Sucht!

      rumpelstilz schrieb:

      Und jetzt ich wieder! :agree:



      Recht hast Du! Früher hatte man das Gefühl, zu einem exotischen Grüppchen von Aussenseitern zu gehören, wenn man kiffte. Heute ist das so weit verbreitet, dass man wohl schon fast zu einem exotischen Grüppchen gehört, wenn man NICHT kifft.:grohl:



      Die Wirkung ist natürlich eine andere, aber vom Süchtigmach-Vergleich her stimm ich Dir zu.

      Hei, ich hab vor einem Monat zum ersten Mal seit meinem letzten Absturz (fast 10 Jahre) auf harte Drogen ein Päckchen Brown Sugar in den Händen gehalten, ca. 3 Gramm! Das war ein komisches Gefühl, diesen Dreck in den Fingern zu halten! Früher wäre das sofort in meiner Hosentasche verschwunden, heute flog das ohne Zögern in den bereitstehenden Müllbeutel. Ich hatte nämlich die "Freude", am Arbeitsplatz das Zimmer eines Bewohners, der rausgeflogen ist, zu räumen. Ich war auf einiges vorbereitet, Spritzen, Pillen etc. Aber der Beutel Brown Sugar hat mich doch überrascht. Aber eigentlich hat mir das Ganze nur bestätigt, was ich sowieso denke und fühle - ich brauch das Zeug nicht mehr! Und das ist ein gutes Gefühl!

      Dafür wurde ich angefragt zur "Mitarbeit" an einem Buch, das von einem Psychologen, einem Soziologen und einem Psychotherapeuten geschrieben wird und die erfolgreiche Wiederintegration von Süchtigen in die Gesellschaft beinhaltet. Naja, Mitarbeit ist vielleicht ein bisschen viel gesagt. Ich stellte mich zur Verfügung für 4 Interviews die insgesamt 6 Stunden dauern und dann eben auch fürs Buch ausgewertet werden.

      Worauf ich auch noch gespannt bin ist was ähnliches. Der selbe Psychotherapeut macht für Mitarbeiter der Schweizer Invalidenversicherung einen eintägigen Weiterbildungskurs zum Thema "Sucht". Da werden ca. 15 bis 20 Leute erwartet und die haben ihn gefragt, ob er nicht einen Süchtigen, der die Sucht hinter sich hat, mitbringen könne. Natürlich kann er - MICH!! :D
      Ich kenne viele Leute, die von der Hoffnungslosigkeit wieder zu einem sinnvollen und guten Leben zurückgefunden haben. Es ist nämlich bei weitem nicht so, dass ein Junkie zwangsläufig an der Droge krepieren muss! Und es ist mir ein Anliegen, meinen Teil dazu beizutragen, dass das einem grösseren Teil der Gesellschaft auch in den Kopf dringt.


      Dazu fällt mir immer was ein. ;) Hihi, Rumpel als Musterexemplar,ne im Ernst, hab auch schon x gedacht das es mir "Spaß" machen würde, junge Leute was über das Thema zu erzählen. Weiß noch als ich selbst Schüler war, da hatten wir in der Klasse einen Typen der uns was über Drogen/Alkohol erzählen sollte :agree: , der war leider n Flopp weil sogar für Schüler als Alkoholiker zu erkennen.
      Wohl war, Junkies sterben nur früher weil des Zeug und die Umstände "dreckig" sind. Bekäme man das Zeug rein aus der Apotheke, wäre es körperlich nicht so schädlich wie Alkohol.
      Ich habe Drogen aller Art, eigentlich meist aus Abenteuerlust oder Langeweile genommen. Hatte aber wohl auch Glück, das ich nie so "drauf" war an irgend etwas wie Koks oder Gift hängenzubleiben. Na ja, die Wahrheit ist wohl eher das ich n Gras und Rotweintyp bin, so war ich nie volle Pulle auf härtere Sachen fixiert.
      Für die meisten "Normalos" wohl eh kaum vorstellbar, ich hab eigentlich n normales Leben hinter mir, immer auf der Arbeit, ja sogar ein eigenes Geschäft geführt, was ich von den Eltern übernahm. Für viele meiner Bekannten war mein Leben spießig, bin ich auch einerseits und doch
      seit 25 Jahren immer mit Drogen in Kontakt. Seh ja sogar total normal aus, mit Seitenscheitel und so. Die größten Probleme, Peinlichkeiten und Geldstrafen kamen eigentlich immer vom Alk.

      Das Problem ist eigentlich mehr n philosopisches, weil man einfach nicht frei ist wenn man irgend etwas braucht.

      Wo Du das Zimmer von dem Bewohner aufgeräumt hast, puh, 3 Gramm!
      Klasse das Du es in den Müll geworfen hast!
      Ich denke an H eigentlich gar nicht mehr. Nur immer wenn das Zeug in einem Film auftaucht, wo z.B. vom Blech geraucht wird, dann halte ich unwillkürlich immer die Luft an, als ob ich es grad in die Lungen saugen würde. :brueller: :cheese:
      1998 lag ich x im Krankenhaus, bekam Opiate gegen die Schmerzen, solange der Schmerz da war, war alles OK. Nur die letzte Dröhnung bekam ich, als sie schon nicht mehr notwendig war. Das ende vom Lied, kaum war ich draußen habe ich mir am Wochenende was besorgt, war dann auch das letzte x. Davor hatte ich 5-6 Jahre nix genommen. Aber das Gefühl, im Krankenhaus, hat mich gleich wieder heiß gemacht.
      (1 ganzen Tag an einer Zeitschrift gelesen)

      Also ich bin da nicht stolz drauf und man muß für alles im Leben zahlen!
      Mein Lungenkrebsrisiko ist imens, zu den Tüten kommen ja uach noch Zigaretten und total oft n leichten bis mittleren Kater zu haben ist auch nicht so prall.
      Nur ich habs im Griff, wie ich schon schrieb, zum Glück besteht auch nicht die Gefahr das ich in Lebenskrisen verstärkt zuschlage, zumindest nicht was Rauschgift angeht.

      Ich schrieb es ja schon 1000x, Alk oder Drogen werden erst richtig gefährlich wenn der Mensch sie veredelt und die Wirkung potenziert.
      An Branntwein krepiert man bedeutend eher als an Wein, die Indios kauen seit über 1000 Jahren Koka, erst Kokain wurde zur Geißel. Psychopilze gibt es seit es Pilze gibt nur LSD macht ziemlich sicher verrückt. Opium war jahtausende lang ein Narkotikum und Heilmittel, erst als es industriell hergestellt wurde, called Heroin bzw. Morpium, wurde es zum Massenelendbringer.

      Und hey, was sagt euch euer Herz wenn die Polizei ne Grasplantage hochnimmt, die Graspflanzen sind ja wohl nun voll harmlos. Wenn ich mir dagegen n Schnapsregal im Supermarkt vorstelle, das sieht nicht harmlos aus.(zumindest für mich).

      Und zuguter Letzt, wenn Gott was gegen Cannabis hätte, hätter er die Pflanzen nicht "erfunden". ;)

      Scorpio schrieb:

      Dazu fällt mir immer was ein. ;) Hihi, Rumpel als Musterexemplar,ne im Ernst, hab auch schon x gedacht das es mir "Spaß" machen würde, junge Leute was über das Thema zu erzählen.


      Tja, früher konnte man mich als schlechtes Beispiel anführen - heute als gutes! Die zweite Möglichkeit ist mir 10000x lieber!

      Scorpio schrieb:

      Wohl war, Junkies sterben nur früher weil des Zeug und die Umstände "dreckig" sind. Bekäme man das Zeug rein aus der Apotheke, wäre es körperlich nicht so schädlich wie Alkohol.


      Dam right! Reines Heroin greift die Organe nicht an (inkl. Gehirn) - was man vom Alk in keinster Weise behaupten kann. Alk ist eh (nebst Tabak) die Volksdroge Nr. 1 und wenn man vergleicht, wieviel die legalen Süchtigen den Staat kosten, dann kann man über die Zahlen der illegal Süchtigen nur lachen! Aber die Gesellschaft braucht ja ein paar Sündenböcke und da eignen sich Junkies und andere Drogenköppe immer noch am besten. Die Mehrheit ist "legal" süchtig und die Mehrheit bestimmt ja, was akzeptiert wird und was nicht. Lächerlich, wenn einer mit der vierten Mass Bier in der Hand und der 20. Zigarette über Süchtige herzieht!

      Scorpio schrieb:

      Ich habe Drogen aller Art, eigentlich meist aus Abenteuerlust oder Langeweile genommen. Hatte aber wohl auch Glück, das ich nie so "drauf" war an irgend etwas wie Koks oder Gift hängenzubleiben. Na ja, die Wahrheit ist wohl eher das ich n Gras und Rotweintyp bin, so war ich nie volle Pulle auf härtere Sachen fixiert.


      Abenteuerlust war bei mir sicher auch vorhanden. Und dann halt dieses Gefühl zu einer speziellen Gruppe zu gehören - eben den Dropouts, den Gammlern, Hippies, vor denen mich immer alle gewarnt hatten.... Vom ersten Joint zum ersten Trip und zur ersten Linie war für mich nur eine Frage der Zeit - und die verlief in dieser Beziehung sehr schnell. Aber dass ich dann mal an der Flasche und Nadel hänge und pillenmässig alles erreichbare in mich reinschaufle, das hat sich da noch nicht so klar gezeigt und das hätte ich auch weit von mir gewiesen.

      Scorpio schrieb:

      Also ich bin da nicht stolz drauf und man muß für alles im Leben zahlen!
      Mein Lungenkrebsrisiko ist imens, zu den Tüten kommen ja uach noch Zigaretten und total oft n leichten bis mittleren Kater zu haben ist auch nicht so prall.
      Nur ich habs im Griff, wie ich schon schrieb, zum Glück besteht auch nicht die Gefahr das ich in Lebenskrisen verstärkt zuschlage, zumindest nicht was Rauschgift angeht.


      Krebs! :plnot: Auch mein persönliches Schreckgespenst. Tüten rauche ich keine mehr, Zigaretten höchstens 10 Stück am Tag (heute noch gar keine ;) ) und trotzdem bin ich mir auch bewusst, dass mein Risiko relativ hoch ist. 30 Jahre rauchen lagert sich auch ab und meine Leber sieht auch nicht mehr taufrisch aus nach meinen Alkoholexzessen und Hepatitis A, B und C ..... Kommen noch die zirrhotischen Vernarbungen dazu, die der Arzt vor Jahren mal festgestellt hat. Letzter Test vor zwei Jahren war ok und ich trinke ja auch seit über 10 Jahren keinen Alk mehr. Aber dieses Wort "zirrhotisch" wirkt schon immer noch nach. Ok, ich laufe deswegen nicht tagtäglich mit Paranoia rum, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass sich die Folgen meiner praktizierten Lebensweise im Alter negativ bemerkbar werden machen. :mad2: Ich möchte natürlich auch bei voller körperlicher und geistiger Gesundheit 150 Jahre alt werden. Aber seien wir realistisch...... :D

      Scorpio schrieb:

      Ich schrieb es ja schon 1000x, Alk oder Drogen werden erst richtig gefährlich wenn der Mensch sie veredelt und die Wirkung potenziert.
      An Branntwein krepiert man bedeutend eher als an Wein, die Indios kauen seit über 1000 Jahren Koka, erst Kokain wurde zur Geißel. Psychopilze gibt es seit es Pilze gibt nur LSD macht ziemlich sicher verrückt. Opium war jahtausende lang ein Narkotikum und Heilmittel, erst als es industriell hergestellt wurde, called Heroin bzw. Morpium, wurde es zum Massenelendbringer.


      Recht hast Du! Ist aber auch ein Zeichen unserer Zeit! Es gibt ein paar gewissenlose Schweine die gemerkt haben, dass sich damit Kohle machen lässt und so läuft das Business und wird sich wohl nie mehr stoppen lassen. Abhängigkeiten und Sucht sind zwei Begriffe, die wohl noch nie in der Geschichte der Menschheit solche Bedeutung und solches Gewicht hatten wie grad jetzt.

      Scorpio schrieb:

      Und hey, was sagt euch euer Herz wenn die Polizei ne Grasplantage hochnimmt, die Graspflanzen sind ja wohl nun voll harmlos. Wenn ich mir dagegen n Schnapsregal im Supermarkt vorstelle, das sieht nicht harmlos aus.(zumindest für mich).


      Verhältnisblödsinn der gar keiner weiteren Erklärungen mehr bedarf!! Die könnten das Schnapsregal gleich auch hochnehmen, wenn's nach mir ginge. Vom Suchtpotential her und was Gefährdung der Gesundheit betrifft verhält sich Alk zu Gras wie ein Formel 1 Rennwagen zu einem Kinderfahrrad!!

      Scorpio schrieb:

      Hatte aber wohl auch Glück, das ich nie so "drauf" war an irgend etwas wie Koks oder Gift hängenzubleiben.


      Ist Koks für Dich kein Gift? In Zürich geht die Tendenz momentan klar weg von Sugar hin zu Koks und anderen psychoaktiven Stoffen. Die Folgeerscheinungen einer Kokainabhängigkeit in geistiger Hinsicht erachte ich selbst als wesentlich gravierender als beim Heroin. Psychische Störungen bis hin zu Paranoia und Psychosen findet man bei Kokainisten oft, bei Heroinsüchtigen kaum. Ebenso ist das allgemeine Aggressionspotential von Kokainabhängigen viel höher. Während Heroin dämpft, putscht Koks auf. Man merkt es auch dem Entzug schnell, ob jemand vor allem auf Koks oder Heroin abgefahren ist und meine Erfahrung ist, dass die Heroinsüchtigen allgemein umgänglicher. Fast alle Kokssüchtigen die ich bisher kennengelernt habe, haben gravierendere psychische Probleme.

      Aber ich will damit natürlich nicht sagen, dass eine Sucht besser ist als die andere. Es gibt einfach Unterschiede. Aber jede Sucht ist beschissen, weil sie einen in einen finsteren Kerker wirft aus dem rauszukommen verdammt hart und schwer ist!
      Ich möchte mich auch äussern, bezüglich meines drogenkonsums...ja ich bin auch so ein typ, der den alkoholkonsum mit dem genuss von grass rauchen nicht vergleichen will. Ich finde m. als natürlichen rauchstoff sehr in ordnung. Und verstehe es nicht, es mit alkohol zu vergleichen.

      Das eine wird als geschäft für den staat hingestellt, das andere beispiel, man ist drogenabhängig.. was für ein blödsinn.

      Ich fühle mich abgesehen davon, dass ich auch manchmal fast zwei schachteln ziggis rauche als nicht drogenfreie person.

      In meiner jugend hab ich auch öfter mal lsd konsumiert, aber nicht oft. Aber es hat mir angst gemacht. es waren sehr bewusstsein-erweiterte drogen, dass ich damals mal auf einen horrortrip gekommen bin.. danach war ich geheilt.. meine letzte schwarze pyramyde hab ich im klo hinuntergespült.

      Mehr hab ich nicht probiert, únd will ich auch nicht
      und das sind 30 jährchen her :D

      rumpelstilz schrieb:

      Man merkt es auch dem Entzug schnell, ob jemand vor allem auf Koks oder Heroin abgefahren ist und meine Erfahrung ist, dass die Heroinsüchtigen allgemein umgänglicher. Fast alle Kokssüchtigen die ich bisher kennengelernt habe, haben gravierendere psychische Probleme.


      alles ohne eigene Erfahrungen:
      Alk ist eine Sache aber andere Drogen.....

      Heroin setzt einen doch in ne Watte Welt
      während Koks aufputscht und dich "grossartig"
      fühlen lässt von daher haben
      beide Drogen doch eine andere "Zielgruppe"...
      vielleicht gehen Leute die sowieso schon
      ne Meise haben eher auf Koks und ballern sich damit
      den letzten Rest logik aus dem Schädel?

      und das Heroin dem Hirn nix antut?...
      es macht auch in reiner Form süchtig oder?
      also wird es schon "irgendwas" im Hirn verdrehen denk ich mir....
      das das Zeug das man vom freundlichen
      Türken um die Ecke kriegt
      nicht irgendwelchen Reinheitsnormen entspricht
      macht die Sache natürlich nicht besser.

      Kontrollierter Verkauf von "genormtem" Stoff wäre
      da alle mal besser,
      wobei halt bestimmt eine Menge mehr
      Leute mit dem Zeug kontakt hätten wenn das
      Risiko und der Preis geringer wird.
      (Freundin verlassen.... ach spritz ich mir
      was um drüber zu kommen)

      Scorpio schrieb:


      Aber ganz entschieden, DROGEN SIND KEINE LÖSUNG, junge Leute Finger weg! Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß!

      da muss ich jetzt aber entschieden widersprechen
      ich würd mir wünschen das die Leute
      Drogen eben nicht so "dämonisieren"
      damit macht man die doch erst "attraktiv"
      weil sie eben "counter culture" sind....

      da fällt mir ein Spruch von Hans Söllner ein:

      "wenn einmal jemand auf dem Schulhof
      meinen Kindern sagt
      "schau mal kleiner ich hab da was ganz feines für dich"
      dann weiss ich schon heute das mein Kind sagen wird:
      "da kommst schnell mal mit zu mir,
      mein Vater hat bestimmt was besseres"

      ich würde mir wünschen das Drogen einfach zu bekommen
      sind aber verpöhnt...
      "was? du nimmst Drogen....
      man muss dein Leben langweilig sein"

      vielleicht auf der Stufe wie jemand der zu ner Prostituierten geht?
      damit würde doch auch niemand angeben
      und ist doch im Endeffekt kaum ein Unterschied,
      ich "kaufe" mir Gefühle.

      Das ist aber nur ein Traum weil wir
      in Deutschland zu viele Leute haben, die einfach nicht
      genug Motivation haben um zu sagen:
      "Nein, ich nehm keine Drogen ich hab sowas doch nicht nötig"

      es gibt ja auch genug Leute die
      zu ner Prostituierten gehen,
      nur weil sie sich nicht trauen nen
      Mädel anzusprechen......

      Ok schlagt mich jetzt nicht,
      ich will niemanden hier angreifen/verurteilen
      (Himmel hab selber schon ne Menge Mist gebaut)

      Richard schrieb:

      und das Heroin dem Hirn nix antut?...
      es macht auch in reiner Form süchtig oder?
      also wird es schon "irgendwas" im Hirn verdrehen denk ich mir....


      Heroin dockt an die selben Rezeptoren, an die auch die körpereigenen Opiate andocken, die Endorphine. Endorphine sind die Moleküle des Freudengefühls und entstehen, wenn uns irgendein Stress oder Schmerz trifft. Dies sind eigentlich die natürliche Opiate des Organismus - und nach denen können wir genauso abhängig werden, ohne dass das Gehirn geschädigt wird.

      Aber es geht mir auch gar nicht darum, zu propagieren, dass Heroin "gesund" sein soll. Es geht mir darum, aufzuzeigen, dass legale Drogen unter einem anderen Aspekt angeschaut werden. Es ist NICHT schlimmer, von Heroin abhängig zu sein als von Alkohol - die ganzen sozialen und gesetzlichen Umstände mal ausser acht gelassen.


      Richard schrieb:

      Kontrollierter Verkauf von "genormtem" Stoff wäre
      da alle mal besser,
      wobei halt bestimmt eine Menge mehr
      Leute mit dem Zeug kontakt hätten wenn das
      Risiko und der Preis geringer wird.
      (Freundin verlassen.... ach spritz ich mir
      was um drüber zu kommen)


      Und was tut die Pharmaindustrie anderes und verdient sich dumm und dämlich? Glückspillen sind DER Renner und die "Schöne Neue Welt" von Aldous Huxley wo man seine Befindlichkeit täglich durch die Einnahme von "Soma" steuert, ist nicht mehr weit entfernt!!!

      Richard schrieb:

      Ok schlagt mich jetzt nicht,


      :pruegelk: .... einmal nur, weil's Spass macht! :D
      Immerhin schreibst Du nicht (wie anderswo schon mal), man müsse halt einen trinken, um mit Problemen besser zurecht zu kommen.... :tongue: :tongue:

      chris schrieb:

      die Zigarette noch mit eingereiht. Vom Abhängigkeitspotential her ist das so, also was den Entzug angeht.


      Ja - die Zigi gleich mit!!!
      Aber welchen Entzug meinst Du? Kaum den körperlichen...
      Ich stelle jetzt mal die These auf, dass sämtliche Drogen zu vielleicht 5% körperlich abhängig machen und 95 psychisch. Das wahre Problem liegt in der psychischen Abhängigkeit!
      Ich stelle jetzt mal die These auf, dass sämtliche Drogen zu vielleicht 5% körperlich abhängig machen und 95 psychisch. Das wahre Problem liegt in der psychischen Abhängigkeit!
      Deine These ist bereits wissenschaftlich widerlegt, dennd ie psychische Abhängigkeit ist eine körperliche. Man hat festgestellt, "dass eine Suchterfahrung für immer die Funktionsweise der Nervenzellen im Gehirn verändert. So wandelt sich die Weise, wie die genetische Information abgelesen und in Eiweißstoffe ungesetzt wird: Bevorzugt stellen die zellen nun Substanzen her, die das Gehirn für alles, was mit der Drogen zu tun hat, besonders empfänglich machen. Und wie dicke Kabel liegen im hirn Verschaltungen zwischen Neuronen, die bewirken, dass solche Reize sofort Verlangen nach der Droge auslösen; sie bilden sich kaum zurück."

      Auch interessant: Es läßt sich genetisch bereits erkennen, welche Menschen eine Neigung zu Süchten haben und welche nicht. Besonders gefährdet ist, wer eine zu niedrige Zahl an D2-Rezeptoren, der Andockstelle für den Botenstoff Dopamin, hat. Andere Faktoren sind natürlich die Reaktion des Körpers auf die Droge (genetisch festgelegt), Stress und Neugier.

      Muh schrieb:

      Deine These ist bereits wissenschaftlich widerlegt, dennd ie psychische Abhängigkeit ist eine körperliche. Man hat festgestellt, "dass eine Suchterfahrung für immer die Funktionsweise der Nervenzellen im Gehirn verändert. So wandelt sich die Weise, wie die genetische Information abgelesen und in Eiweißstoffe ungesetzt wird: Bevorzugt stellen die zellen nun Substanzen her, die das Gehirn für alles, was mit der Drogen zu tun hat, besonders empfänglich machen. Und wie dicke Kabel liegen im hirn Verschaltungen zwischen Neuronen, die bewirken, dass solche Reize sofort Verlangen nach der Droge auslösen; sie bilden sich kaum zurück."


      Das würde aber leider auch heissen, dass ich nach wie vor an der Nadel hänge... Tue ich aber nicht. Aber ich gehe schon einig mit Dir - das Gehirn verändert sich durch die Sucht, was aber nicht heisst, dass diese Veränderung irreversibel sein muss und wir dem Gehirn auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind.
      Inwiefern das Gehirn die Psyche beeinflusst und die Psyche das Gehirn ist dann wohl wieder Diskussionsstoff für viele lange Näche.
      Das würde aber leider auch heissen, dass ich nach wie vor an der Nadel hänge... Tue ich aber nicht.
      Nein. Es heißt nur, dass Dein Gehirn eine Neigung zu Suchtverhalten behält, obwohl sich Dein Verhalten längst geändert hat. Die Verführbarkeit Deines Gehirns für Süchte ist größer als bei einem Menschen, der nie eine Sucht ge- oder erlebt hat.

      was aber nicht heisst, dass diese Veränderung irreversibel sein muss und wir dem Gehirn auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind.
      Die Veränderung ist irreversibel, aber natürlich ist man dem trotzdem nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.