Bitte nicht helfen...

      Utemi schrieb:

      Hallo Werdandi,

      Hallo Ute,

      also ich finde:
      Wenn ein Mensch Hilfe erbittet, dann finde ich das absolut ok. Zum Beispiel komme ich mit meinen grad mal 162cm Körperlänge nicht überall ran. Und wenn jemand auf der Straße zusammen bricht, braucht der auch Hilfe - ganz eindeutig.

      Das stimmt das ist selbstredend !!!

      Etwas völlig anderes ist es, wenn mensch mit seinen eigenen Konzepten und Wertvorstellungen nicht akzeptiert, dass andere andere Konzepte und Wertvorstellungen haben und das Recht haben, die auch zu leben.

      Genau darum geht es mir ! Aber es geht mir auch darum mehr oder weniger laut darüber nachzudenken, wie ich dazu wirklich stehe und aus welcher Motivation heraus ich selber A-bzw. REagiere...

      Wenn mensch also einem anderen Hilfe aus der Motivation aufgedrängelt, weil mensch nicht akzeptiert, dass der andere mit seinem Sein so leben will (auch wenn der nicht mit nem Dauergrinsen glücklich aussehen muss), dann ist Hilfe Bevormundung.

      Leider musste ich feststellen, dass Hilfe immer öfters in Bevormundung endet... ich will nicht bevormundet werden, aber ich möchte auch niemanden bevormunden...

      Naja, dem Geholfenen steht natürlich frei, sich dagegen zu verwahren. Und wenn der das nicht kann, ist es eine gute Übung, für sich einzustehen.

      Jo... das kann zur Lebensaufgabe werde...*ggg*

      In diesem Sinn sehe ich es nicht wie Rumpel als Machtmissbrauch an, wenn jemand einem anderen wegen anderer Wertvorstellungen was aufdrückt, denn der kann für sich einstehen - es sei denn der Geholfene ist Kind, aber das ist ja nun wieder eine ganz andere Problematik ...

      Vielleicht sollte man Macht und deren Missbrauch eindeutiger definieren ? ;)
      Liebe Grüße, Ute

      PS: schön, dass Du hier gleich so intensiv einsteigst :bussi:


      Na wenn schon, denn schon...*lach* Hab doch auch enormen Nachholbedarf und viele Themen die ich für wichtig empfinde darüber zu philosophieren... :)

      Knuschti Werdandi
      Liebe Werdandi,

      ich finde, dass die Gedanken aus dem Sucht-Thread sich mit denen hier gut kombinieren lassen - ich habe am Anfang meines Beitrags ein paar Gründe aufgezählt, warum Menschen bestimmte Dinge tun - die eben deutlich bevormundend für andere sind.

      Weißt Du, ich finde auch, dass die allgemein übliche Ausrichtung, wie in unserer westlichen Gesellschaft viele Dinge gesehen werden, dazu führt, andere dazu zu bewegen, dem Normverhalten nahe zu kommen.
      Und dass dabei jedoch viel einzigartige Vielfalt jeglicher Wesen auf der Strecke bleiben kann, wenn mensch das nicht selbst bemerkt, sondern sich den Normen anpassen zu müssen meint, ist halt so ein Entwicklungsstadium, finde ich.

      ... und schon allein die Tatsache, dass wir über sowas reden, ist eine Veränderung die das Selbstverständnis hinterfragt und bewusst macht - und Veränderung bewirkt. :)

      Liebe Grüße, Ute
      Hallo werdandi,

      werdandi schrieb:

      Noch sprachloser wurde ich, als einer Forumsteilnehmerin, die sich offensichtlich am Scheideweg befand, erklärt wurde, sie solle gefälligst erst einmal die Hilfen annehmen und Ratschläge umsetzen die man ihr schon aufgezeigt hat, bevor sie um andere Alternativen bittet !


      Ohne zu wissen, worum es geht, ist es schwierig, das zu beurteilen. Ich habe es in einem Forum schon erlebt, wo Menschen einem die "Ohren volljammern", dann gibt man ihnen Ratschläge. Dann meldet sich das Forumsmitglied nicht mehr, um nach Wochen wieder mit demselben Problem anzukommen, ohne einen einzigen der Ratschläge umgesetzt zu haben. Oder aber wirklich vernünftige und einleuchtende Ratschläge werden in den Wind geschossen, stattdessen wird nach bequemeren Alternativen gefragt, die es aber nicht gibt.

      Aber ich vermute, dass das von dir erwähnte Forumsmitglied nicht zu dieser Sorte von Menschen gehörte, denn sonst hättest du dich wohl nicht geärgert.

      Ich bin bekannt dafür, dass ich, bevor ich mein letztes Hemd verschenke, vorher noch bügele...


      Ich entdecke mich in dieser Aussage wieder und ich bin gerade dabei zu lernen, dass Bügeln unwichtig ist. Ich bin bekannt dafür, den Menschen zu helfen, die es eigentlich nicht verdient haben. Vielleicht ist es der Wunsch nach Anerkennung. Keine Ahnung. Ich bin im Reallife meist :D sehr gutmütig und ich lerne gerade, dass diese Eigenschaft nicht immer so ganz gut ist.

      Jella schrieb:

      Hallo werdandi,

      [I]Hallo Jella,[/I]

      Ohne zu wissen, worum es geht, ist es schwierig, das zu beurteilen. Ich habe es in einem Forum schon erlebt, wo Menschen einem die "Ohren volljammern", dann gibt man ihnen Ratschläge. Dann meldet sich das Forumsmitglied nicht mehr, um nach Wochen wieder mit demselben Problem anzukommen, ohne einen einzigen der Ratschläge umgesetzt zu haben. Oder aber wirklich vernünftige und einleuchtende Ratschläge werden in den Wind geschossen, stattdessen wird nach bequemeren Alternativen gefragt, die es aber nicht gibt.

      Gut, ich muss gestehen, dass es schon eine *kleine Henne* war... aber ich fand sie dennoch sehr liebenswürdig und ich hätte ihr sogar die Alternativen in Gedichtform aufgeschrieben...Vielleicht fiel es mir deshalb so auf, dass hier ein unterschied gemacht wurde wer denn nun jammert...
      Aber ich vermute, dass das von dir erwähnte Forumsmitglied nicht zu dieser Sorte von Menschen gehörte, denn sonst hättest du dich wohl nicht geärgert. Sie hätte vielleicht einfach noch einen winzigen Schubser gebraucht dann hätte sie es vielleicht begriffen... Ich entdecke mich in dieser Aussage wieder und ich bin gerade dabei zu lernen, dass Bügeln unwichtig ist. Ich bin bekannt dafür, den Menschen zu helfen, die es eigentlich nicht verdient haben. Vielleicht ist es der Wunsch nach Anerkennung. Keine Ahnung. Ich bin im Reallife meist :D sehr gutmütig und ich lerne gerade, dass diese Eigenschaft nicht immer so ganz gut ist.


      vielleicht ist das Bügeln wirklich nicht so wichtig... aber ob es jemand *verdient* geholfen zu bekommen... wie bestimmt man das ?

      Ja der Wunsch nach Anerkennung spielt hierbei eine elementare Rolle !!!

      Können das morgen gerne weiter vertiefen... ich geh jetzt erst einmal ins Bett :wolke7:

      Schlaf schön :wave:

      Werdandi

      Twi-n-light schrieb:

      Hm, so ganz klar ist mir dein konkretes Problem noch immer nicht.

      Ich helfe jemandem, wenn mir dieser Mensch wichtig ist.

      Außerdem helfe ich, wenn mich ein Problem interessiert.

      Das sind so die Gründe, die mir jetzt spontan einfallen.


      Hallo Twi-n-light,

      ich kann nicht sagen, ob es ein konkretes Problem ist... :scratch:

      Ich vermute eher, dass es eine Aneinanderreihung vieler Kleinigkeiten ist...

      Es ist etwas was mich beschäftigt... sehr sogar, bekomme es dahingehend aber (noch) nicht auf die Reihe es zu artikulieren. Bitte habe noch etwas Geduld mit mir, wenn ich hierbei noch bisschen um den heißen Brei schreibe. Vielleicht gelingt es mir es in verständliche Worte zu fassen... ;)


      Liebe Grüße

      Werdandi

      JohannesK schrieb:

      Hi Werdandi,

      wenn Du magst, kannst Du mir das eigentliche Problem gerne per Mail schreiben...



      Liebe Grüße von Dscho :wave:


      Hallo mein lieber Dscho, :wave:

      ich bin von heute bis zum Sonntag bei den Kindern, dann vom nächsten Mittwoch bis zum Jahresende... Hab dort leider keinen PC muss es also bis ins neue Jahr verschieben. Solange werde ich das mal für mich sortieren... mal sehen, ob ich dann auf das eigentliche Problem komme... Wie gesagt, bis jetzt ist da was, worüber ich mich ärgere, aber ich kann es nur an Geschehnissen festmachen, ohne zu erkennen, worüber ich mich so ärger. Bis jetzt ärgert es mich, dass ich mich drüber ärgere...:gruebel:

      :bussi: Werdandi

      Erni schrieb:

      das ist mal ne klare aussage...............
      aber ich könnte mich ärgern, daß ich die klare aussage nicht so ganz verstehe. :never: :(


      Hallo lieber Erni,

      das soll heißen, dass ich mich darüber ärgere, dass ich mich ärgere über etwas, worüber es sich wahrscheinlich überhaupt nicht lohnt zu ärgern... Aber da es mich so sehr beschäftigt muss ich der wahren Ursache nachgehen... was wird noch eine längere Geburt werden... :eek2:

      Konnte ich dich bisserl aufklären ? :schmunzl:

      So bin dann auch weg !

      Tschüss bis Sonntag :wave:

      Werdandi

      werdandi schrieb:



      das soll heißen, dass ich mich darüber ärgere, dass ich mich ärgere über etwas, worüber es sich wahrscheinlich überhaupt nicht lohnt zu ärgern... Aber da es mich so sehr beschäftigt muss ich der wahren Ursache nachgehen... was wird noch eine längere Geburt werden... :eek2:


      Halloo werdandi,
      alles klar !!!

      nun macht sich die totale verwirrung breit !! :(
      Erni

      Es ist nur ein kleiner Anfang...

      Erni schrieb:

      Halloo werdandi,
      alles klar !!!

      nun macht sich die totale verwirrung breit !! :(


      Hallo Erni,

      Widersprüche finden nur in unseren Köpfen statt...

      Man ist geneigt in Entweder - Oder zu denken. Dabei sollten wir im sowohl als auch sein.

      Das Thema helfen ist für mich ein elementaren Punkt in meinem Leben...

      Um das Wollknäuel zu entwirren muss ich ganz tief in meine Kindheit zurück... Ich bin für mein jetziges Verständnis, von meinem Vater sehr lieblos erzogen worden... Eine Mutter gab es damals nicht, denn Vater wusste seine Macht zu nutzen und spielte uns gegeneinander aus...

      Ich hatte nie wirklichen Kontakt zu meiner leiblichen Mutter und somit kenne ich sie kaum...

      Helfen, ja das habe ich mir auf meine Fahnen geschrieben... ich tu es gerne und bin sofort bei *Fuss*, wenn Not am Mann ist. Ja es gibt mir ein gutes Gefühl... Allerdings merke ich, dass ich selber Hilfe nicht wirklich annehmen kann. Ich will sie ein stückweit auch nicht annehmen...

      Mein Therapeut erklärte mir neulich, dass das mit meiner Kindheit - sprich mit meinem Vater zu tun hat, da er mich in vielen Belangen alleine gelassen hat und ich heute zum Trotz Hilfe nicht annehmen möchte, selbst wenn mir das Wasser bis zum Halse steht. Im Gegenzug helfe ich jedoch immer und überall um eine Belohnung zu bekommen... nämlich dass man mich *liebhat* ...

      Jetzt als Mutter stelle ich immer mal fest, dass ich meine Kinder zwar über alles Liebe, aber doch latent manipulativ vorgehe um mir der Liebe meiner Kinder *gewiss* zu sein... Das ist eine Form von passiver Aggression die ich für mich nicht akzeptieren möchte, es aber dennoch nicht bzw. noch nicht abstellen kann.

      Passive Aggression wird in dem Buch *Frauenfalle* Autorin fällt mir grad nicht ein... sehr trefflich beschrieben.

      Ja ich bin ein sehr aggressiver Mensch ! Früher war ich aktiv Aggressiv... heute bin ich es passiv. Früher ging ich keinem Streit aus dem Weg heute gestaltet es sich perfider... Ich stelle mich nicht mehr in der Form, dass ich mich mit den anderen Menschen wirklich auseinandersetze... sondern ich richte meine Aggressionen gegen mich selber...

      Wo mir das wieder richtig bewusst wurde war folgender Punkt...

      Ich war dieses Jahr sehr krank... hatte alle möglichen Krankheit. Ich rief meinem Vater an und dessen Frau war am Telefon. Ich erklärte ihr, dass ich ins Krankenhaus müsse, wegen eines veränaderten Tumors... Sie meinte, dass das bestimmt nicht schlimm sei... Bei ihrer Nachbarin wäre es auch nicht schlimm gewesen... !

      Ich fühlte mich in meine Kindheit versetzt, wo man sich, als ich krank war auch nicht kümmerte. Als ich damals krank war, musste ich eben das Bett hüten und die Eltern gingen den ganzen Tag arbeiten. Damals wünschte ich mir immer eine *schlimme* Krankheit, damit sich jemand um mich kümmerte. Das wurde mir klar, als ich merkte, wann meine Kinder krank wurden. Nämlich genau dann, wenn ich keine Zeit für sie hatte. Denn wenn sie krank waren, waren sie meiner Aufmerksamkeit sicher und sie wurden dementsprechend verwöhnt. Notfalls verschob ich einen Termin um sie nicht alleine zu lassen.

      All das gehört in das Thema *helfen* ... Ja bei dieser Bemerkung fühlte ich mich ziemlich beschissen, denn ich hatte jetzt endlich meine *schlimme* Krankheit ... aber es war niemand da - mein Vater ! der sich um mich kümmerte...

      Klar habe ich ganz, ganz liebe Menschen um mich herum, die für mich da waren, die mir Zuspruch schenkten... Aber ich kann es für mich nicht so annehmen wie ich es gerne wollte. Ich weiß, dass diese Menschen es sehr ehrlich mit mir meinen und sich wirklich Sorgen um mich machen... Aber das eine oder andere Mal stehe ich hilflos da und weiß nicht, wie man mit soviel Aufmerksamkeit umgeht.

      Dazu kommt, dass ich mit einem Mann zusammen bin, der sehr viel mit meinem Vater gemein hat... Mit ihm arbeite ich seit nunmehr 8 Jahren meine Kindheit auf. Aus verschiedenen Gründen kann er sich nicht um mich kümmern, wie er es vielleicht gerne täte. Und gerade das tut mir oft sehr weh. Er ist nicht greifbar, wenn ich ihn brauche - so wie eben mein Vater... andererseits, wenn er dann da ist und für mich da sein will, beiss ich ihn weg von mir.

      Er ist mir seit einigen Monaten sehr nahe... für meine Begriffe wieder ZU nahe und merke, dass ich jetzt wieder in den Rosinen einen Grund suche um wieder um mich schlagen zu können und damit er wieder auf Distanz zu mir gibt.

      Neulich musste ich ihn um 240 € fragen, da ich finanziell ziemlich auf dem letzten Loch pfiff... Ich schrieb ihm eine Mail, bei der ich mir fast die Finger abgebissen habe, aber ich hatte keine andere Wahl. Er rief mich an, ließ sich die Kontonummer durchgeben und überwies mir das Geld. Am nächsten Tag hatte ich es auf dem Konto... Nein keine 240 € sondern 300 € ! Als Verwendungszweck... *Spende* !

      Ich fand es wirklich ganz arg lieb von ihm und ich konnte meine überfällige Rechnung bezahlen... Aber ich bin mit dieser Hilfe nicht wirklich glücklich...

      Gut, er ist sehr vermögend und ihm tut der Betrag in keinsterweise weh... Aber irgendwie bin ich der Meinung, dass jetzt etwas zwischen uns steht, was vorher nicht war...

      Klar die Konstellation... vornehmer reicher Herr und arme Kirchenmaus ist schon ziemlich gewagt... Aber es machte mir nichts aus. Ich lebe vor mich hin, wenn ich kein Geld habe, dann hab ich eben keins, dann improvisiere ich oder pumpe meinen Mann an, solange ich nicht wieder arbeiten kann. Das Eigenartige ist nämlich, dass es mir bei meinem Mann nicht so viel ausmacht... Wir leben jetzt zwar seit 2 Jahren getrennt, aber wir unterstützen uns wo es geht und sein muss.

      Deshalb frage ich mich, warum ich solche Unterschiede mache.

      Dass ich mich so darüber aufrege, wie in dem anderen Forum mit der Hilfe umgegangen wird, muss ich erst noch für mich klären... Denn eigentlich kann es mir völlig egal sein...

      So, das jetzt mal in Kürze... vielleicht hilft mir jemand beim Leuchten... !?

      Liebe Grüße

      Werdandi

      werdandi schrieb:

      Widersprüche finden nur in unseren Köpfen statt...

      Man ist geneigt in Entweder - Oder zu denken. Dabei sollten wir im sowohl als auch sein.


      Widersprüche finden auch im Verhalten statt und demzufolge nicht nur in den Köpfen. Und ich denke, es gibt Situationen, wo man sich für "Ja oder Nein", also für "Entweder - oder" entscheiden muss. Aber das ist immer Sach- und Situationsbedingt. "Sowohl als auch" kann natürlich ebenso gelten und manchmal auch besser sein. Aber eben - je nach Angelegenheit.

      Ich werde dein Posting nicht "verpsychologisieren" - dafür fehlt mir erstens die Ausbildung und zweitens hast du dazu auch deinen Therapeuten. :D Aber auf den einen oder anderen Satz eingehen möchte ich trotzdem.

      werdandi schrieb:

      Helfen, ja das habe ich mir auf meine Fahnen geschrieben... ich tu es gerne und bin sofort bei *Fuss*, wenn Not am Mann ist. Ja es gibt mir ein gutes Gefühl... Allerdings merke ich, dass ich selber Hilfe nicht wirklich annehmen kann. Ich will sie ein stückweit auch nicht annehmen...


      Das kommt mir sehr bekannt vor. Helfen konnte ich früher jeder und jedem - nur mir selbst nicht. Für andere war ich immer da - nur für mich selbst nicht. Heute wage ich zu behaupten, nur wenn man sich selber helfen kann, ist man auch fähig, anderen zu helfen. Und sich selber helfen heisst manchmal eben auch, Hilfe von anderen annehmen. Ich erlaube mir, mich nochmals zum Thema "Hilfe" zu zitieren.

      Das von dir beschriebene Beispiel hat nach meiner Erfahrung nichts mit Hilfe zu tun sondern geht in Richtung Machtmissbrauch und dient nur dem Eigennutz.

      Wahre Hilfe ist selbstlos und gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Jemandem selbstlos helfen hat mit moralischer und ethischer Grundeinstellung zu tun.

      "Hilfe im Sinne der Hilfsbereitschaft ist ein Teil der Kooperation in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie dient dazu, einen erkannten Mangel oder eine änderungswürdige Situation zu verbessern. Der Hilfe geht entweder eine Bitte des Hilfebedürftigen oder eine von ihm unabhängige Entscheidung durch Hilfsbereite voraus."

      Und das kann natürlich vieles beinhalten. Materielle Hilfe wo sie gebraucht wird oder geistig/seelische Unterstützung. Hilfe wie ich sie verstehe soll auch immer Hilfe zur Selbsthilfe sein. Wenn möglich sollte durch die Hilfe die Situation des Gegenübers so verändert werden, dass er befähigt wird, den "hilflosen" Zustand zu überwinden, wieder auf die Füsse zu kommen und den weiteren Weg selbständig und unabhängig gehen zu können.


      werdandi schrieb:

      Mein Therapeut erklärte mir neulich, dass das mit meiner Kindheit - sprich mit meinem Vater zu tun hat, da er mich in vielen Belangen alleine gelassen hat und ich heute zum Trotz Hilfe nicht annehmen möchte, selbst wenn mir das Wasser bis zum Halse steht. Im Gegenzug helfe ich jedoch immer und überall um eine Belohnung zu bekommen... nämlich dass man mich *liebhat* ...


      Wenn ich wie gesagt davon ausgehe, dass wahre Hilfe "aus sich heraus gibt" ohne etwas zu erwarten, ist das, was du hier tust keine Hilfe, weil du dafür eine Gegenleistung erwartest. Es ist eine Handlung, die du dafür einsetzt, etwas zu kriegen um dich nachher besser zu fühlen.
      Das ist natürlich legitim und ich meine das auch keinesfalls moralisierend, gell? Ja nicht missverstehen. Mir geht es nur um die Klärung was ist "Hilfe" und was nicht..

      werdandi schrieb:

      Jetzt als Mutter stelle ich immer mal fest, dass ich meine Kinder zwar über alles Liebe, aber doch latent manipulativ vorgehe um mir der Liebe meiner Kinder *gewiss* zu sein... Das ist eine Form von passiver Aggression die ich für mich nicht akzeptieren möchte, es aber dennoch nicht bzw. noch nicht abstellen kann.


      Ich denk, das machen fast alle Mütter die ihre Kinder lieben. Falls du es noch nicht abstellen kannst, dann akzeptiere das einfach. Du hast das Bewusstsein für Zusammenhänge und kannst somit alles ändern, wenn du möchtest. Viele Dinge brauchen einfach die ihnen zustehende Zeit.

      werdandi schrieb:

      All das gehört in das Thema *helfen* ... Ja bei dieser Bemerkung fühlte ich mich ziemlich beschissen, denn ich hatte jetzt endlich meine *schlimme* Krankheit ... aber es war niemand da - mein Vater ! der sich um mich kümmerte...


      Es gibt den Spruch "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott". Echt - ich möchte nicht mehr auf Hilfe von "aussen" fixiert sein und enttäuscht, wenn nichts kommt. Ich hab gemerkt, dass ich mich davon unabhängig machen muss und ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich sagen kann, dass mir das doch schon recht gut gelingt. Ich denk aber auch, die Beziehung zu deinen Eltern beinhaltet ganz viele Facetten und der von "Helfen bzw. NICHT Helfen" ist nur einer davon.

      werdandi schrieb:

      Klar habe ich ganz, ganz liebe Menschen um mich herum, die für mich da waren, die mir Zuspruch schenkten... Aber ich kann es für mich nicht so annehmen wie ich es gerne wollte. Ich weiß, dass diese Menschen es sehr ehrlich mit mir meinen und sich wirklich Sorgen um mich machen... Aber das eine oder andere Mal stehe ich hilflos da und weiß nicht, wie man mit soviel Aufmerksamkeit umgeht.


      Wie wär's, wenn du das mal aussprichst bei den Personen, die dir Aufmerksamkeit zukommen lassen? Ein persönlicher Austausch kann manchmal Wunder bewirken.

      werdandi schrieb:

      Dazu kommt, dass ich mit einem Mann zusammen bin, der sehr viel mit meinem Vater gemein hat... Mit ihm arbeite ich seit nunmehr 8 Jahren meine Kindheit auf. Aus verschiedenen Gründen kann er sich nicht um mich kümmern, wie er es vielleicht gerne täte. Und gerade das tut mir oft sehr weh. Er ist nicht greifbar, wenn ich ihn brauche - so wie eben mein Vater... andererseits, wenn er dann da ist und für mich da sein will, beiss ich ihn weg von mir.


      Check ich nicht. Wer ist das? Dein Therapeut oder wer anders? Mit dem Therapeuten arbeitest du doch die Kindheit auf, oder nicht? Unabhängig davon wie stehst zu dem Mann? Wie erklärst du dir das gefühlsmässige Hin und Her ihm gegenüber??

      werdandi schrieb:

      Er ist mir seit einigen Monaten sehr nahe... für meine Begriffe wieder ZU nahe und merke, dass ich jetzt wieder in den Rosinen einen Grund suche um wieder um mich schlagen zu können und damit er wieder auf Distanz zu mir gibt.


      Wovor hast du Angst?

      werdandi schrieb:

      Neulich musste ich ihn um 240 € fragen, da ich finanziell ziemlich auf dem letzten Loch pfiff... Ich schrieb ihm eine Mail, bei der ich mir fast die Finger abgebissen habe, aber ich hatte keine andere Wahl. Er rief mich an, ließ sich die Kontonummer durchgeben und überwies mir das Geld. Am nächsten Tag hatte ich es auf dem Konto... Nein keine 240 € sondern 300 € ! Als Verwendungszweck... *Spende* !

      Ich fand es wirklich ganz arg lieb von ihm und ich konnte meine überfällige Rechnung bezahlen... Aber ich bin mit dieser Hilfe nicht wirklich glücklich..


      War dein Ziel, mit dieser Hilfe glücklich zu werden oder die Rechnung zu bezahlen? Oder stört dich vor allem der Fakt, dass er 60 Euro "zuviel" gegeben hat? Frag ihn doch nach der Motivation wieso er das gemacht hat. Wenn da nix "Verfängliches" dahinter steckt dann versuch ihm doch, eine Freude zu machen, indem du dich über seine Hilfe freust... Es beisst sich irgendwo selber wenn du Hilfe suchst und dich nachher wieder unwohl fühlst, wenn du wirklich Hilfe kriegst. - Ich denke jedoch, dieser Widerspruch :schmunzl: ist dir auch schon aufgefallen.

      werdandi schrieb:

      Gut, er ist sehr vermögend und ihm tut der Betrag in keinsterweise weh... Aber irgendwie bin ich der Meinung, dass jetzt etwas zwischen uns steht, was vorher nicht war...


      Und was ist dieses "Etwas"? Solange du es nicht benennen kannst ist es höchstens ein diffuses Gefühl, das du nicht einordnen kannst. Meinst du, für ihn steht jetzt auch etwas zwischen euch?

      werdandi schrieb:

      So, das jetzt mal in Kürze... vielleicht hilft mir jemand beim Leuchten... !?


      Keine Ahnung ob ich dir beim Leuchten helfen konnte... Ich hoffe aber, dass das Ganze durch meine Sätze nicht noch undurchschaubarer geworden ist! :grohl:

      Liebe Grüsse
      Rumpel :wave:

      Ganz *kurz...*

      Hallo Rumpel, :wave:


      rumpelstilz schrieb:

      Widersprüche finden auch im Verhalten statt und demzufolge nicht nur in den Köpfen. Und ich denke, es gibt Situationen, wo man sich für "Ja oder Nein", also für "Entweder - oder" entscheiden muss. Aber das ist immer Sach- und Situationsbedingt. "Sowohl als auch" kann natürlich ebenso gelten und manchmal auch besser sein. Aber eben - je nach Angelegenheit.

      Stimmt ! Mein Verhalten ist ziemlich widersprüchlich...

      Ich werde dein Posting nicht "verpsychologisieren" - dafür fehlt mir erstens die Ausbildung und zweitens hast du dazu auch deinen Therapeuten. :D Aber auf den einen oder anderen Satz eingehen möchte ich trotzdem.

      Schade ... ich hätte gerne etwas *psychologisches von dir gelesen... :tongue:

      Das kommt mir sehr bekannt vor. Helfen konnte ich früher jeder und jedem - nur mir selbst nicht. Für andere war ich immer da - nur für mich selbst nicht. Heute wage ich zu behaupten, nur wenn man sich selber helfen kann, ist man auch fähig, anderen zu helfen. Und sich selber helfen heisst manchmal eben auch, Hilfe von anderen annehmen. Ich erlaube mir, mich nochmals zum Thema "Hilfe" zu zitieren.

      Ja das geht mit einer *eigentlichen* Einstellung auch konform... und dann kommt das große ABER ...

      Das von dir beschriebene Beispiel hat nach meiner Erfahrung nichts mit Hilfe zu tun sondern geht in Richtung Machtmissbrauch und dient nur dem Eigennutz.

      Wahre Hilfe ist selbstlos und gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Jemandem selbstlos helfen hat mit moralischer und ethischer Grundeinstellung zu tun.

      Normalerweise helfe ich auch nach diesen Grundsätzen, aber manchmal ertappe ich mich eben dabei, dass man aus verschiedenen Gründen/Motivationen hilft... Sicher kann man solange mit dem Kopf schütteln bis man ein Haar in der Suppe findet, dass man dann spalten kann... Aber ich denke, dass es wichtig ist, sich selber und die eigene Motivation zu hinterfragen...

      "Hilfe im Sinne der Hilfsbereitschaft ist ein Teil der Kooperation in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie dient dazu, einen erkannten Mangel oder eine änderungswürdige Situation zu verbessern. Der Hilfe geht entweder eine Bitte des Hilfebedürftigen oder eine von ihm unabhängige Entscheidung durch Hilfsbereite voraus."

      :agree: :agree: :agree:

      Und das kann natürlich vieles beinhalten. Materielle Hilfe wo sie gebraucht wird oder geistig/seelische Unterstützung. Hilfe wie ich sie verstehe soll auch immer Hilfe zur Selbsthilfe sein. Wenn möglich sollte durch die Hilfe die Situation des Gegenübers so verändert werden, dass er befähigt wird, den "hilflosen" Zustand zu überwinden, wieder auf die Füsse zu kommen und den weiteren Weg selbständig und unabhängig gehen zu können.


      Dazu habe ich in der letztjährigen Dez. Ausgabe von Brandeins sehr interessante Artikel dazu gelesen...

      Wenn ich wie gesagt davon ausgehe, dass wahre Hilfe "aus sich heraus gibt" ohne etwas zu erwarten, ist das, was du hier tust keine Hilfe, weil du dafür eine Gegenleistung erwartest. Es ist eine Handlung, die du dafür einsetzt, etwas zu kriegen um dich nachher besser zu fühlen.
      Das ist natürlich legitim und ich meine das auch keinesfalls moralisierend, gell? Ja nicht missverstehen. Mir geht es nur um die Klärung was ist "Hilfe" und was nicht..

      Bis jetzt war es überwiegend so, dass ich mich immer gefreut habe, wenn mandere sich gefreut haben... also gab es mir ein gutes Gefühl... Peter Hohl hat dazu mal einen sehr guten Spruch geschrieben... Muss ich mal raussuchen...


      Ich denk, das machen fast alle Mütter die ihre Kinder lieben. Falls du es noch nicht abstellen kannst, dann akzeptiere das einfach. Du hast das Bewusstsein für Zusammenhänge und kannst somit alles ändern, wenn du möchtest. Viele Dinge brauchen einfach die ihnen zustehende Zeit.

      Abstellen kann ich das so noch nicht... vor allem seit ich einen Artikel über Erich Fromm und seine Mutterbeziehung gelesen habe... diese *liebevolle Art* seiner Mutter hat sein ganzes Leben geprägt und Fromm mehrere Partnerinnen brauchte um sein *Muttertrauma* zu überwinden...


      Es gibt den Spruch "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott". Echt - ich möchte nicht mehr auf Hilfe von "aussen" fixiert sein und enttäuscht, wenn nichts kommt. Ich hab gemerkt, dass ich mich davon unabhängig machen muss und ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich sagen kann, dass mir das doch schon recht gut gelingt. Ich denk aber auch, die Beziehung zu deinen Eltern beinhaltet ganz viele Facetten und der von "Helfen bzw. NICHT Helfen" ist nur einer davon.

      Ich möchte auch nicht auf die Hilfe von außen fixiert sein... Ich bin sehr für Autonomie... allerdings wird mir mehr und mehr bewusst, mit wieviel inneren Dämonen ich noch zu kämpfen habe und viel abhängiger bin, als dass ich mir das zugestehen möchte... Klar, meine Eltern sind ein Aufgabe für mich, an der ich immer wieder zu knabbern haben werde... Deshalb haben mein Therapeut und ich nochmals 25 Std. Therapie beantragt... Alles was ich in meinem Leben erlebt habe, sind auf das Elternverhältnis zurück zu führen...

      Wie wär's, wenn du das mal aussprichst bei den Personen, die dir Aufmerksamkeit zukommen lassen? Ein persönlicher Austausch kann manchmal Wunder bewirken.

      Mit einer Frau habe ich das schon kürzlich besprochen. Sie verstand es auch... aber wie will man difuse Gefühle in Worte fassen !?

      Check ich nicht. Wer ist das? Dein Therapeut oder wer anders? Mit dem Therapeuten arbeitest du doch die Kindheit auf, oder nicht? Unabhängig davon wie stehst zu dem Mann? Wie erklärst du dir das gefühlsmässige Hin und Her ihm gegenüber??

      Mein Therapeut und mein Herzensmann sind 2 verschiedene Männer !

      Mein Herzensmann ist der Auslöser meiner gut verborgenen Kindheitstraumatas... Mein Therapeut spielt seit 1 Jahr eine Rolle. Wollte beide nicht mehr missen... :D

      Wovor hast du Angst?

      Gute Frage - nächste Frage... :tongue:

      Kannst du dich in folgende Situation versetzen... Du drückst dir immer und immer wieder an einem Schaufenster die Nase platt und wünscht dir nichts sehnlicher als dieses wertvolle Etwas. Du weißt, dass du es nie haben wirst... Doch dann steht eines schönen Tages eine gute Fee da und will dir den Wunsch erfüllen. Du bekommst es mit der Angst zu tun, weil du nicht weißt, was danach passiert.

      Ich hatte gestern ein ausgiebiges Gespräch mit einer Freundin darüber... Dieser Mann ist MEIN absoluter Traummann und je mehr ich ihn kennen lerne um so tiefer wird meine Liebe zu ihm. Er hat alles, was Frau sich wünscht... Geld, Ansehen usw. Er kann dir jeden Wunsch von den Augen ablesen und materielle Wünsche erfüllen. Er ist sehr zärtlich, aufmerksam, witzig und sehr klug. Und doch ist er ein Mann den man als *notorischen* Fremdgänger bezeichnen kann.

      Ich habe Angst davor dass ich eines Tages nicht mehr die Geliebte, sondern die Betrogene bin... Ich habe Angst, dass ich mich eines Tages damit abfinden könnte, mich an seinem Reichtum zu erfreuen, aber ihn an eine andere Frau verliere.

      Allerdings bin ich nur bedingt seine Geliebte und es ist auch keine *Affäre* im klassischen Sinne. Er hat sich in all den Jahren schon oft und intensiv um mich bemüht, aber ich habe ihn immer und immer wieder vor den Kopf gestossen. Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich die Beziehung zum zigten Male beendet. Für mich wäre es vielleicht auch entgültig gewesen, aber er ließ mich nicht gehen. Er bemühte sich um mich wie er es noch nie getan hat.

      Mittlerweile redet er mehr darüber, was wir gemeinsam unternehmen könnten... Ich bekomme Herzklopfen wenn er an mich denkt. Oft liege ich nachts wach im Bett, weil ich spüre, dass er an mich denkt. Wenn ich an ihn denke, klingelt häufig plötzlich das Telefon. Wenn ich ihm eine Grußkarte schicke, holt er sie in genau dem Moment ab, wo ich im Postfach nachschaue...

      All das macht mir Angst. Obwohl ich mich glücklich schätzen dürfte, so eine Beziehung zu erleben. Ich kann mir mein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen... Aber ich habe panische Angst davor ein Leben MIT ihm... Verstehst du das ?


      War dein Ziel, mit dieser Hilfe glücklich zu werden oder die Rechnung zu bezahlen? Oder stört dich vor allem der Fakt, dass er 60 Euro "zuviel" gegeben hat?

      Fortsetzung !

      Gute Frage... In erster Linie ging es mir darum, die offene Rechnung zu bezahlen zu können. Aber es ging mir auch darum, ob ich ihm wichtig bin und auf ihn zählen kann. Nein, es stört mich nicht, dass er 60 Euro *zuviel* gab... ich freute mich darüber, dass er es sogar aufrundete... Es ist für mich einfach ungewohnt, dass jemand/er kommt und mir *mehr* gibt als ich erwartet habe...Zumal mir sein *Reichtum* nicht wichtig ist. Es ist nicht das interessanteste an ihm !

      Frag ihn doch nach der Motivation wieso er das gemacht hat.

      Ja könnte ich eigentlich machen... !

      Wenn da nix "Verfängliches" dahinter steckt dann versuch ihm doch, eine Freude zu machen, indem du dich über seine Hilfe freust... Es beisst sich irgendwo selber wenn du Hilfe suchst und dich nachher wieder unwohl fühlst, wenn du wirklich Hilfe kriegst.

      Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich eine hochkomplizierte Frau bin... Mein Therapeut hat mich neulich als eine Neurotikerin bezeichnet.... :rotfl:

      - Ich denke jedoch, dieser Widerspruch :schmunzl: ist dir auch schon aufgefallen.

      Jetzt wo du es sagst... :rofl: :aetsch2:

      Und was ist dieses "Etwas"? Solange du es nicht benennen kannst ist es höchstens ein diffuses Gefühl, das du nicht einordnen kannst. Meinst du, für ihn steht jetzt auch etwas zwischen euch?

      Ja, es steht das zwischen uns, dass ich ihn darum gebeten habe mir zu helfen... wo ich doch so um *Eigenständigkeit* bemüht bin... Ich wollte ihm doch *beweisen* dass ich es auch ohne ihn schaffe und dass ich ihn nicht als Melkesel ansehe...


      Keine Ahnung ob ich dir beim Leuchten helfen konnte... Ich hoffe aber, dass das Ganze durch meine Sätze nicht noch undurchschaubarer geworden ist! :grohl:

      Wie heißt es so schön... kurz vor der Dämmerung ist die Nacht am schwärzesten...

      Liebe Grüsse
      Rumpel :wave:[/QUOTE]

      Danke für dein Licht...

      Liebe Grüße

      Werdandi
      Ich hab nicht allzuviel zum Thema "Helfen" beizutragen, aber ich kenne keinen, der ohne jegliche "Gegenleistung" anderen hilft. Die Gegenleistung kann dabei sein: Ein herzliches Dankeschön; das Gefühl, einen "Erfolg" errungen zu haben; die Ausgeglichenheit eines Menschen, mit dem man zusammenlebt; usw. Also irgendeinen nicht ganz uneigennützigen "Zweck" hat Helfen - genauso wie all das andere was ich den Tag lang so tue - doch immer, oder?


      Das mit dem Mann hab ich noch nicht ganz verstanden (soviel Text zum Lesen, sorry :red: :(
      Dein "Traummann" ist derselbe, mit dem du seit 8J zusammen bist, aber von dem du seit 2J getrennt lebst, und der dir in den letzten Monaten wieder nahegekommen ist?

      Twi-n-light schrieb:

      Ich hab nicht allzuviel zum Thema "Helfen" beizutragen, aber ich kenne keinen, der ohne jegliche "Gegenleistung" anderen hilft. Die Gegenleistung kann dabei sein: Ein herzliches Dankeschön; das Gefühl, einen "Erfolg" errungen zu haben; die Ausgeglichenheit eines Menschen, mit dem man zusammenlebt; usw. Also irgendeinen nicht ganz uneigennützigen "Zweck" hat Helfen - genauso wie all das andere was ich den Tag lang so tue - doch immer, oder?


      Das mit dem Mann hab ich noch nicht ganz verstanden (soviel Text zum Lesen, sorry :red: :(
      Dein "Traummann" ist derselbe, mit dem du seit 8J zusammen bist, aber von dem du seit 2J getrennt lebst, und der dir in den letzten Monaten wieder nahegekommen ist?


      Guten Abend, Twi-n-light, :wave:

      schon allein das gute Gefühl, das man hat, IST eine Gegenleistung fürs helfen... !? so gesehen ist man doch ziemlich *egoistisch* veranlagt wenn man hilft, nur damit man sich in irgendeiner form besser fühlt...

      Ich schreibe *grundsätzlich* lange Texte... :makefun: folglich kann ich es sehr gut nachempfinden, dass du das alles nicht lesen magst... :boots:

      Nein, mein Traummann ist ein anderen als mein Mann... mein Mann und ich sind sehr gute Freunde geworden und von ihm wohne ich jetzt seit 2 Jahren räumlich getrennt. Mein Traummann ist, wenn man es so sieht mein Scheidungs-Trennungsgrund... wir leben allerdings nicht zusammen... Wir schleichen nur seit Jahren umeinander... :boots:

      Soweit verstanden ? :schmunzl:

      Liebe Grüße

      Werdandi

      werdandi schrieb:


      schon allein das gute Gefühl, das man hat, IST eine Gegenleistung fürs helfen... !? so gesehen ist man doch ziemlich *egoistisch* veranlagt wenn man hilft, nur damit man sich in irgendeiner form besser fühlt...

      Na und, was soll denn da dabei sein? Alles, was du freiwillig tust, tust du doch, um dich besser zu fühlen, oder??

      Gerade fällt mir ein, dass es neuere Untersuchungen gibt, wonach die Höherentwicklung des Menschen gegenüber anderen Lebewesen (jetzt kann man sich natürlich über das Wort "Höherentwicklung" streiten, aber das wär ein anderes Thema) daran liegt, dass allein der Mensch altruistisches Denken und Handeln entwickelt hat. Im sozialen Team ist man also stärker, das scheint evolutionäre Vorteile zu bieten. Du kannst also nichts dafür :D

      Ich schreibe *grundsätzlich* lange Texte... :makefun: folglich kann ich es sehr gut nachempfinden, dass du das alles nicht lesen magst... :boots:


      Ich hab festgestellt, dass wenn ich kürzer schreibe, ich auch meine eigenen Sachen besser verstehe ;)

      Nein, mein Traummann ist ein anderen als mein Mann... mein Mann und ich sind sehr gute Freunde geworden und von ihm wohne ich jetzt seit 2 Jahren räumlich getrennt. Mein Traummann ist, wenn man es so sieht mein Scheidungs-Trennungsgrund... wir leben allerdings nicht zusammen... Wir schleichen nur seit Jahren umeinander... :boots:

      Also wenn dir die Frage zu indiskret ist, ignorier sie ruhig, aber mich würde interessieren: Mit dem Traummann bist du nicht "zusammen" - ? Insoweit also wirklich ein "Traum"?