin und muss unbedingt so bald wie möglich irgendeine sexuelle Praktik erleben. Ich nehme gerne mit, was sich ergibt. Aber Interesse und Arbeit stecke ich in andere Bereiche.


      Meine Freundin hat einiges Verkraftet mit meinen Mängeln. Jetzt habe ich auch Geduld mit ihr. Das sind ja alles keine massiven Sachen, zumindest bewerte ich die im Moment nicht extrem. Und für mich sind das alles immer Schritte in einer kontinuierlichen Entwicklung. Jetzt gerade im Hinblick auf offene Beziehung betrachtet hat sie sich sexuell stark entwickelt. Da kamen vorher andere Schritte und das war irgendwann ein weiterer Teil sexueller Freizügigkeit. Für mich sieht es auch so aus, dass dies wiederum Fundament für weitere Schritte schafft, d.h. es können noch weitere sexuelle "Öffnungen" folgen, die auch die Bereiche betreffen, die mich interessieren.

      Man könnte ja meinen, wer mit anderen Männern kann, der kann auch mal spontan Nachts im Auto aufm Parkplatz, falls sich das ergibt. Es ist ja je nach Sichtweise schon kurios, wie man mit anderen ins Bett gehen kann, an anderen Bereichen aber so restriktiv sein kann. Für alles gibts ein Argument. Es könnte einen jemand erwischen, wenn mans sonstwo macht. Im Wald oder am Strand, da hat man nur Sand, Äste und Ameisen im Arsch :) Da kann man nie sagen, was ist so ein Scheinargument um sich da irgendwie zu rechtfertigen. Aber eigentlich ergibt es aus der richtigen Sicht schon ein Gesamtbild. Sie hats gerne bequem und privat. Und das bedeutet daheim in nem Bett. Andere Männder daheim im Bett sind auch bequem. Irgendwo draussen ist weder privat noch bequem. Unter dem Gesichtspunkt ist es keine sexuelle oder moralische Argumentation, sondern eine Frage der Bequemlichkeit. Sie kann sich kaum vorstellen, dass da Spass am Sex aufkommt. Mal präzise gesagt steht man dann ggf irgendwo im Wald oder aufm Acker und schleppt dann mehr oder weniger das Sperma in sich rum durch die Gegend bis nach Hause, das sifft einem dann die Beine runter oder in die Klamotten, etc.

      Ich denke das ist dann eine Frage der Sichtweise. Ich habe nie konkret mit jemandem geredet, der sowas macht. Ob die sich da putzen oder obs denen egal ist. Ok, die Fraktion die sich Sperma ins Gesicht schmiert wird da auch keine Sorgen haben.

      -JAW
      Ich stehe da zwischen zwei Stühlen. Das lässt sich alles immer positiv oder negativ beleuchten. Kann ich meine Emotionen gut überwinden oder bin ich gleichgültig und unbeteiligt? Bin ich jetzt schön tolerant oder steh ich unterm Pantoffel und lass alles mit mir machen? Ist es die wahre Liebe oder hab ich das nötig das alles mitzuspielen? Bin ich da, weil ich keine bessere finde oder zu faul bin was anderes zu suchen? Bin ich stark, weil ich das alles ertrage oder bin ich schwach, weil ich nicht aufbegehre? Habe ich keinen festen Standpunkt oder bin ich kompromissbereit?

      Jenachdem, wer einem welche Fragen stellt, bin ich mir nie so sicher, was ich sagen soll und ob das, was ich denke die Wahrheit ist.

      -JAW
      Keine Bessere zu finden wäre keineswegs schlimm :) Bei einer zu bleiben, die nicht gut für mich ist oder wo ich mich unnötig unterordne und unnötig Dinge mitmache, die mir eigentlich nicht gefallen, das wäre nicht so gut. Da gäbe es garantiert eine Bessere für mich.

      Es geht ja nicht darum, dass ein Mensch pauschal ein schlechter Partner wäre, es geht darum, dass zwei bestimmte Menschen zusammen weniger gut zusammenpassen als mit einem anderen Menschen. Diese Topf - Deckel Sache. Deckel und Topf sind ja nicht falsch, nur die falsche Kombination.

      Na, ich hab halt so Momente, wenn mir mal was gegen den Strich läuft und ich vielleicht nen falschen Tag habe, dann frage ich mich, muss das sein, geht das anders, geht das besser? Oder würde man nicht nur einen Trade Off erreichen und einen Nachteil zugunsten eines anderen tauschen. Man findet sicherlich Mädels, die in bestimmten Belangen für mich angenehmer wären als meine Freundin, gleichzeitig wären die aber in anderen Bereichen deutlich unangenehmer. In meinen Augen gibt es das perfekte "Match" nicht, sondern nur denjenigen, mit dem man so gut harmoniert, dass man alle nötigen Kompromisse erreichen kann, auf den richtigen Stellen unempfindlich für die Eigenheiten des Anderen ist und einfach permanent Motivation und Interesse herrscht an sich und aneinander zu arbeiten mit dem Ziel die Harmonie zu verbessern.

      -JAW
      Hallo an Alle, :wave:

      @Jaw, ich habe die Beiträge noch nicht gelesen - kommt aber noch...:agree:

      Was mir die Woche eingefallen ist...

      Kann man den Sex nicht auch mit der verbalen Kommunikation vergleichen?

      Wir Menschen kommunizieren zu 80% noverbal mit unseren Mitmenschen und nur 20% verbal... d.h. dass unsere Körpersprache hier überwiegt.

      Sex ist doch somit auch eine Kommunikationsform und da hab ich mich die Tage gefragt, ob man, wenn man auf der Körpersprache keine Verständigung findet auch auf verbaler Ebene seine Hindernisse hat -umgekehrt dann eben auch?!

      Was meint ihr dazu?

      Grüße

      Werdandi
      Hmm, man kann schon sagen, dass in Sex auch Dinge übermittelt werden. Durch Haltung und Verhalten drückt man ja aus, wie man selber drauf ist, und auch, wie man dem Partner gegenüber eingestellt ist. Jenachdem ob man selber eher passiv oder experimentfreudig ist, ob man sanft oder wild handelt, etc.

      Ich würde nur in begrenztem Mass von einem Dialog sprechen. Klar gibt es einen gewissen Austausch dabei, durch Aktion und Reaktion. Wenn eine Seite Mist macht geht auch der anderen Seite die Laune flöten. Dennoch ist es eher eine Einbahnstrasse, jeder präsentiert sich selber.

      Ganz sicher fliessen diese Wahrnehmungen dann auch in die Beziehung und die Emotion ein. Wer im Bett völlig desinteressiert rumstochert, dem mangelt es wohl auch sonst am richtigen Interesse oder an Feingefühl.

      Oft drücken sich ja Beziehungsprobleme auch im Sex aus, dass es nicht mehr läuft, nur selten, etc. Man kann sich nicht mehr fallen lassen, sonstsowas. Auf der anderen Seite gibts dann noch diesen "Verwöhnungssex" nach Streit. Das sind ja auch Kommunikationen, die da stattfinden.

      So kann man übetragen auch sagen, dass jemand durch sein sexuelles Verhalten und seine Interessen natürlich ein Bild von sich selber zeichnet, sozusagen ein Foto von einer bestimmten Seite, das nicht alles erfasst, aber eben einen Teil. Tendenziell findet man den streng gläubigen Katholiken wohl eher selten im Swinger Club.

      Dennoch besteht Sex auch aus Trieb und Lust und Vergnügen und so, es ist nicht Kommunikation allein, nicht jede Handlung ist direkt ein tief interpretierbarer Ausdruck für irgendwas, und nicht jede ungewöhnliche Variante ist gleich ein Zeichen für Probleme.

      Aber jetzt kommen mir gerade so Domina und SM Sachen in den Sinn, und da ist es ja auch öfter so, dass im Leben dominante Personen (Manager, Chefs) wohl gerne mal total devot sind. Als ein Gegenpol zum Leben, oder das, was das Leben von den Menschen abverlangt, wie sie sein müssen. Das scheint schon ein Indiz zu sein, dass der Mensch sich da eher verstellen muss und dann eine ausgleichende Balance benötigt, um seine Mitte zu halten. Das würde wieder die Theorie nähren, dass bestimmte sexuelle Interessen in der Tat Ausdruck für bestimmte Mängel oder Ungleichmäsigkeiten sind.

      Jetzt bleiben die Fragen:
      - Was ist der sexuelle Normalfall und was sind Abweichungen?
      - Ist jede Abweichung immer ein Zeichen für ein Problem, einen Mangel oder ein Ungleichgewicht?

      Ich würd irgendwo sagen, nicht jeder, der zur Domina geht hat unbedingt ein Problem in Leben, Partnerschaft oder Beruf. Manche sind einfach so gestrickt. Oder ist es immer ein Ausdruck dafür, dass manche Charaktere nicht gut in das Schema passen, das die Gesellschaft erfordert. Viele dieser sexuellen Sonderheiten sind ja immer noch Dunkelzonen, an der Norm vorbei und man geht nicht auf den Marktplatz und sagt, dass man Windeln oder Frauenklamotten trägt. Aber der Gang zur Domina ist da nicht immer ein Ausdruck, dass die Person falsch tickt, sondern nur, dass viele so ticken, aber die Gesellschaft das offiziell und oberflächlich verdrängt und wegkehrt und solche Leute immer ein bisschen am Rand stehen, völlig zu Unrecht.

      Wobei ich jetzt fast schon beim Gegenpol gelandet bin. Es gibt irgendwo nur mehr oder weniger eine gesellschaftlich vollständig anerkannte Variante der Sexualität, wobei es aber so viele Varianten gibt. Der Fehler liegt möglicherweise eher in der Definition und moralischen Bewertung der sexuellen Varianten als an derer Existenz an sich. Mehrere Sexualpartner zu wollen ist nicht der Fehler, sondern dass die Gesellschaft das moralisch verurteilt, nicht versteht, aussondert, das könnte der Fehler sein. Im Endeffekt ist Sex nur so verschieden wie andere Verhaltensweisen auch. Es gibt ja Starke und Schwache, Schüchterne und Mutige, Kluge und weniger Kluge (:)), etc. Nur im Bett, da müssen wir alle genormt sein?

      -JAW