ruhe, gelassenheit, zuversicht und loslassen

      hallo zusammen,

      hab mich eben in meditation versucht und es war ganz interessant:

      ich bin ja nicht der stille typ, der stundenlang in ruhe herummeditiert. bei meinem temperament muss das natürlich des öfteren etwas anders laufen :rotfl: : ich liege auf meiner couch und höre musik - rock oder country oder klassik - ja nach stimmung. die liedtexte sind egal, es geht um die melodie oder die stimme des sängers. dann schließe ich die augen und beginne, über gewisse gegebenheiten oder sätze zu "meditieren". es ist mir tatsächlich gelungen, diesmal ein bild zu sehen. ich bin ein albatros (wahrscheinlich gerade deshalb, weil diesen tieren doch oft nachgesagt wird, sie seien etwas ungeschickt :agree: ) und ich fliege durch die nacht hinauf zu den sternen. ich fühle mich frei und ruhig! mit jedem flügelschlag dehne ich mein bewusstsein - alles ist friedlich

      weiß jemand von euch - vielleicht puma - was es bedeutet, ein albatros zu sein? es war ja nun kein traum sondern eine vision? warum ein vogel? weil ich mich derzeit beflügelt fühle? weil ich nicht mehr weglaufen mag und das fliegen jetzt vorziehe?

      meditieren macht müde. ich bin fertig aber innerlich sehr friedlich.

      hab mich übrigens mal über reiki erkundigt. mit reiki ist wohl nicht unbedingt zu spaßen. ich wusste bis dato nicht, dass man mehrere energien schicken kann! sollte ich mal bei meinem reiki-meister nachfragen was er denn alles geschickt hat.... jedenfalls hat reiki - von den richtigen menschen ausgeübt - eine unglaubliche kraft und macht. ich solle mir wohl überlegen, ob ich eine blockhandlung zulasse! das find ich fast ein wenig unheimlich ..... gibts hier jemanden mit reiki-erfahrung?



      hallo jaw,

      Der innere Frieden ist das Basiszustand. :klatsch: genauso sehe ich es auch! das ist unsere bestimmung - liebe und frieden!

      Du musst die Ruhe nicht finden, du musst die Unruhe meiden und die Ruhe findet dich. :agree: an diesem punkt bin ich gerade. ich fange an, das zu begreifen

      Meist reicht es nämlich seine Erwartung zu ändern, nicht sie zu erfüllen :schmunzl: auch ein satz von dir, der mich erreicht!

      danke jaw - bin immer und immer wieder begeistert wie du die dinge siehst! das bringt mir immer sehr viel!
      Hallo Mäusl

      Lenken dich Texte (auch wenn du nicht auf sie hörst) nicht ab vom meditieren?

      Als ich deine Vision gelesen habe, habe ich schon mein Traumsymbolbuch hervorgezogen, bevor ich gelesen habe, dass du danach fragst... :D Ausserdem glaube ich sind auch Träume eine Art Vision.

      Also unter Albatros steht:

      Eleganz, Leichtigkeit, guter Überblick. Volkstümlich: Gute Nachrichten sind auf dem Weg, alles wendet sich zum Guten.

      Na das klingt doch Gut!! Sehen wir mal was unter Vogel steht:

      Geistige Inhalte. Man möchte den überblick haben erleichtert werden. Besitzt immer auch eine erotische Bedeutung (vögeln). Kann auch Abgehobenheit bedeuten. ...

      Da zum Vogel auch das Fliegen gehört... :

      Selbstübersteigerung oder Flucht aus Problemsituation. Sehnsucht nach Leichtigkeit in schwerer Situation. Fliegen und Fallen (u.a.) treten zumeist in angstbesetzen Träumen auf oder in ausgesprochen angenehmen Befreiungsträumen. Flugträume sind bei bes. Jugendlichen oft ein Hinweis auf Überforderung durch überstiegene Erwartungen und Erfolgsdruck der Umgebung. Sie gleichen oft einem Rauscherlebnis mit Abheben und Leichtigkeit wie beim Liebesrausch. Die meisten alten Mythen kennen den Zusammenhang zwischen dem Fliegen und der Sexualität. Heute wo das Fliegen eher alltäglich geworden ist, bleibt zwar die alte Bedeutung noch bestehen ("nur Fliegen ist schöner" und "Angst vorm Fliegen"), ...
      Die Ägypter sahen solche Träume als Flucht aus Schwierigkeiten. Schon bei den Griechen und Römern wurden Flugträume als Liebesrausch interpretiert. Nach Freud sexuelle Wunsch- und Erkennungsträume. Freud erklärte Flugträume durchweg als sexuelle Wunschvorstellungen. Moderne Traumexperten, bes. in den USA, interpretieren Flugträume durchgehend als Wunsch, einer Problemsituation zu entgehen oder die eigenen Grenzen zu überschreiten. ...


      Dann habe ich auch noch zum Symbol Stern nachgelesen:

      Der innere Kern, die Führung und Hoffnung. Das Traum- und Märchensymbol des Sterns hängt fast immer mit dem Schicksal des Helden zusammen (er ist unter einem guten oder schlechten Stern geboren). Wie der Held so folgt auch die Träumende ihrem Stern, d.h. man folgt seinen inneren Sehnsüchten und Wünschen, um sein Leben hell und strahlend werden zu lassen. Seinem Stern zu folgen heisst klar zu sein und seine Bedürfnisse zu kennen. Das Verfolgen der eigenen Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse setzt einen Mut zur unkonventionalität voraus, der Sie jedoch zu neuen Erfahrungen und einer erfüllten Lebensweise führen wird.
      ... Stern bedeutet das am Himmel Ausgebreitete, das Verstreute. Die Sterne breiten sich am Himmel aus, wenn die Sonne als Bewusstseinssymbol untergegangen ist. So sind die Sterne das eigentliche "Licht" in der Finsternis.
      ... Im Traum des Renaissance-Gelehrten G. Cardano zeigt der herunterfallende Stern die Geburt an. Der Stern weisst auf die Geburt einer bedeutenden Persönlichkeit.


      Vielleicht wirst du nachdem du endgültig mit Mario abgeschlossen hast, als NOCH bedeutendere Persönlichkeit "wiedergeboren"! Hoffentlich bringt dich das irgendwie weiter... :wave:
      danke puma! wow, du bemühst dich immer so! herzlichen dank!!!!

      na, wenn das nicht alles passend auf meine situation ist! der vogel und die sterne. genauso ist meine derzeitige situation. ich versuche aus einer problemsituation zu fliehen! da kommt ja vieles zusammen: mario, der krebs meiner freundin, dieser verdammte urlaub in dem ich nur krank war.... ja, momentan will ich meine eigenen grenzen übersteigen.

      Das Verfolgen der eigenen Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse setzt einen Mut zur unkonventionalität voraus, der Sie jedoch zu neuen Erfahrungen und einer erfüllten Lebensweise führen wird = 100 Punkte würd ich sagen!


      mich stört die musik überhaupt nicht wenn ich "meditiere". ist das überhaupt meditieren? muss man immer ruhig meditieren? laut bagwhan (schreibt man den so?) gibt es auch die aktive form des meditierens mit musik und tanzen. ich jedenfalls konzentriere mich auf die musik bis meine gedanken abschweifen und dann höre ich die musik eh nicht mehr. ich kann es nicht anders erklären.....

      mäusl schrieb:

      danke puma! wow, du bemühst dich immer so! herzlichen dank!!!!
      Gern geschehen! Es macht spass zu helfen. Und irgendwie tuen das doch alle hier, jeder der kann, gibt dem anderen etwas von sein Wissen weiter. Ob der dann etwas damit anfangen kann oder will, ist dann eine andere Sache.

      mäusl schrieb:

      na, wenn das nicht alles passend auf meine situation ist!
      Faszinierend, nicht wahr? Ich denke es immer wieder.

      mäusl schrieb:

      ist das überhaupt meditieren? muss man immer ruhig meditieren? laut bagwhan (schreibt man den so?) gibt es auch die aktive form des meditierens mit musik und tanzen.
      Ja das kann ich mir schon auch vorstellen, grenz vielleicht auch an eine Art Trance, oder so...

      mäusl schrieb:

      ich jedenfalls konzentriere mich auf die musik bis meine gedanken abschweifen und dann höre ich die musik eh nicht mehr...
      Ich mache es genau so - wenn ich denn mal Ruhe habe... :D
      Ja und ich denke, man stellt nur Fragen auf die man die Antworten schon kennt... Ist das das selbe?

      Nein keinesfalls. Erstens ist es nicht das Selbe, zweitens stellen viele Leute viele Fragen, auf die sie die Antwort nicht kennen. Allein das ist der Kern aller Forschung.

      Na ja, das klingt ja schon sehr trist! Kann man denn den Frieden nicht auch z.B. in der Natur finden?

      Das war ja nur die Extremvariante, das stille Zimmer. Man findet seinen Frieden überall, wo einen nix "stört". Sei es Natur. Manch einem mag ja Vogelzwitschern nerven, der wird da nicht ruhig. Wie gesagt ist für mich ja Ruhe nur die Abwesenheit von Störung, dies wiederum hängt einfach persönlich davon ab, was bei einem als Störung eingeht.

      Aber ich finde es toll, wenn du so gelassen (fast) allem gegenüber sein kannst! :top:

      Hm man steht mit einem Bein in der Gleichgültigkeit. Was für mich Gelassen bedeutet, dazu sagen andere Emotionslos. Für mich gehts halt darum, sich aufs Wesentliche zu konzentieren. Ich befasse mich halt viel mit Problemen von Personen und Paaren, das geht vom Forum hier bis zu eher seriösen TalkSendungen und sowas. Als Aussenstehender bekommt man da mit der Zeit so seinen Eindruck zu sagen "alles halb so wild". Da streiten sich manche wirklich über Blödsinn. Das muss man für sich einfach mal durchsetzen zu sagen, hauptsache Glücklich.

      Musste bei mir selber feststellen, dass man selbst den anderen nicht wirklich ändern kann. Wenn überhaupt, tut derjenige das selber.

      Also von mir persönlich kann ich sagen, viele meiner Fehler nehme ich selber nicht wahr, man denkt halt garnicht drüber nach. Ohne die Hilfe anderer, die mich drauf hinweisen und meist auch konstruktiv darüber reden und helfen, Lösungen zu finden und den Weg des Änderns zu beschreiten, und aber auch die nötige Geduld haben meine Fehler auch mal zu dulden, wäre da nix.
      Insofern sag ich mal, im Kern passiert die Änderung durch die Person selbst, aber oft ist der Anstoss und ggf auch mal eine Richtungsweisung von Aussen massgeblich. Viele Änderungen würden nicht passieren, wenn nicht andere dies verursachen würden. Nur aus mir heraus zum Spass ändere ich mich ja nicht zwingend.

      Also würde ich schon sagen, andere ändern mich. Dazu auch passiv betrachtet. Was ich einfach nur mit und durch andere erlebe, formt mich. Meine erste Beziehung z.B. da sind viele Fehler passiert auf beiden Seiten. Das hat auch viel Änderung mit sich gebracht, was ohne meine damalige Partnerin ja in der Art nie passiert wäre. Das ist dann dein Mobile Gedanke. Nur dadurch dass dich einer anruft und mit dir in die Disko geht erlebst du vielleicht was, was bei dir zu einer Änderung führt.

      -JAW

      Puma schrieb:

      ... man stellt nur Fragen, auf die man die Antworten schon kennt...
      Okay, ich muss dazu sagen, dass das meine eigene persönliche Erfahrung ist, bei mir selber, die hätte ich vielleicht nicht veralgemeinern sollen.

      Jaw schrieb:

      Das war ja nur die Extremvariante, das stille Zimmer.
      Ach so, dann ist ja gut...

      Jaw schrieb:

      Man findet seinen Frieden überall, wo einen nix "stört"....
      ...Da bin ich deiner Meinung.

      Puma schrieb:

      Musste bei mir selber feststellen, dass man selbst den anderen nicht wirklich ändern kann. Wenn überhaupt, tut derjenige das selber.

      Jaw schrieb:

      Ohne die Hilfe anderer, die mich drauf hinweisen ... wäre da nix....
      Na klar bekommst man Hinweise und Impulse zu einer möglichen Veränderung von anderen, aber schlussendlich liegt es an dir das anzunehmen und es umzusetzten, verstehst du, was ich meine? Normalerweise ändert man sich ja nicht, weil es mir ein anderer gesagt hat, sondern weil ICH damit einverstanden bin und es ändern will. Aber ich verstehe schon auch was du meinst, man brauch manchmal schon einen Schubs von aussen, um in die Gänge zu kommen :agree: .

      Wir haben aber immer die Wahl, was wir mit etwas tun das uns erreicht: Nehmen wir es an, oder stossen wir es ab. Diese Entscheidung liegt ganz alleine bei uns, auch wenn wir noch soviele gute Ratschläge bekommen, kann es sein, dass wir diese nicht annehmen möchten oder können, warum auch immer...
      ich glaube, ich muss meine wahrnehmung verändern um gelassener zu werden. ich gebs ja zu, dass ich eher die pessimistin bin, wenn es um liebesangelegenheit geht. während ich analysiere und überlege, deute ich meistens alles negativ. daher natürlich auch die unruhe!

      würde ich erlebnisse positiver wahrnehmen, wäre ich ruhiger. ich höre ja nicht auf in meinen bemühungen und so habe ich es geschafft nicht wie eine irre auf mein handy zu glotzen (nur ab und zu :tongue: ) und auf nachricht von fitti zu warten.
      sein interesse ist vorhanden und ich werde den teufel tun sauer zu sein nur weil er nicht so reagiert wie ich es erwarte. ja, die erwartungen....

      jaw, dein beitrag ist interessant. mit einem bein in der gleichgültigkeit stehen - das sind wieder worte, die mich erreichen! genauso schaffe ich es nämlich letztendlich auch, loszulassen.

      meine ruhe finde ich merkwürdigerweise in der musik - denn da ist es nie ruhig :schmunzl: aber ich konzentriere mich auf die melodie oder die stimme des sängers und somit kann ich absinken! auch beim sport komme ich zur ruhe, denn ich bin da ganz auf mich konzentriert - auf mich und meinen körper. auch beim autofahren kann ich ganz bei mir sein! wenn ich überlege, wieviele wichtige entscheidungen ich schon in meinem auto getroffen habe..... allerdings darf ich dabei KEINE musik hören!

      es sind wirklich die kleinigkeiten, die uns ändern! ein einziger tag/abend kann dein leben auf den kopf stellen weil eine person in dein leben tritt, die dir impulse gibt, die dir vorher fremd waren. das macht es doch gerade interessant - die geschichten und erfahrungen anderer menschen, die dies an uns weitergeben!

      mäusl schrieb:

      ich gebs ja zu, dass ich eher die pessimistin bin, wenn es um liebesangelegenheit geht. während ich analysiere und überlege, deute ich meistens alles negativ. daher natürlich auch die unruhe!


      Dadurch macht mans ja auch negativ. Ich glaube auch Zuversicht, Optimismus, Hoffnung, kurz positive Gedanken sind der Treibstoff der Liebe. Sich dafür einzusetzen und stark zu machen, wider Hürden, wider Rückschlägen und wider Zweifel, darauf kommt es an. Wenn man Zweifel hat, dann gibt man nix rein, man strahlt "negative Wellen" aus, und dann erkaltet das Interesse auch von der Gegenseite, wenn der Partner nur so ein Gefühl der eigenen Unlust vermittelt bekommt.

      Man in sich selbst ist praktisch Anklage, Verteidigung und Richter. Klar darf man seine Zweifel haben, aber man sollte trotzdem für die Liebe entscheiden. Man wird ja sehen ob sich Zweifel erhährten.

      Auf jeden Fall, wenn einer Aufgibt, bricht die Sache zusammen. Das ist ein Teufelskreis zudem. Wenn man anfängt nachzudenken und Zweifel zu haben und sich negativ einzustellen, dann wird es immer schlimmer. Man findet mehr und mehr Haare in der Suppe, man gibt immer weniger rien, der Partner merkt das und gibt auch irgendwann auf. Dann kommt nix mehr und das nährt wieder die eigenen Bedenken.

      Vor allem dann, was bringt es denn zu Zweifeln? Wirkliche Probleme in der Beziehung machen sich deutlich bemerkbar, ohne dass man darüber zweifelt, die schlagen einem ins Gesicht. Vor Gericht im Zweifel für den Angeklagten, und in der Liebe im Zweifel dafür. Wenn man sich nicht sicher ist, dann ist es sicher, dass es so schlimm nicht ist. Wenn man nachdenkt, dann baut man sich Blödsinn auf. Falsch gesagte Worte, nicht erhaltene Anrufe, fehlende Aufmerksamkeiten, man zieht sich da unrelevanten Kleinscheiss ran um irgendwas dran festzumachen. Und oft zu Unrecht, denn selber ist man nicht besser. Man hört ja z.B. immer mal wieder von Leuten, die sich beklagen, der Partner würde nie mit so kleinen Aufmerksamkeiten rüberkommen, mal Blumen mitbringen oder sowas. Aber wenn man die dann fragt, was sie selber denn dem Partner so schenken, da ist dann auch nix.

      Meine Waffe gegen Zweifel war bisher, den Spiess umzudrehen, und das hat viel Erfolg. Spiess umdrehen, bedeutet zwei Dinge
      1) Erfülle ich selber Anforderungen, die ich stelle? Spiele ich selber nach den Regeln, die ich dem Partner aufdrücke? Mach ichs selber besser?
      2) In den Partner hereinversetzen. Mit einer anderen Sicht betrachtet stehen viele Dinge in einem anderen Licht. Bei mir und meiner Freundin gibt es z.B. viele Dinge, die auf den Lebenslauf zurückgehen, also Erziehung und "gross werden", Kindheit und so. Ich bin Einzelkind ohne weitere Verwandschaft, nichtmal Grosseltern oder so, und sonst auch kaum was, ein Onkel in Argentinien den ich alle paar Jahre sehe, ein Onkel von dem ich 20 Jahre nix wusste bis er zum Pflegefall wurde, und jetzt fährt meine mutter halt 1 mal die Woche hin aber ich hab mit dem nix. Kurz gesagt bestand meine Welt weitestgehend nur aus mir und Eltern. Meine Freundin hingegen hatte eine jüngere Schwester und einen Rattenschwanz an Verwandschaft, locker 20 Personen, son richtiger Klan, und alle lebten in einem Ort und hingen permanent zusammen rum.
      Und da gibts viele Dinge, wenn man die dann einfach mal vom anderen Standpunkt betrachtet sehen die ganz anders aus.

      So eine von den beiden Sichten trifft fast immer. Entweder merkt man, dass man es selber nicht besser macht als mans vom Partner haben will, oder man merkt, dass bestimmtes Verhalten völlig verständlich ist für dne Partner, weil er einen anderen Lebensweg hat und so. Es hat ja jeder so seine Art. Ich bin Programmierer, meine Freundin Gestalterin, da trifft dann Logik auf Emotion. Klar dass da Differenzen sind. Da haben wir halt jeweils Schwächen im anderen Bereich.

      Und was ich wichtig finde, drum sag ichs nochmal, wirkliche Probleme muss man nicht erzweifeln oder erdenken, die sind offensichtlich. Wenn man belogen oder betrogen wird zum Beispiel, das ist ein ganz deutliches Problem, da muss man sich nicht bei Musik hinsetzen und nachdenken. Aber eben alles, was einem nicht ins Gesicht springt ist auhc kein Problem. Wenn ich ne halbe Stunde nachdenken muss damit mir dann einfällt dass er mir ja seit 2 Wochen keine liebe SMS mehr geschrieben hat, ja hallo muss das ein Problem sein.

      -JAW
      Mir huscht gerade ein zynisches Grinsen über die Lippen.

      „würde ich erlebnisse positiver wahrnehmen, wäre ich ruhiger.“

      Möchtest du einen kurzen Wechsel der Perspektive? Bei mir wurden vor einigen Wochen zwei Tumore diagnostiziert. Ich wandere seitdem von Arzt zu Arzt, ohne eindeutige Ergebnisse zu bekommen und verlasse die Praxen immer wieder dem Hintergedanken daran, dass drei nahe Verwandte binnen Monaten an der bei mir vermuteten Krebsart verstorben sind. Vor einigen Tagen habe ich bei einer Untersuchung zum ersten mal erlebt, was es bedeutet, vor Schmerz ohnmächtig zu werden. Trotzdem bin ich innerlich ruhig und vertraue darauf, dass sich alles zum Guten wenden wird.
      Gelassenheit und innere Ruhe brauchen eine realistische Perspektive, Selbstvertrauen, das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und deren Grenzen und das Vertrauen darauf das alles, was passiert, einen (vielleicht nicht immer erkennbaren) Sinn hat. Du musst lernen, die positiven Momente in deinem Leben wahrnehmen und schätzen zu können, die negativen als lehrreiche Erfahrungen zu verbuchen und dir klarmachen, dass du die Fäden in der Hand hast und bestimmst, was mit dir passiert und was nicht. Selbstmitleid und Jammern sind ebenso wie Pessimismus kontraproduktiv und bringen dich im Leben keinen Schritt weiter. Ich bin froh, dass ich über einen offensichtlich grenzenlosen Optimismus und recht eigenwilligen Humor verfüge und wünsche dir, dass du ebenfalls irgendwann an diesen Punkt kommst. Spätestens, wenn dich das Leben mit ernsthaften Problemen konfrontiert, wirst du beides dringend brauchen… :schmunzl:

      Gruß
      Esmeralda

      Esmeralda schrieb:

      Trotzdem bin ich innerlich ruhig und vertraue darauf, dass sich alles zum Guten wenden wird.
      Gelassenheit und innere Ruhe brauchen eine realistische Perspektive, Selbstvertrauen, das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und deren Grenzen und das Vertrauen darauf das alles, was passiert, einen (vielleicht nicht immer erkennbaren) Sinn hat. Du musst lernen, die positiven Momente in deinem Leben wahrnehmen und schätzen zu können, die negativen als lehrreiche Erfahrungen zu verbuchen und dir klarmachen, dass du die Fäden in der Hand hast und bestimmst, was mit dir passiert und was nicht. Selbstmitleid und Jammern sind ebenso wie Pessimismus kontraproduktiv und bringen dich im Leben keinen Schritt weiter. Spätestens, wenn dich das Leben mit ernsthaften Problemen konfrontiert, wirst du beides dringend brauchen… :schmunzl:

      Gruß
      Esmeralda


      Respekt! Wahre Worte!! Genauso und höchstens 1 Promille anders ist es! :agree: Kann man nix anfügen.

      Zu dem medizinischem Problem, an der Wesermündung werden Daumen gedrückt! :troest: (Kenne das von meiner Frau)
      liebe esmeralda,

      ich wünsche dir ganz viel glück und zuversicht. du glaubst gar nicht, wie betroffen ich bin, wenn ich deine zeilen lese. noch dazu weil auch gerade bei einer meiner besten freundinnen brustkrebs diagnostiziert wurde. sie ist sehr tapfer und stark - anders als vor der diagnose.

      alles gute, viel kraft und liebe menschen, die dich auffangen!
      Ich habe solche Extrembeispiele bewusst vermieden. Das läuft auch unter meiner Idee von "es kommt immer drauf an, was man selber daraus macht". Das betrifft natürlich auch Todesfälle und Schicksalsschläge. Im Endeffekt ist das jedermanns eigene Sache, ob man von der Brücke springt oder recht robust ist. Aber ich finde diese Bereiche zu Extrem um zu sagen "Ruhe bewahren". Manche Leute haben die KRaft und Zuversicht, auch bei solchen Brocken eine gewisse Ruhe zu wahren, aber das kann ich nicht als Standard hinstellen.

      Wobei es praktisch schon ist. Ich kann nicht sagen, man sollte auch sowas optimistsch sehen, aber ich kann sagen, wenn man es optimistisch nehmen kann, hat man seine Ruhe.

      -JAW
      @ Jaw:
      Natürlich verlangt kein Mensch, solche Ausnahmesituationen gelassen zu nehmen.
      Auch wenn es ein wenig niederträchtig klingen mag: Wenn ich von solchen Extrembeispielen gehört habe war das immer wieder Anlass für mich, mir bewusst zu machen, wie gut es mir eigentlich geht und genau deshalb habe ich hier geschrieben. Es gibt Dinge im Leben, denen man sich unterwerfen muss. Aber die Perspektive, die Wertung solcher nicht beeinflussbaren Ereignisse (und damit meine ich nicht Tod oder Krankheit, sondern viel banalere Arten von Machtlosigkeit) liegt in der Hand des Betrachters. Ich denke nicht, dass optimistische und ausgeglichene Menschen objektiv ein besseres Leben führen als solche, die mit einer negativen Weltsicht und persönlicher Unzufriedenheit durchs Leben gehen. Während es Menschen gibt, die ständig mit Wehmut an das denken, was sie nicht haben, verpassten oder scheinbar nicht erreichen können gibt es andere, die in der gleichen Situation ihre Lebensumstände zu schätzen wissen und ihre Energie nicht in Pessimismus und Grübeleien über ungenutzte Chancen investieren, sondern direkt auf ihr Ziel hinarbeiten. Ob ich aus einer Bauchlandung eine Lehre ziehe, oder mit leidender Miene vor der nächsten Hürde stehe, die mich vermutlich wieder zu Fall bringen wird, ist nicht nur ein Gedankenspiel, sondern beeinflusst ganz maßgeblich das Endergebnis.
      Fakt ist, dass man sich diese Weltsicht erarbeiten kann und Optimismus und innere Ruhe keine von Gott gegebenen Eigenschaften sind.
      In diesem Sinne wollte ich mäusl nicht demonstrativ einen vermeintlichen Standard- Optimismus predigen, sondern ihr ein abschreckendes Beispiel unter die Nase reiben um ihr klarzumachen, dass sie tatsächlich allen Grund hat, optimistisch und gelassen zu sein.

      Allen anderen vielen Dank für die lieben Worte – ich lass mich nicht unterkriegen. :schmunzl:
      Hallo Esmeralda,

      ich bin tief betroffen. Dass wir dich unter diesen Umständen wiedersehen müssen. :traurig:

      Deine Einstellung gefällt mir sehr gut und auch ich wünsche dir sehr, dass du zu den Menschen gehörst, die Glück haben. Menschen mit so einer Einstellung gehören im Hinblick auf Gesundheit immer zur Gewinnerseite.

      Auch ich war vor einigen Jahren von einer schweren Krankheit betroffen, nahm Cortison und andere Medikamente ein, bis ich schließlich wie durch ein Wunder zu den 25 % der Menschen gehörte, die wieder völlig gesund UND medikamentenfrei werden. Ursache der Erkrankung vollkommen unbekannt. :(
      Ich habe zuerst getrauert, resigniert und dann habe ich beschlossen, das Leben zu genießen. Ich bin heute davon überzeugt, dass es meine Lebensfreude war, die mich gesund werden ließ. Aber die Phasen der Trauer habe ich auch gebraucht und ich hatte nach meiner Genesung noch einige Jahre Zweifel, wenn eine Blutuntersuchung anstand. Erst seit etwa 2 Jahren kann ich ganz gelassen zu Blutuntersuchungen gehen.

      Liebe Esmeralda, ich wünsche dir auch einen so glücklichen Verlauf. Vielleicht ist es bei dir doch nicht so schlimm. Und wenn doch: Die Menschen, die an Wunder glauben, erleben auch Wunder.

      Ich sage da gern: "Einmal ist immer das erste Mal."

      Jella
      Hallo Esmeralda
      Hallo alle anderen natürlich auch! :D

      Ich finde deine Worte auch sehr schön und sehr passend. Und wie du mit deiner Krankheit umgehst :respekt: :top: Ich wünsche dir auch alles Gute!!!

      Ich war eigentlich schon immer ein Optimist, habe mich aber immer wieder von Kleinigkeiten und unwichtigen Dingen "ablenken" lassen. Mir wurde in letzter Zeit bewusst, was wirklich wichtig ist und daran versuche ich mich heute festzuhalten. Darum gefällt mir sehr gut was du schreibst und kann nur sagen :klatsch:

      Liebe Grüsse und Danke :wave:
      Puma
      ich stelle immer mehr fest, dass ich gelassener bin seit ich mich auf mich selbst konzentriere. ich versuche gerade, in mich öfter hineinzuhören. bisher hab ich mich halt einfach mal so hingenommen, weil ich eben da bin. kann mir jemand folgen?

      es ist aber ein unterschied, ob man sich wahrnimmt, weil man sich endlich wichtig nimmt oder ob man sich halt einfach damit abfindet, weil man eben da ist.

      zum thema krankheit: meine krebskranke freundin ist gelassener seit sie um ihre krankheit weiß. ich bewundere sie sehr dafür. wie oft war sie depressiv und ist am leben verzweifelt. heute sieht sie vieles anders! jetzt würde sie gerne mit mir um die häuser ziehen und tanzen und lachen. als sie gesund war, hatte sie zu nichts bock, war verbittert weil kein mann in sicht war. tja, jetzt hat sie das thema abgehakt weil sie sowieso das nächste jahr keinen abkriegen wird - ihre worte! seitdem ist sie aber befreit und wartet nicht mehr auf ihren retter. sie kann sich nämlich nur selbst retten

      wir haben beide festgestellt, dass es wichtiger ist, gute freundinnen zu haben als eine beziehung die nur mittel zum zweck ist. welcher partner hält denn wirklich zu einem wenn es drauf ankommt? wieviele kneifen und verziehen sich? ihre gelassenheit und kraft schöpft sie aus uns - ihren freundinnen und das tut ihr und uns, die wir ihr beistehen, unwahrscheinlich gut