wo geht die liebe hin wenn sich ein paar trennt?

      wo geht die liebe hin wenn sich ein paar trennt?

      interessante frage, oder?

      schlüpft die liebe durch die tür und verschwindet oder löst sie sich in luft auf? das paar hat sich doch zumeist mal sehr innig geliebt! da war ganz viel liebe da! da gab es soviel gefühl, dass man es mit händen greifen konnte...

      ich behaupte, die liebe ist noch da denn liebe ist immer da und geht niemals weg. wir sind nur oftmals nicht mehr in der lage, die liebe zu spüren! im laufe der beziehung verlieben wir uns in so viele andere dinge wie z.b. ein neues auto, ein haus das wir gebaut haben, in den neuen job usw. und der partner bleibt auf der strecke! warum sagen wir dem partner nicht mehr jeden tag "ich liebe dich" obwohl wir das zu anfangs 1.000 mal am tag hätten sagen können? dabei ist liebe immer um und in uns! weshalb ist es dann so kompliziert obwohl es so selbstverständlich und so natürlich ist zu lieben?
      Hallo Mäusl

      Eine gute Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe. Zu Beginn einer Beziehung, ist einem alles recht und man findet alles toll am Partner, oder zumindest nicht sooo schlimm - man kann darüber hinweg schauen. Irgendwann lässt man alles zum Alltag werden, und gewisse Macken findet man nicht mehr so süss, sondern beginnen langsam zu nerven.

      Und eigentlich könnte ich hier etwas aus meiner geschichte zitieren:

      "Wie lange sind wir schon zusammen?" frag ich ihn plötzlich. Er lächelt mich freundlich an und sagt: "Zehn Jahre." "Warum lieben wir uns noch wie am ersten Tag?" Er nimmt ganz lieb und sanft meine Hand und Küsst sie, dann antwortet er: "Weil wir uns jeden Tag neu kennen lernen und nichts zur Gewohnheit werden lassen." Ich sehe noch wie ich mich glücklich aufs Bett lege und die Augen schliesse. Doch im selben Moment bemerke ich, dass hier mein Traum endet.

      ...
      interessante Frage :nachdenk:

      ich denke die Liebe verschwindet im alltag:
      alles was wir am Partner so schaetzen ist
      ja immer "da" und dann kommen die Kleinigkeitend
      die uns stoeren und immer da sind....
      (zu klein um ueberhaupt darueber nachzudenken)
      jeden Tag, das ganze Jahr:

      das ist Imho wie ein jucken das man nicht wegkriegt und immer da ist:
      wahrscheinlich sogar schlimmer als Z.B Fremdgehen...
      das ist ein Knall aber danach ist es erledigt
      und man versoehnt sich (oder nicht)

      Aber
      wenn er Z.B nie den Klodeckel runtermacht
      stoert sie das 2 mal am Tag, jeden Tag das ganze Jahr
      und wenn sie es sagt dann denkt er sich "immer kommandiert sie rum"
      und das 2 mal am Tag, jeden Tag das ganze Jahr...

      der Frust staut sich auf und irgendwann kommt der grosse
      Knall an irgend etwas nichtigem und dann geht man
      auseinander und das nur weil er den Klodeckel oben gelassen hat.... :(
      Mäusl Du weißt doch ...... wir sind Liebe, nichts anderes als Liebe...... :D

      Du redest von der Liebe mit Objekt..... :agree:

      tja, ich glaube in einer Beziehung kann die Liebe schonmal zerstört werden. Durch Streit, Betrug, Kummer, unbemerkt verschiedene Lebenswege einschlagen etc. Die Liebe flacht ab. Geht kaputt. Man hat schlechte Seiten an einem Partner kennen gelernt mit denen man nicht leben kann. Die Liebe ist dann ganz bestimmt noch genauso vorhanden, so wie am ersten Tag. Doch sie wurde überdeckt von den Schlechtigkeiten, bis hin zum nicht mehr spürbar wahrnehmen.

      Also, um Deine Frage zu beantworten.... ich denke die Liebe geht nicht weg. Sie kann höchsten überdeckt werden....

      Bin ich gerade erst selber drauf gekommen. :rolleyes:
      Hi Richard

      Gute Antwort! Aber Fremdgehen finde ich schlimmer, denn das ist ein Vertrauensbruch und wenn ich meinem Partner nicht mehr vertauen kann, dann hat für mich eine Beziehung keinen Sinn mehr! Auch wenn die Liebe noch da wäre.

      Als ich mich vor gar nicht all zu langer Zeit fragte, wo denn die Liebe geblieben ist, die ich einmal für meinen Mann empfand, fand ich ja die Kassette wieder, die er mir vor über 10 Jahren besungen hatte und auf einmal war die Liebe wieder ganz klar und präsent.

      Man wächst, man verändert sich, man ändert seine Meinung über gewisse Dinge. Was mir vor zwei Jahren noch gefiel, muss mir heute nicht mehr gefallen usw. Und möglicherweise, verändert sich der Partner eben anders und man versäumt es, das mitzubekommen, oder sich bemerkbar zu machen. Darum finde ich sollte man den Parnter immer mit offenen Augen anschauen - na gut vielleicht kann man das nicht immer, aber so oft es geht und vor allem sollte man nie aufhören miteinander zu reden - offen und ehrlich!

      mäusl schrieb:


      ich behaupte, die liebe ist noch da denn liebe ist immer da und geht niemals weg. wir sind nur oftmals nicht mehr in der lage, die liebe zu spüren!

      Das seh ich anders.

      Warum "darf" die Liebe denn nicht "weggehen"?

      Für mich ist das eine ganz normale Vorstellung: Wie hier schon gesagt wurde, es gibt Veränderungen, die sich natürlich auch auf das Gefühl der Liebe auswirken können. Man lernt jemanden besser/ näher kennen, und da gefallen einem einige Wesenszüge oder Verhaltensweisen eben nicht so wie die, die man zunächst kennen gelernt hat. Man selber verändert sich und legt auf andere Dinge wert als Jahre zuvor. Der andere verändert sich auch. Ich hab auch schon Männer geliebt und danach nicht mehr. Dafür könnte ich dir in jedem Fall die Gründe nennen.

      Ich glaube, so Formulierungen wie "die Liebe ist ja nicht weg, sie ist nur überdeckt" oder "die Liebe ist da, man spürt sie nur nicht" sind ein Konstrukt, das am tatsächlichen "Wegsein" der Liebe im Einzelfall nichts ändert. Wenn ich die (meine) Liebe nicht spüre, habe ich dieses Gefühl der Liebe nicht mehr in mir, und damit ist es doch "weg", oder? Und auch wenn es durch andere Gefühle "überdeckt" wird, dringt es nicht mehr zu mir durch, ich nehme also kein Gefühl von Liebe wahr, also habe ich kein Gefühl der Liebe, und somit ist es "weg".

      Na und?
      Hallo, ich sehe es ganz genau wie Twin! Oft machen wir uns nur etwas vor, denn wir wollen, dass es währt, dass es dauerhaft ist. Mein Ex und ich waren zu Beginn begeistert, aber schon rasch hatte ich Zweifel. Ich nahm sie nicht ernst, denn ich wollte ihn lieben, wir wollten uns beide selber beweisen, dass wir endlich mal eine Beziehung haben, die länger als 3 Monate geht. Im vierten Monat hing der Haussegen schief, aber wir liebten uns ja und waren ja ein Paar, unserem Glauben und Einreden nach. So etwas werde ich nie wieder tun. Wenn die Faktoren so stehen, dass die Liebe weg ist, dann isse weg. Sei denn, Du willst auf Biegen und Brechen mit diesem Menschen etwas auf die Beine stellen. Aber meiner Erfahrung nach führt das nur zu Krankheit, wie z.B. genetisch bedingte Krankheiten, die sich gerne bei Stress manifestieren. Mir erging es so, und ich habe die Krankheitssymptome bis heute.

      Ergo, wenn die Liebe und das Gefühl weg ist, dann manipulier' Dich nicht, sei authentisch und ehrlich - zu Dir selbst!

      Richards Kommentar finde ich ganz gut, denn akkumulierter Ärger fördert keine Harmonie, muss aber die Liebe nicht löschen. Was Fremdgehen angeht, so sehe ich das nicht so eng, denn wir sind nur Menschen und unser Partner kann niemals alle Bedürfnisse usw verkörpern. Ich empfehle aber keinem, es dem Partner mitzuteilen und würde selber so was nie von meinem Partner hören wollen. :nono:

      Jule
      Hallo Twin,

      ich denke, was trauline meint, ist die Vorstellung einer Waage.
      Und dieses Sinnbild ist ganz interessant und sehr treffend gewählt.

      Während man zu Beginn einer Beziehung zwei leere Waagschalen hat und die eine mit Liebe befüllt, wiegt die Liebe schwer, denn die andere Waagschale ist noch leer.
      Allmählich jedoch wird die leere Schale nun befüllt.
      Die offene Zahnpstatube kommt da genauso hinein, wie der offene Klodeckel.
      Noch etwas von dem Frust und etwas von dem Frust und irgendwann, hat der Frust die Liebe aufgewogen und beginnt schwergewichtiger zu werden.

      Und genau so würde ich es beschreiben, wenn ich eine abgschlossene Beziehung, meines eigenen Lebens, betrachte.

      Aber.... das ist nur der eine Teil der Betrachtung, denn ich habe eine/ meine persönliche Fortsetzung erfahren.
      Und das ist eine wirklich interessante Geschichte.

      Allerdings nicht mehr heute Abend. Dazu schreibe ich später mehr! :tongue:

      LG

      Solitär
      Das Bild mit der Waage erklärt auf den ersten Blick wirklich ganz gut, was Trauline vielleicht :D gemeint hat.

      Aber ist das Ergebnis nicht dennoch immer wieder dasselbe?: Es wird keine Liebe (zu diesem Menschen) (mehr) gefühlt.

      Mal weitergedacht: Wenn die Dinge, die ich in einer Beziehung erlebe, in eine Waagschale kommen, bleiben sie ja drin. Nehmen wir mal an, mein Partner hat mich in einem Punkt den ich sehr wesentlich finde angelogen und ich finde das ganz furchtbar schlimm. Wird das dann dadurch "aufgewogen", dass er sich nett um mich kümmert, wenn eine gute Freundin von mir gestorben ist? Das mag beides gleich schwer wiegen, das eine negativ, das andere positiv, aber trotzdem muss das Positive das Negative nicht aufwiegen.
      Hi Twin,

      noch ganz kurz, denn eigentlich wollte ich schon weg sein.

      Es kann durchaus möglich sein, dass keine Liebe mehr gefühlt wird.
      Muss sie dadurch weg sein?
      Vielleicht ist das andere/ negative Gewicht nur so überdimensional schwer, dass man sie einfach nicht mehr fühlen kann.

      Allerdings ist es auch möglich, diese Liebe (immer mal wieder und teilweise in ihrer ganzen ursprünglichen Kraft) zu empfinden.

      Das z.B. beschreibt ja Puma oben schon ganz anschaulich.

      Da kann es immer mal Trigger geben. Auch nach Jahren.
      Ein Bild, eine Musik, ein Duft oder auch nur ein Gedanke und man spürt sie wie einen Schwall über sich fließen.
      Das kann den Bruchteil einer Sekunde dauern oder auch lange anhalten.

      Und auch kann durchaus ein negatives Gewicht auf der Waage (Verweis: Verletzung/ Enttäuschung) durch ein positives Gewicht (Verweis: Fürsorge) wieder aufgewogen und überwogen werden.
      Je nach persönlicher Gewichtung.
      Und deswegen muss es sich dann auch nicht zwingend aufwiegen.
      Die erhaltene Fürsorge, kann für dich durchaus weit geringes Gewicht als die erhaltene Verletzung haben.

      LG

      Solitär
      Liebe Forengemeinde,

      die Frage, die mäusl aufwirft, ist sachlich nicht korrekt.

      Begründung:
      Das, was ihr hier als Liebe diskutiert, stößt ständig an Grenzen, die jeder von Euch selber steckt.

      Die Liebe, diese Eine und Außergewöhnliche, nach der wir uns sehnen, die wir uns alle wünschen, kennt keine Grenzen und kein Ende.
      Wahre Liebe ist unendlich.

      Die Frage deshalb sachlich richtig gestellt, heißt:
      Wo geht die Verliebtheit hin, wenn sich ein Paar trennt?

      Ich liebe!~

      Ombutsmann
      Das Thema Liebe ist immer reichlich komplex. In diesem Fall erhält man einen neuen Blickwinkel, wenn man umdenkt. Liebe ist doch an sich ein Gefühl. Also nehmen wir uns ein anderes Gefühl, z.B. Schmerz.
      Geht Schmerz weg? Ist er immer da? Biologisch gesehen, Schmerz ist solange, wie die Nerven erregt werden, durch eine Wunde halt z.B.

      Ebenso ist dann auch die Liebe. Das Gefühl besteht, solange der Auslöser den Knopf drückt. Das sind Hormone, chemische Prozesse, Dinge im Gehirn. Darin beruht dann auch der Unterschied zwischen den Schmetterlingen der frisch verliebten und der eher gefestigten Zuneigung von langjährigen Partnern. Ab einem gewissen Punkt geht halt der Auslöser der grössten Aufregung zurück und die brennende Leidenschaft verfliegt oder wandelt sich zu felsenfester Liebe.

      Wollen wir Liebe nicht als Gefühl sondern Emotion betrachen, dann ziehen wir eine andere Emotion heran wie z.B. Angst. Angst empfinden wir solange eine bestimmte Situation besteht. Sind wir in Geborgenheit, haben wir auch keine Angst. Ebenso mit der Liebe. Solange eine bestimmte Situation besteht und in uns Liebe erregt, solange Lieben wir.
      Bei Angst können wir z.B. Beobachten, dass manche Angst vor Dingen haben, die andere kalt lassen, z.B: Höhen, Spinnen, etc. Demnach können manche Situationen für manche Leute Angst erzeugen, für andere ist es völlig normal. Ebenso gibt es in der Liebe unterschiede, wann warum bei wem wieviel Liebesgefühl erregt wird.

      Im Endeffekt ist die Liebe nix weiteres als ein kleiner Chemiebaukasten und eine Tüte elektrischer Hirnimpulse. Es gibt bei uns immer eine Erregung und eine Reaktion. Wie ein Reflex. Der Arzt haut mit dem Hammer aufs Knie und wir zucken.

      Es ist ja schön und gut, wenn man die Liebe immer zum Riesenthema erklärt, aber eigentlich ist es eine recht einfache und harmlose Sache, die wir vielleicht einfach aus Sturheit nicht so sehen wollen, wie sie ist.
      Vielleicht solltet ihr vorher kurz klären, ob ihr das Thema romantisch oder wissenschaftlich betrachten wolltet.
      Wissenschaftlich gesehen, Liebe ist Chemie, Hirn- und Nervenimpulse, etc. Wie ein Reflex, es passiert etwas bestimmtes und der Körper reagiert. Demnach:
      - Die Liebe ist nicht immer da
      - Die Liebe ist unterschiedlich stark
      - Liebe wird durch bestimmte Reize hervorgerufen
      - Bei einem Mangel an Reizen vergeht auch das Gefühl

      - Liebe ist nicht gleich Liebe
      Der schwerste Punkt ist wohl die Frage, warum liebt man und hört dann auf, oder warum hört der Partner auf. Hat sich etwas geändert? Oder war es von Anfang an mehr sowas wie ein Phantom? Nun, wir sind permanent in Änderung, wir lernen, wir erfahren, etc. Genauso wie man Phobien teilweise heilen oder besiegen kann, so kann sich auch die Liebe ändern. Das Hirn lernt dazu, ändert sich, reagiert später anders.

      Und da verschwindet die Liebe. Es muss keinen direkten Zusammenhang geben. Es können ganz banale Dinge sein. Es kann ganz schleichend sein. Bestimmte Erlebnisse formen uns, wir entwickeln uns, und wir ändern uns. Als Nebeneffekt vergeht vielleicht die Liebe.

      Meist ist der Verlust der Liebe gekoppelt an das Kennenlernen des Partners. Man liebt am Anfang eine Person, aber eigentlich liebt man seine eigene Version von der Person, da man viele Dinge der Person noch garnicht kennt. Die malt man sich dann selber aus oder lässt sie einfach offen. Irgendwann, bei engem Kontakt, lernt man aber halt auch negative Dinge kennen. Und diese Ändern uns und unsere Wahrnehmung, und die Liebe wird dann vielleicht nicht mehr angeregt. Weg ist sie, puff.

      Meine Variante: Die Pfanne ist heiss, solange der Herd an ist. Die Liebe ist da, solange sie angeregt wird. Und wenn nicht, dann ist die Pfanne kalt und die Liebe weg.

      -JAW

      Ombutsmann schrieb:

      die Frage, die mäusl aufwirft, ist sachlich nicht korrekt.
      (...)
      Die Frage deshalb sachlich richtig gestellt, heißt:
      Wo geht die Verliebtheit hin

      Ich glaube nicht, dass Mäusl die Frage "falsch gestellt" hat. Die Frage, wo Verliebtheit hingeht, erscheint mir zu trivial, um von Mäusl gestellt und von Solitär beantwortet worden zu sein. ;)