Roman mit offenem Ende

      Roman mit offenem Ende

      Hallo zusammen, :wave:

      nachdem ich (26) jetzt schon einige Jahre immer wieder mal in dieses Forum geschaut habe, möchte ich jetzt auch mal hier posten. (Anm. nachdem der Post fertig ist: Es ist jetzt sehr viel geworden, aber ich hoffe Ihr lest es trotzdem. Stellt Euch einfach vor, es handelt sich um den Nachholbedarf der Zeit, in der ich nur Leser in diesem Forum war. ;) )

      Ich wohne seit bald 2 Jahren in einer größeren Stadt in der Nähe von Frankfurt, habe hier einige nette Freunde, mein Job macht mir Spaß und ich komme auch mit meinen Kollegen gut aus. Kurz: Es geht mir gut.

      Und trotzdem gibt es ein Thema, das mich immer wieder ins Grübeln bringt: Es ist 2 Jahre her, seit ich mich von meiner Freundin getrennt habe, mit der ich fast 3 Jahre zusammen gewesen war. Auch wenn die Trennung mit meinem Umzug zusammen fiel, hatte sie damit nichts zu tun, sondern beruhte auf der Erkenntnis, dass unsere Lebenskonzepte nicht zusammen passten. (Dies nur, um dahin gehende Fragen zu vermeiden. Es tut nicht viel zur Sache.)

      Nachdem der Trennungsschmerz vergessen war, habe ich inzwischen immer wieder Frauen kennengelernt - im Job, beim Einkaufen, durch Freunde... Ich gehe offen auf Menschen zu und daher fällt es mir nicht sonderlich schwer, neue Leute kennenzulernen. So nett diese Frauen aber auch waren, ich habe jedesmal das Interesse verloren. Entweder waren sie mir zu brav (ich bin eher unternehmungslustig) oder sie haben mich zu sehr eingeengt (ich bin kein Mensch, der nach 8 Stunden Job den Stift fallen lässt, sondern setze mich dafür genauso ein wie für alles andere, was ich tue auch) oder sie waren mir einfach zu jung. Letzteres bezieht sich dabei weniger auf das tatsächliche Alter (2-3 Jahre sollten bei einem jetzt 26-jährigen nicht mehr viel ausmachen) als auf den geistigen Horizont. Das mag jetzt überheblich klingen, ist aber gar nicht so gemeint. Ich bin ein sehr selbständiger Mensch, wohne seit dem Abi nicht mehr zu Hause, habe 11 Monate im Ausland gelebt. Ich tue mich schwer damit, wenn jemand noch zu sehr an zu Hause hängt (gegen guten Kontakt zur Familie habe ich natürlich nichts einzuwenden) oder sich zu sehr auf mich fixiert. Ich suche eine Frau, die ihre eigene Meinung hat und vertritt, auch wenn diese von meiner abweicht. Sie muss mit mir streiten können und auch in der Lage sein, eine Diskussion zu führen. :streit:

      In der letzten Zeit ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich jede Frau, die ich kennenlerne, zunächst unter diesen Kriterien betrachte und damit ihre "Eignung" als mögliche Kandidatin prüfe. War es zu Beginn so, dass ich immer gleich glaubte, in eine Frau verliebt zu sein, um dann kurze Zeit später das Interesse zu verlieren, geht es mir jetzt eher umgekehrt. Selbst wenn eine Frau die "Hauptkriterien" erfüllt (ohje, das hört sich aber jetzt sehr technisch an... :never: ), lasse ich es nicht richtig zu, mich in sie zu verlieben. Grund dafür ist wahrscheinlich die Sorge, dass ich ja doch bald wieder das Interesse verlieren könnte und dann nicht so emotional gebunden sein möchte. Vielleicht auch die Sorge, enttäuscht zu werden oder einen Korb zu bekommen, der mir etwas ausmachen könnte.

      Mein Freundeskreis besteht inzwischen fast nur noch aus Pärchen und Single-Frauen, mit denen einfach nicht mehr wurde. Ich fühle mich deshalb immer wieder wie das 5. Rad am Wagen.

      Wie eingangs gesagt, geht es mir eigentlich gut. Ich bin mit meinem Leben weitgehend zufrieden, aber ich würde mich eben freuen, wieder eine Partnerin zu haben.

      Jetzt habe ich so viel geschrieben und immer noch keine Frage gestellt... Aber genau darum geht es. Ich merke, dass mich zurzeit etwas stört, ich aber nicht genau weiß, was es ist. Daher hoffe ich darauf, es in der Diskussion mit Euch herauszufinden.

      Feuer frei: Schreibt mir, was Ihr davon haltet, was Ihr noch wissen möchtet, ob Ihr ähnliches erlebt und wie gelöst habt und und und...

      Euer Discover
      Hallo Discover

      Mal ganz provokant meine Gedanken beim lesen deines Posts: Du hast Angst dich fallen zu lassen, Angst vor Liebe und der damit eventuell wieder verbundenen Enttäuschung.

      Du beschreibst dich eher als einen Typen der im Leben steht, der Dinge anpackt, nur in diesem Bereich scheinst du anders zu agieren, bist verunsichert oder hängst deine Ansprüche so hoch, dass sie wohl nie wirklich erfüllt werden können.

      Wer lange genug den Kopf schüttelt, wird schon wieder ein Haar in der Suppe finden.

      Ich weiß, provokant was ich dir da schreibe, aber denk mal drüber nach, ob du Ansatzweise was damit anfangen kannst.
      Dein Stichwort könnte Bindungsangst sein.

      Kitty
      Guten Morgen Discover, :wave:

      zunächst einmal musste ich beim Lesen Grinsen... denn es ist so beruhigend zu wissen, dass es auch Männer gibt, die erst einmal um das Problem herumeiern bis sie irgendwann auf den Punkt kommen...ansonsten ist das nämlich meine ganz spezielle Vorgehensweise. :D

      Bin gerade erst aufgestanden und denke grad noch im Schritttempo, wenn mein Hirn warm gelaufen ist, werde ich noch etwas dazu schreiben. Zwar geht es auch in die Richtung von Kitty, allerdings will ich noch auf etwas anderes kommen und das muss ich geistig erst formulieren.

      Bitte noch um etwas Geduld. ;)

      @Kitty hast wieder net schlafen können ? :troest:

      Liebe Grüße

      Werdandi :wave:
      So, lieber Discover,

      ich versuchs mal...

      so wie du dich beschreibst, müsstest du doch das sein, was man landläufig als *gute Partie* bezeichnet... wo ist also das Problem...:nachdenk:

      Vielleicht ist das, wie du dich beschreibst, einfach nur dein eigener Filter, der von anderen in der Form nicht wahrgenommen wird!?

      Man zieht in der Regel immer nur das an, was man aussendet.

      So wie du deine Partnerin in Spe beschreibst, setzt du die Messlatte sehr hoch an und irgendwie und irgendwo ist es schon klar, dass es kaum Frauen gibt, die dem entsprechen.

      Mag sein, dass du die Latte deshalb so hoch ansetzt, um sicher zu gehen, dass da keine rüberspringt. Du machst mir den Anschein, dass du zwar suchst, aber nicht wirklich weißt WAS ... Vielleicht solltest du deine Ängste genauer unter die Lupe nehmen und dich fragen, warum du Angst davor hast das Interesse an der Frau zu verlieren. Wenn man überlegt, was verlieben in einem Menschen auslöst so ist es lediglich der Verstand, der diesem entgegensteuert.

      So das mal zum Einstieg...:wave:

      Schönen Sonntag

      Werdandi
      Hallo Discover,

      ich war auch ewiger Mitleser, bis ich endlich mal was gepostet habe!

      Ich habe mir beim Durchlesen deines Beitrags gedacht, dass das total angenehm klingt (für mich), was du da über dich und deine "Ansprüche" an Frauen schreibst. Ich würde da auch nicht gleich was Pathologisches herauslesen. Vielleicht hast du einfach - bist ja auch schon 26 :D - das lockere Leben ein bisschen satt und möchtest auf dein recht gutes Leben jetzt einfach noch das i-Tüpfelchen draufsetzen.

      Der entscheidende Abschnitt in deinem Beitrag ist wohl der:
      Selbst wenn eine Frau die "Hauptkriterien" erfüllt (ohje, das hört sich aber jetzt sehr technisch an... ), lasse ich es nicht richtig zu, mich in sie zu verlieben. Grund dafür ist wahrscheinlich die Sorge, dass ich ja doch bald wieder das Interesse verlieren könnte und dann nicht so emotional gebunden sein möchte. Vielleicht auch die Sorge, enttäuscht zu werden oder einen Korb zu bekommen, der mir etwas ausmachen könnte.


      Vielleicht bist du mit deiner neuen Methode - erst gucken, dann verlieben - noch nicht so richtig warm geworden und traust ihr noch nicht so ganz?

      Vielleicht setzst du dich unter eine Art Zeitdruck und befürchtest, Zeit zu verlieren, wenn sich eine Frau nach einer gewissen Zeit dann doch nicht als so passend herausstellen würde?

      Ich glaube ehrlich gesagt, dass du dagegen gar nichts "machen" kannst. Wenn eine Frau nicht nur die "Hauptkriterien" erfüllt, sondern Potenzial für mehr da ist, wirst du dich wahrscheinlich doch in sie verknallen, egal was für Bedenken du zuvor bei anderen Frauen gehabt hast.

      Twi-n-light schrieb:



      Ich glaube ehrlich gesagt, dass du dagegen gar nichts "machen" kannst. Wenn eine Frau nicht nur die "Hauptkriterien" erfüllt, sondern Potenzial für mehr da ist, wirst du dich wahrscheinlich doch in sie verknallen, egal was für Bedenken du zuvor bei anderen Frauen gehabt hast.


      Stimmt, aber nur, wenn er es schafft, seinen Kopf auszuschalten... es gibt genügend, die so einen Augenblick schlichtweg verpasst haben... :agree:

      Werdandi
      hallo discover,

      ich sehe es ähnlich wie twin und finde absolut nicht, dass du die meslatte zu hoch hängst. was du von einer frau erwartest, ist durchaus realistisch und auch nicht irgendwie exotisch - wobei frauen anfang bis mitte 20 damit hier und da ein problem haben könnten.

      ich denke, dass man die partnersuche schon mehtodisch angehen kann - aber wenn es aber funkt, wirft man alle kriterien über bord, was bei dir sicher auch noch passieren wird.
      Hallo Discover,

      Ich schliesse mich Twin und Blauauge an und sehe auch kein Haar in der Suppe. Du kennst Dich und weisst, was Dich interessiert. Du hast halt bloss noch nicht die richtige Frau gefunden, die einen eigenen Kopf hat und selbständig ist, und Deine Unternehmungslustigkeit und aufgeschlossene Art handeln kann. Aber glaub mir, die gibt es - bloss kenne ich mich im Einzugsbereich von Frankfurt nicht aus.

      Das einzige, wo ich für eine Sekunde dachte "muss das sein", das war Deine Bemerkung, dass Du mit einer Frau auch streiten willst. Pass auf, streiten können ist eine Kunst für sich, die auch abschrecken kann. Es kommt immer darauf an, worum es geht, wie es verpackt wird und wie wichtig es Dir ist. Aber ansich verstehe ich, was Du meinst. Eben kein "ja und amen", sondern eine Frau, die ihre eigenen Vorstellungen hat und sich eine Meinung von der Welt gebildet hat. Deine Meinung ist sicher auch nicht so ausgereift, in nur 11 Monaten Ausland sieht man einiges, aber auch nicht alles. Du bist aber auf eine sehr interessanten Spur und ich wünsche Dir, dass Du eine Frau findest, die Dir liebevoll die Stirn bieten kann.

      Willkommen im Forum und schön, dass hier mal wieder ein Mann schreibt. :agree:
      Sprachlos! Diese Wort beschreibt meine Verwunderung über die vielen Antworten hier wohl am besten. Ich hatte gehofft, bis jetzt eine oder zwei Antworten zu bekommen, aber mit so viel Resonanz hatte ich nicht gerechnet. RESPECT

      @Kittekatt: Keine Sorge, ich kenne den etwas provokanten Stil in diesem Forum ja bereits. Und ehrlich gesagt, habe ich auf zur Teil provokante Antworten gehofft. Mich mit Seidenhandschuhen anzufassen, würde wahrscheinlich nicht zum gewünschten Ergebnis führen.

      Beziehungsangst - hm, ja, vielleicht ist da sogar was dran. Aber worin liegt sie begründet. Angst, verletzt/verlassen zu werden? Angst, die Kontrolle über einen Teil meines Lebens abzugeben? Ich werde wohl mal darüber nachdenken müssen.

      Dass meine Ansprüche zu hoch sein könnten, habe ich auch schon mal überlegt (bislang ohne eindeutiges Resultat). Aber ist es sinnvoll, die Ansprüche zu reduzieren? Ich würde mich dann auf eine Beziehung mit einer Frau einlassen, die mich einengt oder langweilt. Früher oder später würde ich mich wieder trennen. Klar, zumindest für eine gewisse Zeit hätte ich dann die Nähe, die im Singleleben manchmal fehlt. Aber wie ich aus meiner letzten Kurzromanze weiß, fühle ich mich auch nicht wohl, wenn ich mit einer Frau eng zusammen bin, bei der ich schon merke, dass es langfristig nichts wird. Ausnutzen möchte ich sie nun auch nicht.

      Angenommen, meine Ansprüche sind wirklich zu hoch, an was macht Ihr das fest? Welche Aussagen sind es, die Euch sagen, dass meine Ansprüche zu hoch sind? In Bezug auf was sind sie zu hoch?

      @werdandi: Eine *gute Partie* :) - ich fühle mich geschmeichelt. Ich habe gerade noch mal meinen Beitrag gelesen und glaube, da waren wirklich noch ein paar Wahrnehmungsfilter gesetzt. Weniger, weil es mir nicht bewusst war, als dass ich es für nicht so wichtig hielt. Aber da habe ich mich wohl geirrt. Ich glaube, zum Teil bin ich schon auch etwas schwierig... Ich habe mich daran gewöhnt, mein Leben sehr flexibel zu gestalten. Zum Einen liegt es daran, dass ich ja längere Zeit auf keine Partnerin Rücksicht nehmen musste, zum Anderen daran, dass ich so auch besser mein Privatleben mit meinem Job vereinbaren kann. Ich hatte ja schon angesprochen, dass es kein 8-Stunden-Bürotag ist. Ich arbeite eben oft etwas länger und kann das aber meist nicht vorher absehen. Und ich arbeite nicht immer am gleichen Ort, sondern bin viel unterwegs. Allerdings dürfte eine Frau damit klarkommen, die in einem ähnlichen Job arbeitet oder auch einfach kein Problem damit hat, sich auch mal 3 Stunden alleine/mit Freunden zu beschäftigen. Viele Kollegen leben mit Partnern und ich kenne auch Menschen, die trotz Partnerschaft deutlich mehr arbeiten als ich. Aber wenn mir eine Frau schon beim zweiten Date erzählt, ich müsste mir einen anderen Job suchen, dann springt sie damit eben mit Anlauf unter der Messlatte durch...

      werdandi schrieb:

      ... Du machst mir den Anschein, dass du zwar suchst, aber nicht wirklich weißt WAS ...


      Volltreffer, genauso ist es. Ich suche, aber ich weiß nicht, was/wen.

      twi-n-light schrieb:

      Vielleicht bist du mit deiner neuen Methode - erst gucken, dann verlieben - noch nicht so richtig warm geworden und traust ihr noch nicht so ganz?

      Vielleicht setzst du dich unter eine Art Zeitdruck und befürchtest, Zeit zu verlieren, wenn sich eine Frau nach einer gewissen Zeit dann doch nicht als so passend herausstellen würde?


      Mag sein, dass Du Recht hast, was die Methode und die Angst, Zeit zu verlieren (evtl. auch verschwenden) angeht. Aber so etwas wie Torschlusspanik verspüre ich nicht. Trotz meines hohen Alter von 26 :grohl:, glaube ich, noch genügend Zeit zu haben, um eien Frau zu finden. (Oder rede ich mir das nur ein...?) Es stört mich eher, im Freundeskreis als ewiger Single dazustehen.

      @Jule: Du hast verstanden, was ich mit "streiten können" meinte. In der Vergangenheit hatte ich schon mehrmals die Erfahrung, dass eine Frau mir nicht gesagt hat, wenn sie etwas stört. Sie war einfach nur auf einmal komisch und ist mir ausgewichen. Wenn ich dann aber gefragt habe, was los sei, bekam ich nur zur Antwort "es ist nichts". Mal so "rumzuzicken" ist ja ok und manchmal vielleicht auch gerechtfertigt, um uns Männern zu zeigen, dass wir uns gerade etwas zu wenig Mühe geben. Aber als Dauerlösung kommt so ein Problemlösungsverhalten für mich nicht in Betracht. Mit "streiten können" meine ich, dass man in der Lage ist, zu äußern, was einen stört, sich auch die Gegenseite anzuhören und vor allem, dabei möglichst fair zu bleiben.

      Im Gegensatz dazu gibt es die auch von Dir angesprochenen "ja und amen"-Frauen. Sowas langweilt mich total. Ich komme mir dann immer wie der große Bruder oder Vaterersatz vor - und das schreckt mich SEHR ab. Ich suche eine Frau, die mir auch mal zeigt, wo meine Grenzen sind oder zu sein haben. (Sie muss es nur begründen können. :grohl: )

      Ich freue mich schon auf Eure nächsten Antworten.

      Viele Grüße
      Discover
      Kurzum, Du brauchst eine Macher-Frau, die so wie Du ein Projekt hat und niemals auf die Idee käme, Dir ein anderes Lebensprojekt (= Arbeit) nahe zu legen. Vielleicht suchst Du die Frau in der falschen Ecke... Die von Dir beschriebenen scheinen ja besonders kommunikationsarm zu sein, und obendrein halt auf der Suche nach einem "normalen" Alltag. Wenn es keine Führungskraft ist, die auch nach 17:00 noch arbeitet, dann vielleicht jemand im engagierten Bereich? Jemand, der für seine Projekte lebt, z.B. im Kulturbereich, oder im Umweltschutz o.ä. - vielleicht jemand, der nach seinem normalen Job sich ehrenamtlich engagiert und dem das sehr wichtig ist. Oder eine Hotelbesitzerin oder eine, die sich sonstig irgendwie selbständig gemacht hat... Hmm, vielleicht gibt es in Deiner Gegend zu viele Banken mit dementsprechend vielen "normalen" Angestellten. Aber Macherinnen habe ich schon an jeder Ecke der Welt getroffen - gib' also nicht auf, irgendwo wird sie sich schon aufspüren lassen. :wave:
      Hallo Jule, eine Macherin wäre schon fein. :klatsch: Es ist mir halt viel wichtiger, eine Frau zu haben, auf die ich stolz bin, die eine eigene Meinung hat, die für das einsteht, was sie für richtig hält, auch wenn ich sie etwas weniger sehe, als ein braves, liebes Mädchen, das jeden Tag 5 Stunden mit mir kuschelnd auf der Couch sitzen will, um nach 30 Jahren festzustellen, dass man von der Welt noch nichts gesehen hat. (Natürlich habe ich gegen Kuscheln nichts einzuwenden.) Ihr merkt es, ich neige dazu, Dinge extrem darzustellen... :D

      Aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich daran liegt, dass ich "in der falschen Ecke" suche. Von den letzten Bekanntschaften war eigentlich nur eine die typische Bankangestellte. Aber entweder, sind die Frauen tabu, weil sie in meiner Firma arbeiten oder vergeben sind, oder aber ich merke, dass sie eben zu brav sind oder einfach (noch) nicht weltoffen genug sind, weil sie z.B. noch zu Hause leben (was nicht immer, aber oft dazu führt, dass sie sich noch sehr kindlich verhalten). Lange Zeit habe ich die Auffassung vertreten, dass es auch egal ist, ob jemand studiert hat oder nicht. Grundsätzlich sehe ich das nach wie vor so, aber ich musste schon oft feststellen, dass ich mich mit Frauen, die nicht auch studiert haben, nicht lange unterhalten kann. Ich mag keine Gespräche, die nicht über die Erlebnisse des letzten Wochenendes in der Disco hinausgehen. Ich weiß, dass das jetzt sehr überheblich klingt. So ist es gar nicht gemeint. :nene: Selbstverständlich kann eine Frau, die eine Ausbildung gemacht hat oder auch sehr früh Mutter war und nun Hausfrau ist, weltoffen und politisch interessiert sein. Leider findet man diese nur eher selten.

      Ach, ich weiß auch nicht so recht. Vielleicht sollte ich jetzt einfach mal aufhören mit dieser Nachricht und mal etwas nachdenken...
      Deine Ansprüche finde ich überhaupt nicht überzogen, sondern bei dem, was du über dich selber schreibst, total vernünftig.

      Discover schrieb:

      Es stört mich eher, im Freundeskreis als ewiger Single dazustehen.

      Ähem, vielleicht solltest du dann zunächst mal an deinem Freundeskreis arbeiten? Ich war auch immer wieder lange Single und hab mich in meinem Freundeskreis nie "verloren" gefühlt.

      nur ganz kurz ...

      Lieber Discover,

      morgen wieder mehr...;)

      Du gibst vor ein *starker* Mann zu sein, der beruflich sehr eingespannt ist. Soweit ist das ja nichts verwerfliches... :aetsch2:

      ABER !!! Glaubst du wirklich, dass du mit einer Frau klarkommen würdest, die dir in jeglicher Hinsicht die Stirn bieten kann - die mindestens ebenso erfolgreich und engagiert ist wie du ?

      Könntest du dir vorstellen, dass es da nicht zu Kompetenzgerangel kommen könnte und du mit ihr zu einem Konsenz kommst ?

      Ich frage es nämlich deshalb, weil ich sehr lange in so einer Beziehung war und aus Erfahrung weiß, wie schnell man sich gegenseitig ins Gehege kommen kann, besonders dann, wenn beide sehr zielstrebig sind.

      Ging mir jetzt grad nur durch den Kopf und wollte es dir als Denkanstoss geben. :tongue:

      Gute Nacht :wave:

      Werdandi

      werdandi schrieb:

      ABER !!! Glaubst du wirklich, dass du mit einer Frau klarkommen würdest, die dir in jeglicher Hinsicht die Stirn bieten kann - die mindestens ebenso erfolgreich und engagiert ist wie du ?

      Könntest du dir vorstellen, dass es da nicht zu Kompetenzgerangel kommen könnte und du mit ihr zu einem Konsenz kommst ?

      Soweit ich Discover verstehe geht es ihm nicht darum, dass die Frau Karriere machen oder besonders erfolgreich sein soll. Ich finde seine Ansprüche gar nicht überzogen und sehe da bisher auch keinen Anlass für "Kompetenzgerangel". Ich finde es nicht zu viel verlangt, dass frau mit Anfang 20 die Abnabelung begonnen hat und neugierig die Welt untersucht und besichtigt, und dabei Ideen und Pläne hat - oder auch nur Träume, Ideen und Ahnungen, gemischt mit Unternehmungslustigkeit

      discover schrieb:

      oder einfach (noch) nicht weltoffen genug sind, weil sie z.B. noch zu Hause leben

      Es gibt auch Menschen, die sind von hause aus recht weltoffen und kennen es nicht anders. Für die ist die Abnabelung eine Fortsetzung ihrer Weltoffenheit, aber vielleicht anders als vorher. :schmunzl:


      Twin schrieb:

      Ähem, vielleicht solltest du dann zunächst mal an deinem Freundeskreis arbeiten?

      In Anbetracht der beiden folgenden zitierten Sätze von Discover:

      discover schrieb:

      ich mag keine Gespräche, die nicht über die Erlebnisse des letzten Wochenendes in der Disco hinausgehen.


      discover schrieb:

      Selbstverständlich kann eine Frau, die eine Ausbildung gemacht hat oder auch sehr früh Mutter war und nun Hausfrau ist, weltoffen und politisch interessiert sein. Leider findet man diese nur eher selten.

      ... finde ich Twins Gedankengang interessant. Kann es nicht auch sein, dass Dich Dein Auslandsaufenthalt verändert hat und Du und Deine Freunde Euch in unterschiedliche Richtungen entwickelt? Du bist vielleicht gerade in einer Übergangsphase und musst Dir insgesamt einen neuen, Dir entsprechenden Freundeskreis erbasteln. Das ist nicht einfach, aber durchaus möglich.

      Lieber Gruss,

      Jule
      Hallo zusammen,

      in dieses Forum zu posten, war die beste Idee seit langem. Herzlichen Dank, es macht richtig Spaß, mit Euch darüber zu diskutieren. :respekt:

      Was meinen Freundeskreis angeht, habe ich mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Es ist nicht so, dass ich mich bei diesen ständig unwohl fühle. Viele von ihnen arbeiten in ähnlichen Berufen und haben einen ähnlichen Werdegang wie ich (inkl. Ausland). Es ist also nicht so, dass wir uns in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Sie grenzen mich auch nicht ständig aus, weil sie etwas zu zweit machen möchten (das kommt zwar selten mal vor, aber das finde ich völlig legitim und in ihrem Interesse auch sinnvoll). Deswegen weiß ich nicht, ob es wirklich etwas bringen würde, meinen Freundeskreis zu verändern. Ich kann ja schlecht nach einem Freundeskreis suchen, der nur aus Singles besteht. Oder kann ich das? :scratch: Ich lerne ja auch immer wieder neue Leute kennen, so dass sich mein Bekanntenkreis automatisch ständig erweitert. Schwieriger finde ich es im Kollegenkreis. Es gibt Kollegen (und Kolleginnen :D), mit denen ich mich so gut verstehe, dass sie tatsächlich zu richtigen Freunden werden könnten. Zu sehr möchte ich allerdings berufliches und privates nicht vermischen. (Das könnte das nächste Thema werden, das ich hier mal ansprechen werde... ;))

      Ja, Jule, ich habe mich tatsächlich sehr durch den Auslandsaufenthalt verändert. Auf meinen aktuellen Freundeskreis hat das aber kaum Auswirkungen, da einige Freunde auch im Ausland waren und andere erst später zum Freundeskreis hinzukamen.

      werdandi schrieb:

      Glaubst du wirklich, dass du mit einer Frau klarkommen würdest, die dir in jeglicher Hinsicht die Stirn bieten kann - die mindestens ebenso erfolgreich und engagiert ist wie du ?
      Könntest du dir vorstellen, dass es da nicht zu Kompetenzgerangel kommen könnte und du mit ihr zu einem Konsenz kommst ?
      Tatsächlich habe ich mir schon einmal Gedanken über dieses Thema gemacht. Ohne bisher Erfahrung in dem Bereich zu haben, denke ich, dass es funktioniert, sofern beide Partner offen miteinander über ihre individuellen und gemeinsamen Ziele reden. Ich denke, dass eine zeitlich eingespannte Frau eher Verständnis dafür hat, dass auch ich beruflich gelegentlich unterwegs bin oder abends mal länger bleiben muss. Dass das natürlich auch dazu führen kann, dass man sich noch weniger sieht, weil ihre und meine Termine nicht immer deckungsgleich sein werden, ist leider wahr. Aber irgendeinen Kompromiss muss man nun mal eingehen.

      Aber Jule hat das ganz richtig gesagt, es muss gar nicht unbedingt eine Frau sein, die Karriere macht. Ich finde zwar schon, dass eine Frau heute auch erst mal arbeiten sollte, bevor sie sich evtl. dazu entschließt, mit den Kindern zu Hause zu bleiben. (Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn meine Frau, nachdem Kinder auf der Welt sind, wieder arbeitet. Aber für den Fall, dass sie lieber zu Hause bleiben möchte, würde ich da schon mit mir reden lassen.) Aber ich suche nicht krampfhaft nach einer Karrierefrau. Dass es dennoch eine sein wird, für die ich mich mal entscheide, ist allerdings nicht ganz unwahrscheinlich, da wir vermutlich ähnliche Interessen hätten.

      Jule schrieb:

      Es gibt auch Menschen, die sind von hause aus recht weltoffen und kennen es nicht anders. Für die ist die Abnabelung eine Fortsetzung ihrer Weltoffenheit, aber vielleicht anders als vorher.
      Es ist wie so oft: Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Ich werde bis zum Ende der Woche unterwegs sein und voraussichtlich keinen Internetzugang haben. Ich freue mich aber schon jetzt auf Eure Antworten. Bis bald, Euer Discover
      Mensch Erni, gute Idee, wir verkuppeln die Beiden :D

      Hey, wie wärs, mit Jo mach ich schon nen Trennungsservice auf und wir beide könnten doch so ne Art von Internetpartneranbahung aufmachen. (irgendwie ergänzt sich das Ganze gut und die Arbeit würde uns so auch nieeee ausgehen, jawoll)

      Nicht so die üblichen, unpersönlichen Singlebörsen, sondern wir suchen ganz gezielt die Versuchskan.....ähm....ich meine die Kandidaten aus und die müssen es dann miteinander versuchen, wenn wir das für richtig halten :brueller: (Widerrede also zwecklos lieber Discover, du bist ab jetzt schon so gut wie unter der Haube :schmunzl: )

      Erni schrieb:

      kittekatt....superidee.....und dann noch son kostenloser service. :agree:
      nur........zu den verlobungen und hochzeiten müssen wir eingeladen werden. :agree: :rofl:


      Oja, das wird ein Fest....ähm....das werden Feste und wir werden feste feiern und das Schöne daran ist, es gibt IMMER was zum abfeiern, egal ob es funzt oder nicht :boots: