Zufall

      phyllis schrieb:

      angestoßen durch rumpel - quasi "angerumpelt" :brueller: ...ähm...sorry, ganz blöder Kalauer... :nene: ....


      Halb so schlimm. Ich hab hier schon wesentlich Schlimmeres gelesen! :D

      phyllis schrieb:

      Gibt es Zufall?
      Geschehen Dinge "einfach so", oder gibt es immer einen Grund?


      Meiner Meinung nach gibt es keinen Zufall im Sinne von "es geschieht einfach so". Ich glaube an das Gesetz von Karma (Ursache und Wirkung). Zufall heißt “es fällt einem etwas zu”. Dies kann aber nur aufgrund einer vorangegangenen Ursache geschehen. Das “Zugefallene” ist also lediglich eine Folgeerscheinung, ein sichtbar gewordenes Glied einer vorher verborgenen Kausalkette. Würden wir diese Kausalkette kennen, würden wir den Zusammenhang verstehen und es käme uns nie in den Sinn, von Zufall zu reden.

      Das sind so meine ersten Gedanken zum Thema. Wird aber sicher noch mehr kommen! :D

      rumpelstilz schrieb:

      Meiner Meinung nach gibt es keinen Zufall im Sinne von "es geschieht einfach so".

      *zustimm*

      rumpelstilz schrieb:

      Ich glaube an das Gesetz von Karma (Ursache und Wirkung). Zufall heißt “es fällt einem etwas zu”. Dies kann aber nur aufgrund einer vorangegangenen Ursache geschehen. Das “Zugefallene” ist also lediglich eine Folgeerscheinung, ein sichtbar gewordenes Glied einer vorher verborgenen Kausalkette. Würden wir diese Kausalkette kennen, würden wir den Zusammenhang verstehen und es käme uns nie in den Sinn, von Zufall zu reden.

      Darüber mag ich gerne heute abend was schreiben - denn da habe ich eine völlig andere Meinung - das, was so wie Karma erscheint, entsteht aus einer Sicht, in der nicht vorhandene Kausalität in ein solches Konzept gekleidet wird.
      Analogien und Parallelitäten - das passt da für mich :)

      Herzliche Grüße, Ute

      rumpelstilz schrieb:

      Halb so schlimm. Ich hab hier schon wesentlich Schlimmeres gelesen! :D



      Meiner Meinung nach gibt es keinen Zufall im Sinne von "es geschieht einfach so". Ich glaube an das Gesetz von Karma (Ursache und Wirkung). Zufall heißt “es fällt einem etwas zu”. Dies kann aber nur aufgrund einer vorangegangenen Ursache geschehen. Das “Zugefallene” ist also lediglich eine Folgeerscheinung, ein sichtbar gewordenes Glied einer vorher verborgenen Kausalkette. Würden wir diese Kausalkette kennen, würden wir den Zusammenhang verstehen und es käme uns nie in den Sinn, von Zufall zu reden.

      Das sind so meine ersten Gedanken zum Thema. Wird aber sicher noch mehr kommen! :D



      ich weiß nicht, ich bin ja eher der "nüchterne Skeptiker" -
      bin irgendwie völlig unreligiös und unspirituell geraten ;)

      Also, wenn du Karma "unspirituell" siehst,... also nur so dass jede Handlung (auch die nur gedachte) Folgen, Auswirkungen, Wirkungen, Konsequenzen nach sich zieht, dann kann ich Dir zustimmen.

      Sobald jemand den religiösen Gedanken des "Abplagens" mit hineinbringt: Wiedergeburt(en), solange, bis man kein Karma mehr "produziert" hat und nicht mehr wiedergeboren werden muss,
      liegt mir völlig fern...

      Die Idee, dass Dinge geschehen mit "tieferem Sinn", einem nicht auf den ersten Blick sichtbaren "Zweck" gefällt mir einfach nicht.
      *skeptischguck*

      Ich denke es gibt Zufälle.
      Mensch macht sie erst zu einer Duplizität der Ereignisse, weil er sie aufgrund seiner Erfahrung, Prägung, Erlebnissen,... in einen kausalen Zusammenhang bringt...

      phyllis schrieb:

      Also, wenn du Karma "unspirituell" siehst,... also nur so dass jede Handlung (auch die nur gedachte) Folgen, Auswirkungen, Wirkungen, Konsequenzen nach sich zieht, dann kann ich Dir zustimmen.


      Ich meine Karma hier absolut unspirituell, ohne jeglichen religiösen Gedanken.

      phyllis schrieb:

      Die Idee, dass Dinge geschehen mit "tieferem Sinn", einem nicht auf den ersten Blick sichtbaren "Zweck" gefällt mir einfach nicht. *skeptischguck*


      Sinn entsteht, indem wir den Dingen einen solchen geben, d.h. indem wir aus unseren Erfahrungen lernen. Alles kann einen tieferen Sinn haben, genauso gut kann alles auch sinnlos sein. Kommt immer auf unser Bewusstsein und das daran gekoppelte Verhalten an.

      Und jetzt macht es für mich grad Sinn, raus an die Sonne zu gehen und mich weiter ziellos durch den Tag treiben zu lassen.... :D

      Liebe Grüsse
      Rumpel

      rumpelstilz schrieb:



      Sinn entsteht, indem wir den Dingen einen solchen geben, d.h. indem wir aus unseren Erfahrungen lernen. Alles kann einen tieferen Sinn haben, genauso gut kann alles auch sinnlos sein. Kommt immer auf unser Bewusstsein und das daran gekoppelte Verhalten an.



      Vielleicht hab ich mich mißverständlich ausgedrückt.

      also, dass manche Dinge Sinn machen, weil wir "daraus lernen" mag ja stimmen, aber das Dinge schon von vornherein deshalb passieren weil sie einen Zweck haben (sollen), das glaub ich nicht - manches passiert einfach, ohne dass es da vorher einen Grund gibt, dass sie passieren.

      phyllis schrieb:

      angestoßen durch rumpel - quasi "angerumpelt" :brueller: ...ähm...sorry, ganz blöder Kalauer... :nene: ....

      Gibt es Zufall?
      Geschehen Dinge "einfach so", oder gibt es immer einen Grund?


      o.k.

      zunächst die Definition lt. Wikipedia: Man spricht von Zufall - oder noch klarer von reinem Zufall -, wenn ein Ereignis nicht kausal notwendig auftritt. Vom heutigen Standpunkt aus sind die Phänomene der Quantenphysik der einzige Bereich, in dem es einen reinen Zufall geben könnte.


      So, jetzt haben wir eine Basis, auf welcher sich bestens philosophieren lässt!
      Meine Meinung ist, dass Kausalität nicht linear verlaufen muss. Ich sehe das eher so wie ein riesiges "Spinnennetz" wo alles mit allem verbunden ist. Wenn irgendwo an einem Faden gezogen wird, dann kann sich die Schwingung ganz weit über unzählige andere Fäden und Verbindungen fortsetzen. So ähnlich wie bei dem berühmten Schmetterling im Amazonas-Urwald dessen Flügelschlag in Europa einen Orkan auslösen kann. :schmunzl:

      rumpelstilz schrieb:

      Nicht vorhandene Kausalität? :nachdenk: Meines Erachtens gibt es das nicht, weil alles miteinander in Beziehung und in einer stetigen Wechselwirkung ist.

      Bis später! :wave:

      Ich habe da mal einen Begriff geprägt, mit dem ich das leichter erklären kann: Erlebensraum
      Ich definiere als Erlebensraum einen/viele Bereiche, in dem meine bewusste Wahrnehmung sich an für diesen Erlebensraum ganz konkreten Konzepten und Werten orientiert. Diese Werte und Konzepte geben dem Erlebensraum seine Stabilität und ermöglichen die Kontinuität des Erlebens darin.

      Klingt vermutlich sehr abstrakt, deshalb Beispiele:
      Stell Dir vor, Du gehst auf der Straße zur Arbeit. Während Du läufst denkst Du über etwas nach.
      Hier haben wir zwei völlig unabhängi voneinander funktionierende Erlebensräume - die physikalische Realität, in der Du die Füse voreinander setzt und die innere Gedankenrealität, in der Du einem Gedanken folgst.
      Wenn Du den Fokus Deiner Aufmerksamkeit zu sehr auf die Gedanken richtest, könnte es sein, dass Du stolperst und wenn Du eine Treppe steigst, wirst Du bewusster den Fokus auf die Füße lenken.
      Du bist also das, das seinen Fokus in zwei verschiedenen Erlebensräumen lenkt.
      Im Erlebensraum unserer physischen Realität haben wir akzeptiert, dass es ein Konzept gibt, das sich Kausalität nennt. Das ist in diesem Erlebensraum sehr nützlich und ermöglicht es uns Zeit zu erfahren - das ist deshalb hilfreich, weil uns das gleichzeitige Wahrnehmen von allem erstmal überfordern würde.
      Im Erlebensraum unserer Gedanken gibt es keine "irreversible" Zeit-Kontinuität, sondern nur die Kontinuität eines gedankens und es ist ganz einfach, zwischen Vergangenheit, Zukunft und dem Augenblick in Gedanken hin und her zu hüpfen. Natürlich sind wir es gewohnt, auch in kausalen Zusammenhängen zu denken, jedoch sind diese nicht zwingend - oft fällt uns etwas spontan auf, das mit etwas anderen zusammen hängt, ohne dass es zwischen beiden eine kausale beziehung gäbe - es gibt zwischen ihnen eine Analogie, die sie verbindet.

      Und um endlich auf den "Zufall" zu kommen und meine Meinung, dass es sowas wie karmische Kausalität aus meiner Sicht nicht gibt - in einem Erlebensraum gibt es Kausalität, in einem anderen nicht unbedingt, in weiteren wäre es sogar hinderlich.
      Der Ursprung dessen, was sich für mich persönlich ereignet (ich kann das nur in Bezug zu mir selbst sehen, denn ich kann ja nicht aus den Augen anderer sehen), lässt sich als Idee für das ansehen, was sich dann zeigt.

      ... ich glaub, ich muss da noch etwas drüber brüten, wie ich das in verständliche Worte bringen kann.

      Ist auch früh genug, um schlafen zu gehen. Gute Nacht :)

      rumpelstilz schrieb:

      Nö. Hast du nicht. Aber meine Antwort bezieht sich ja auf dein Posting und bejaht deine Aussage... Du scheinst mich nicht verstanden zu haben. :tongue:


      *schäm* offensichtlich nicht, und nun ists auch schon wieder so spät... - also für mein kleines PhyllisHirn, das grad nicht so hinterher kommt.

      *grübel*
      ich bewege das nochmal ein bißchen ...
      -wenns recht ist :schmunzl:
      Hm schwierige Frage. Glaube Zufälle bilden wir uns bei Bedarf ein. Wenn kein Zufall eintritt läufts ja gleichmäßg weiter und man vermißt den Zufall nicht. (Son Scheiß :grohl: )

      Aber ernsthaft, der Zufall meines lebens wo ich mir eher sicher bin das er kein Zufall war, sondern zwangsläufig bei Gelegenheit geschehen mußte war tätärätä, meine Freundin. Im Nachhinein und damals habe ich oft gedacht, wasn Zufall ausgerechnet sie und dann noch zu der Zeit, wo ich das einfach brauchte oder es fällig war.

      Shit, warum n Brot zur über 50 % auf die Butterseite fällt, der Zufall ist zumindest erklärt. Weil es auch keiner ist.

      Ich glaub mit Kausalzusammenhängen kann man punkten. :scratch:

      Von außen bestimmte Aktion?

      Zufall ist n schlechtes Wort

      Gibts das Wort auch in anderen Sprachen (außer Schwitzerdütsch ;) Züffli :rofl: ) eigentlich auch, so gemeint?