Zufall

      Zufall in dem Sinne gibts eigentlich nicht, alles hat seine Ursache, sei es der unpassende Platzregen oder die Hundekacke aufm Weg oder die langsame Kassiererin an der kürzeren Schlange.

      Aber auf wissenschaftlicher Ebene hat ja alles irgendwo einen Grund. Zufall definiert sich für uns nur durch Chaos, Unnachvollziehbarkeit, Zusammenhangslosigkeit oder Unvorhergesehenes. Wenn das Auto nach ein paar Jahren kaputtgeht ist das kein Zufall, aber es erscheint uns so. Wir habens nicht kommen sehen, wir sehen den Auslöser nicht, demnach ist es für uns recht spontan. Die Zusammenhänge sind zu komplex um für uns ein einfaches Ursache Wirkungsprinzip zu ergeben.


      Die Frage ist also vielleicht eher die nach dem Schicksal, Fügung, Karma und was nicht alles angesprochen wurde. Das lässt sich auf vielen Ebenen debattieren. Einmal ist es Wahrnehmung. Wir gewichten unsere Erfahrungen und auf uns wirkt es dann so als gäbe es Zusammenhänge zwischen Taten und Ereignissen. Es ist teilweise auch Ausstrahlung. Wenn man sich halt vorwiegend positiv oder negativ verhält, dann reflektiert die Umgebung das natürlich auch, Freunde, Kollegen und sowas.

      Allgemein spirituell würde ich sagen, nicht absolut jedes Ereignis hat einen expliziten Grund. Es gibt aber vereinzelte Sachen die wirklich "Schicksal" sind, wo Gutes oder Schlechtes "verdient" passiert. Es mag aber auch sein, dass wir nur einen gewissen Gerechtigkeitssinn reininterpretieren.

      -JAW

      Jaw schrieb:

      Wenn das Auto nach ein paar Jahren kaputtgeht ist das kein Zufall, aber es erscheint uns so. Wir habens nicht kommen sehen, wir sehen den Auslöser nicht, demnach ist es für uns recht spontan. Die Zusammenhänge sind zu komplex um für uns ein einfaches Ursache Wirkungsprinzip zu ergeben.


      ...das würde doch auch keiner als Zufall sehen, bloß wenn am selben Tag auch das Auto meiner Nachbarin den Geist aufgibt ist das für mich einer - diese beiden Geschehenisse stehen doch in keinem kausalen Zusammenhang. Es gibt für das eine wie für das andere Auto einen Grund, stehenzubleiben, aber es gibt keinen gemeinsamen.


      Jaw schrieb:



      Es gibt aber vereinzelte Sachen die wirklich "Schicksal" sind, wo Gutes oder Schlechtes "verdient" passiert. Es mag aber auch sein, dass wir nur einen gewissen Gerechtigkeitssinn reininterpretieren.

      -JAW



      ... ich denke schon, dass das Menschen (vermutlich viele) als "Schicksal" interpretieren.
      Ich glaube nicht daran, dass Dinge "verdientermaßen" geschehen - spirituell gesehen.

      Wenn einer mit 220 aggressiv auf der Autobahn fährt und in einem Unfall zu Tode kommt, kann das so mancher als "verdient" ansehen - ich sehe es schlicht als Folge seines Fahrverhaltens, sachlich eben.

      Wenn derselbe Kerl am Autobahnrastplatz aussteigt und ihm jemand beim zurücksetzen das AUto verbeult, mag das auch jemand als "verdient" interpretieren, es ist aber objektiv betrachtet lediglich Konsequenz des Fahrfehlers des Zurücksetzenden.

      Wenn wiederum derselbe Mensch auf den AUtobahnrastplatz fährt und ihm in dem Moment, in dem er aussteigt eine Taube im Vorbeiflug auf den Kopp scheißt, kann sich immer noch jemand freuen, dass der Raser das verdient hätte und sich eins lachen. Ich seh da bloß, dass ihm eine Taube auf den Kopp geschissen hat, Zufall, dass es ihn getroffen hat und nicht mich - der Taube wars nämlich egal. ;)
      Heute habe ich beim Blättern in unserer 2,99 Euro Buchecke in etwa folgendes Zitat gefunden,:

      Der passive Mensch glaubt an den Zufall, der aktive Mensch an das Schicksal.

      Namen des Autors vergeßen, kennt man aber.

      Ich frage mich nebenbei was es ist, das meine größten Musikhelden, die mich am tiefsten ins Herz(Gefühl) treffen all mit C anfangen,:
      The Clash, Johnny Cash und Manu Chao?!?

      (Die Beatles sind außer der Wertung)