Ängste

      Sehr interessant und danke, dass du wieder auf das "normal verständliche" Sprache zurück gekehrt bist... :D Aber stimmt schon, solche Texte können einem manchmal schon einiges klar machen, sofern sie nicht zu Technisch sind...

      Haben alle Menschen irgend eine Art von Sucht? Es gibt ja auch "harmlosere". Kann z.B. Kaugummi kauen auch eine Sucht sein? Aber ich schweiffe hier vom Thema ab, denn ich glaube nicht, dass jemand aus Angst Kaugummi kaut :D - obwohl, vielleicht zur Beruhigung...? :scratch: Oh Mensch, ich hör glaub lieber auf (klingt dieser Satz schweizerdeutsch?), das wird im Moment wohl nichts für mich in diesem Thema...

      :wave:
      Angst muss nicht zwangsläufig in eine Sucht führen. Und Süchtige müssen nicht zwangsläufig durch Angst in die Sucht getrieben worden sein. Über Sucht selber könnten wir einen eigenen Thread auftun (hab ich mal gemacht im alten Forum, das leider schon lange den Bach runter ist..:traurig: )
      Aber ich hab jetzt grad Bock, das nochmals von Neuem zu versuchen.
      :wave:
      Ich verspühre gerade eine ganz schlimme Angst, nämlich, dass mein Thread wegen dem Sucht-Thread vom Rumpel vergessen gehen könnte... :eek2:

      Also weiss du Rumpel, zu erst setzt du mir einen ellen langen Text hier rein, der sowieso niemand (ausser mir) gelesen hat und nun zockst du mir auch noch meine... meine.. was sind denn das? :scratch: Angsthasen? :D ab... :grohl:

      Puma schrieb:

      Entschuldige bitte, aber irgendwie finde ich, dass du dich einwenig widersprichst. Du zählst all die Ängste auf, die dich überfallen und du schreibst davon, dass du deine Ängste wegverdrängst. Gleichzeitig sagst du aber auch, dass du eigentlich keine Ängste hast. Aber das stimmt ja dann gar nicht, du hast sie doch eben beschrieben. Und etwas verdrängen kann man doch nur, wenn auch etwas da ist, das man verdrängen kann??? Aber vielleicht habe ich dich falsch verstanden...

      Hm, zuallererst - kann sein, dass ich mich nicht nur ein wenig, sondern auch öfters ziemlich widerspreche - süß gell? ;)

      Im ernst: So richtig bewusst hab ich noch keine Angst "bewältigt". Manche verschwanden durch einfache Erfahrungen. Aber wohlgemerkt: positive Erfahrungen.
      Das sind so Ängste, die ich mal kurzerhand (gute Basis für neue Widersprüche) Persönlichkeitsängste nenne. Angst vor einer Menge zu sprechen, fällt mir da als mögliches Beispiel ein - und so weiter.
      Ist man vor denen gefeit? Wohl kaum - sonst würde es den Begriff Lampenfieber wohl auch nicht geben.

      Andere Ängste, wie zum Beispiel die Angst eine schlimme Krankheit zu bekommen -- da weiß ich mir keinen Rat, ausser wegschieben.
      Woher die kommt, brauch ich wohl nicht näher zu erläutern. Aber bewältigen? Geht nicht. Das ist kein Kapitel, was man irgendwie bereinigen, abschließen, hinter sich bringen kann, denn es lauert in der Zukunft - oder auch nicht.
      So: ja, ich kenne diese Angst und viele ähnliche - imho unbewältigbare - auch, fand mir bisher als Lösung aber lediglich Verdrängung oder Krücken der Verdrängung.


      So - jetzt hab ich eigentlich viel zu viel getippt, wobei ich am liebsten gleich wieder löschen würde - denn ich komm davon nicht weg: Ängste werden verdrängt, vergraben - scheinen dann vielleicht bewältigt. Aber wer weiß? Wenn der richtige Trigger kommt, wird aus der schönsten Bewältigung wohl ganz schnell wieder Angst.

      Bin ich verständlich? :)

      Anton schrieb:

      Andere Ängste, wie zum Beispiel die Angst eine schlimme Krankheit zu bekommen -- da weiß ich mir keinen Rat, ausser wegschieben.


      Da gehst Du entweder zum Arzt oder zum Psychologen. Und wenn Du beides nicht fertigbringst, dann wirst Du mit der Angst wohl leben müssen oder sie eben verdrängen. Die Wahl hast Du selbst, wie jeder die Wahl hat.
      Hallo Anton (du süsser du ;) :D ) :wave:

      Super! :klatsch: Ich bin zwar keine Psychlogin oder so, aber ich finde du hast schon einen grossen Schritt zur Angstbewältigung getan, nämlich dir darüber Gedanken zu machen und darüber zu sprechen! Das ist doch ein guter Anfang, finde ich!

      Anton schrieb:

      Im ernst: So richtig bewusst hab ich noch keine Angst "bewältigt". Manche verschwanden durch einfache Erfahrungen. Aber wohlgemerkt: positive Erfahrungen.
      Ich glaube das ist sehr oft so, wenn eine Angst "verschwindet", dann weil man vielleicht etwas getan hat, wovor man sich gefürchtet hat und dann bemerkt, dass es doch nicht so "schlimm" ist, verstehst du?! Natürlich nimmt man das dann als positive Erfahrung wahr.

      Ich glaube der Begriff Lampenfieber hat nichts damit zu tun, ob es einem leicht fällt vor einer Menge zu sprechen oder nicht. Für die einen (wie z.B. mich) kann ein solches Gefühl auch ein Kick sein (da wird ja Adrenalin ausgeschüttet)... Lampenfieber hat auch ein paar Vorzüge!

      Anton schrieb:

      Andere Ängste, wie zum Beispiel die Angst eine schlimme Krankheit zu bekommen -- da weiß ich mir keinen Rat, ausser wegschieben.
      Ja klar, gegen Krankheit kann man nicht immer etwas tun. Man hört ja immer wieder, dass Menschen, von denen man denkt, sie leben total gesund usw. trotz allem eine schlimme Krankheit bekommen. So blöd es auch klingen mag, ich nenne das mal Schicksal. Aber ich glaube nicht, dass der erste Gedanke am Morgen, wenn man aufwacht ist: "Oh Gott, heute könnte ich eine schlimme Krankheit bekommen!" und dass diese Angst einem durch den ganzen Tag und überhaupt nonstop begleitet. Ja, man denkt mal darüber nach, die einen vielleicht mehr die anderen weniger. Was kann man gegen diese Angst tun? Dankbar sein, für jeden Moment, den man in gesundem Zustand verbringen darf!

      Angst ist nicht immer schlecht und hat auch ganz bestimmt nichts mit Schwäche zu tun! Ohne jemanden in eine Schublade stecken zu wollen, glaube ich, dass gerade viele Männer das Gefühl haben, keine Angst zeigen zu dürfen (vor allem auch den Frauen gegenüber). Das ist vollkommener Bullshit! Ängste gehören zum Leben auch für Männer. Ein Mann der sagt, er hätte keine Angst vor gar nichts, ist für mich viel unglaubwürdiger (und also uninteressanter) als einer, der gesteht, dass ihm auch nicht alles geheuer ist!

      Anton schrieb:

      So - jetzt hab ich eigentlich viel zu viel getippt, wobei ich am liebsten gleich wieder löschen würde - denn ich komm davon nicht weg: Ängste werden verdrängt, vergraben - scheinen dann vielleicht bewältigt.
      Ich finde du hast genau das richtige getan und hoffe, dass du noch mehr hier hinein tippst!

      Anton schrieb:

      Bin ich verständlich? :)
      Ja, diesmal schon ;)

      Vielen Dank für deinen Beitrag und bis zum nächsten Mal :schmunzl: !
      :wave:
      Na gut, es ist soweit, ich verspüre eine gewisse Angst. Ich weiss allerdings woher sie kommt, von Unwissenheit.

      Ich habe mir lange überlegt, ob ich das hier schreiben soll, und habe mich nun dazu entschlossen...

      Wie einige von euch ja inzwischen wissen, bin ich Mutter von zwei Kindern. Ich hatte das Glück beide Kinder über ein halbes Jahr stillen konnte. Leider ist nach der Stillzeit, meine Brust KOMPLETT verschwunden. Und ich meine wirklich weg, nichts mehr da. Viele sagen mir immer wieder: "Hast du mal einen Push-up probiert?" Nur leider gibt es bei mir rein gar nichts mehr zu pushen... Nun gut, zu Beginn, konnte ich mich recht gut damit abfinden, ich hatte Silikoneinlagen und speziell gefüllte BH's. Trotzdem habe ich meinen Frauenarzt gefragt, was man sonst noch tun könnte. Seine Antwort war: "Brustimplantate". NEIN!!! Das kam damals überhaupt nicht in Frage (das war vor 3 Jahren). Meine Abneigung und Angst damals war nur, weil alles was ich bis dahin über Brustoperationen gehört hatte eher angsteinflössend war. So machte ich mich daran, mich zu informieren. Ich ging zu dem Chirurg, den mir mein Frauenarzt damals vorschlug und er berut mich sehr ausführlich und sehr gut. Meine Einstellung begann sich zu ändern. Ich redete auch noch mit einem anderen Chirurgen, der mir ähnliche Dinge erzählte.

      Im letzten vergangen Jahr, hatte ich immer mehr Probleme mich anzusehen... Ich meine, ich hatte ja nie viel, aber immerhin, war da was. Und so eingebildet es auch klingen mag, ich war immer sehr stolz auf meine Figur. Jetzt aber war ich das nicht mehr. Wo ist blos meine Fraulichkeit geblieben?! Ich wollte sie wieder haben!

      Nun habe ich mich - nach langem überlegen - dazu entschlossen, meine Brüste wieder herstellen zu lassen und ich freue mich sehr! Doch am letzten Mittwoch war ich beim Chirurgen und wir haben alles durchgesprochen und er hat mir alles erklärt. Ich will es auch nach wie vor machen, aber man denkt gar nicht, was alles berücksichtigt werden muss...! Und seit gestern weiss ich den OP-Termin - er ist bereits am 30. August! Ich habe mit September/Oktober gerechnet... Auf einmal überkam mich ein flaues Gefühl, ich kann es nicht mal beschreiben. Und heute war ich mit meinen Kindern und meinem Mann auf einer dieser Trampoline, wo man angebunden ist, um noch höher springen zu können und so. Ich habe mich da raufgestell, aber nicht, weil es einfach spass macht (und das macht es wirklich), sondern weil ich mir dachte, es könnte das letzte Mal sein... Dumm nicht wahr, zumindest dachte ich mir das im gleichen Atemzug. Was bedeutet nun dieses flaue Gefühl in der Magengegend? WARNUNG! Tu es lieber nicht (obwohl ich diese Brüste haben will!) oder ist es der natürliche Respekt den man vor jeder Operation haben sollte?

      Dazu kommt, dass ich es so anstrengend finde, dass mein Mann meine Zeichen nicht versteht. Warum muss man denn immer alles so direkt sagen, wenn es doch nett verpackt, genau so einfach und viel schöner ist??? Aber vermutlich muss ich ihn wirklich frontal mit meiner Angst konfrontieren. Heute habe ich ihn gefragt, ob er denn nicht mal gerne mit mir mitkommen würde, zum Chirurgen, damit er auch mal sieht und hört, was da abgeht. "Ach nein, du machst das schon gut." war seine Antwort. Vielleicht hat er auch Angst, Angst davor zu bekommen, oder so, macht das Sinn?

      Ein Scheissgefühl! Wenn es doch nur schon vorbei wäre. Aber heute habe ich auch im Internet etwas gestöbert und mich noch etwas mehr informiert. Dabei hatte ich sogar davor Angst, nämlich dass ich irgendwelche weitere Schauermärchen zu lesen bekäme. Dann fiel mir auf, dass es wie bei einer Geburt ist: egal wieviele Frauen davon erzählen, bei jeder ist es wieder anders und jede empfindet den Schmerz anders (vor den Schmerzen habe ich auch tierische Angst...).

      Sorry, dass ich soviel geschrieben habe. Ich hoffe, dass es trotzdem jemand gelesen hat. Ich musste mir das einfach von der Seele schreiben...
      Tschüss :wave:
      ... ich habs gelesen puma :wave:

      ich möchte nicht in deiner haut stecken! eine schwierige entscheidung!

      ich kenn drei personen, die brust-ops gemacht haben. eine freundin und eine bekannte jeweils brustverkleinerungen! beide sind hochzufrieden und glücklich, sich dazu entschieden zu haben! der schmerz war es wert. brustverkleinerungen sind - so sagte man mir - komplizierter als eine vergrößerung

      die dritte person ließ sich die brust vergrößern und es gab komplikationen. allerdings wurde diese op in prag durchgeführt für billiges geld. die brust hat sehr schön ausgesehen (von a nach c) aber irgendwie hat sich dann alles entzunden. ich muss mal nachfragen wie die geschichte ausgegangen ist

      ein risiko hast du immer aber ich glaube, es ist auch entscheidend, WER diesen eingriff vornimmt.
      MEIN flaues bauchgefühl ist IMMER eine warnung. aber das ist so ein ganz spezielles gefühl und dann weiß ich, dass etwas sehr schlechtes passiert. das musst du aber selbst entscheiden wie es bei dir ist!

      dass du mit deinem mann nicht so reden kannst, wundert mich nicht. irgendwie sind männer diesbezüglich anders drauf. wahrscheinlich hat er genausoviel angst wie du nur schiebt er es weg. männer sind nun mal etwas anders gepolt und dass er deine geblümten aussagen nicht verstehen will oder kann ist typisch! klartext! nicht böse sein denn das ist seine natur bzw. seine art damit umzugehen! ich drück dir jedenfalls die daumen. ich denke, du wirst plötzlich vom bauch heraus wissen, was zu tun ist!
      Vielen Dank Mäusl :hug: Ich schaue schon die ganze Zeit, ob mir jemand irgend etwas geschrieben hat...

      Inzwischen geht es mir schon viel besser, das flaue Gefühl hat sich gelegt. Ich glaube bei mir kommen diese Gefühle mehr, wegen meinen Kindern, weil ich mir immer überlege, was dann mit ihnen wird... Aber wie gesagt, inzwischen ist es nicht mehr da. Und was meinen Arzt betrifft, habe ich ein SEHR gutes Gefühl. Er ist sehr bekannt und hat einen guten Ruf. Er hat mir auch Bilder von Komplikationen gezeigt. Das war allerdings auch eine Frau, die es im Ausland gemacht hat, wo vermutlich nicht steril genug gearbeitet wurde...

      mäusl schrieb:

      ich muss mal nachfragen wie die geschichte ausgegangen ist
      Ja, das würde mich auch interessieren.

      Inzwischen habe ich meinen Mann auch direkt angesprochen. Ich bin ihm nicht böse, dass er sich einwenig distanziert von dem ganzen, ich bewundere ihn dafür sogar irgendwie. Doch heute habe ich ihn gefragt, was er denn von dem Ganzen hält, er sei immer so still diesbezüglich und ich denke dauernd darüber nach... Er sagte, er kenne sich doch gar nicht aus. Was seien die Konsequenzen, die Gefahren und so weiter. Das kam so richtig aus ihm herausgeschossen, das zeigte mir, dass er sich durchaus Gedanken über das alles macht! Und da ich mich gut informiert hatte, konnte ich ihm den grössten Teil seiner Fragen beantworten. Seit da geht es mir auch besser.

      Ich freue mich, auf meine neuen Brüste... :D Endlich wieder schöne Decoltees und rückenfrei Oberteile, wo meine Spezial-BH's nicht stören, oder die Silikoneinlagen nicht kleben oder gar drohen rauszuplumbsen, bei gewissen Bewegungen und so weiter...
      hi puma,

      du hast dich entschieden und das mit einem guten gefühl. wie schön!!! ich freue mich für dich und natürlich über einen glücklichen ausgang. zweifel sind normal aber auch berechtigt denn sowas ist immer mit einem risiko verbunden. du hast nun alles abgewogen und die entscheidung gefällt - glückwunsch.

      und dein mann hat sich sorgen gemacht. siehst du, manchmal unterschätzen wir die kerle eben doch! :rotfl:

      ich glaube wirklich, dass es darauf ankommt, WER diese op durchführt. wenn du deinem arzt vertraust und er dies schon zig-male gemacht hat, dann besteht wohl nur ein kleines restrisiko. wie gesagt sind meine zwei mädels sehr zufrieden und sie haben nicht bereut, diesen schritt getan zu haben. was bei nr. 3 ist konnte ich noch nicht erfahren aber ich bleibe dran.
      Hallo Puma,
      Du hast die entscheidung für dich getroffen. Ich war eigentlich auch immer gegen jede art von schönheitsoptis, aber ich glaube, wenn man sich einfach selber besser fühlen würde wenn.. dann find ich das voll ok.
      Ich find es gut, dass du hier sehr offen über dieses problem schreibst.

      Ich denke mir nur, dass dein mann mit diesen dingen nicht konfrontiert werden will, weil ihm deine brüste nicht im geringsten abstossen, und ich weiß ja nicht...sagt er dir denn nicht, dass du ihm so gefällst wie du bist?

      Wenn er das sagen würde, wie würdest weiter handeln?

      Ich bin auch öfter unzufrieden, wegen der einen oder anderen stelle meines körpers, aber mich dann wirklich unters messer zu legen, das wäre dann schon mehr als ernst, und ich versuch das schon zu vermeiden.

      Auch mir wurde nahegelegt meine gb teilweise zu entfernen, da ich viele myome habe, und ich verschieb es immer wieder, aber das hat jetzt nichts mit äusserlichkeiten zu tun.

      Wie auch immer, wenn du denkst, es wäre wichtig für dich, und du hast einen vertrauenswürdigen arzt, dann ist es sicher ok.

      Aber schönheit ist meistens mit schmerzen verbunden. Ich hab mir nur ein paar damenbarthaare entfernen lassen.. AUA... hab zwölf sitzungen gehabt, das hat mir gereicht!

      lg caroline
      Hi Mäusl

      Ja, inzwischen geht es mir wirklich sehr gut mit dem Gedanken der OP. Auf die Brüste freue ich mich ja schon lange! Seit heute wissen es auch alle, die es wissen sollten. Ich habe es nähmlich auch sehr lange heraus gezögert, es meinen Eltern zu sagen, weil ich einfach befürchtete, dass ich irgendwelche Predigten hören müsste. Aber genau wie bei meinem Mann wurde ich SEHR positiv überrascht. Sie haben mir sofort hilfe angeboten und gar keine grosse Sache daraus gemacht! So täuscht man sich immer wieder. Wie schön, auf diese Art und Weise belehrt zu werden. Nun fühle ich mich noch wohler!


      Hallo Caroline

      Ich habe lange überlegt und immer mehr Mühe mit mir selber bekommen. Mein Mann habe ich von Anfang an miteinbezogen und mit ihm gesprochen. Er hat mir immer gesagt, dass ich es für ihn nicht machen müsse, er liebe mich so, wie ich bin. Doch er sähe ja auch, dass ich nicht glücklich bin, dann sei es vielleicht ganz gut, dass ich etwas tue - für mich.

      caroline schrieb:

      Ich war eigentlich auch immer gegen jede art von schönheitsoptis, aber ich glaube, wenn man sich einfach selber besser fühlen würde wenn.. dann find ich das voll ok.
      Ja, ich bin inzwischen auch soweit zu sagen, dass man das von Fall zu Fall betrachten muss. Mein Chirurg war mir gleich sympathisch. Er sah mich zum ersten Mal in einem engen Top, darunter hatte ich meine "fake"-Brüste und er fragte mich: "Was haben Sie denn für ein Problem?" Als er sie dann "original" sah, war ihm alles klar und er hatte vollstes Verständnis. Er sagte mir, dass er auch schon Leute wieder nach Hause geschickt hätte, wenn er keinen Grund zur "Verschönerung" sah. Das fand ich sehr lobenswert!

      caroline schrieb:

      Ich bin auch öfter unzufrieden, wegen der einen oder anderen stelle meines körpers,...
      Na ja, es gibt schon noch andere Dinge, die ich mir anders vorstellen könnte, aber damit kann ich viel besser Leben. Ich hoffe nur, dass ich nach dieser OP nicht in einen "Rausch" komme (soll es ja auch geben)! Zum Glück haben wir nicht Geld in Hülle und Fülle, wer weiss, welche "Dummheiten" einem da noch einfallen würden... :D

      caroline schrieb:

      Aber schönheit ist meistens mit schmerzen verbunden.
      Oh ja, darüber freue ich mich gar nicht...

      Vielen Dank Mädels, es tut mir sehr gut darüber zu reden! :hug: :schmatz: :wave:
      Hallo Puma,

      ich hab's auch gelesen und komme erst heute dazu, darauf eingehend einzugehen. Ich hüpfe auch nur von Thread zu Thread, ohne alles von Anfang an mitzulesen. :hail:

      Wenn du dich gut informiert hast, Bescheid über mögliche Komplikationen weißt und einen guten Arzt hast, kann ja nichts schief gehen. Brust-OPs laufen in der Regel gut, nur wenn sie schieflaufen, wird es in den Medien bekannt.

      Deinem Mann war es vielleicht unangenehm, bei einem so intimen Thema beim Arzt dabei zu sein; du bist ja nicht krank, vielleicht kommt er sich als Begleitperson ein wenig lächerlich vor? Es kann sein, dass er das Gefühl hat, dass er vor dem Arzt als jemand dasteht, der deine Brüste als Lustobjekt benutzt.

      Ich finde die Reaktionen aus deiner Umgebung auch toll. Wenn du dahinter stehst und dich gründlich informierst, dann wird es auch gut gehen.

      Jella
      Vielen Dank Jella!!

      Ja ist schon möglich, dass das ein Grund ist, dass er nicht unbedingt mitkommen wollte. Jetzt, da wir einwenig darüber reden konnten, ist es mir auch nicht mehr sooo wichtig. Ich kann ihn schon irgendwie verstehen und akzeptiere es einfach! Er besteht nun darauf, dass er mich ins Spital bringt um 7 Uhr Morgens... Mal sehen, wie wir das mit den Kindern machen können... Nun da ja allle ihre Hilfe anbieten, wird sich wohl ein Opfer finden, das wir aus den Federn jagen können... :D
      Hallo Puma,

      eine Brust-OP birgt meines Wissens vor allem langfristig Risiken durch erschwerte Brustkrebs-Früherkennung, Verkapselung und Materialalterung, die einen Implantataustausch nach 15 bis 20 Jahren erforderlich macht.

      Aber wenn Du die Brüste oft genug ärztlich prüfen läßt und Dich die Aussicht auf eine spätere erneute OP nicht schreckt, stehen die Risiken vermutlich in einem akzeptablen Verhältnis zu dem neuen, schönen Körpergefühl, das Dir die OP schenkt.

      Ich habe selbst vor 1 1/2 Jahren einen (anderen) Eingriff machen lassen, der zunächst zu unerwarteten Komplikationen führte, obwohl der Chirurg eine Koryphäe war, und auch das Ergebnis war lange nicht überzeugend, bis ich jetzt durch Sport so viel "nachgearbeitet" habe, dass ich jetzt sehr zufrieden bin.
      Hallo Muh

      Muh schrieb:

      eine Brust-OP birgt meines Wissens vor allem langfristig Risiken durch erschwerte Brustkrebs-Früherkennung,...
      Ja das weiss ich, wurde mir auch so mitgeteilt...

      Muh schrieb:

      ...Verkapselung und Materialalterung, die einen Implantataustausch nach 15 bis 20 Jahren erforderlich macht.
      Auf die Dauerhaftigkeit der Implantate habe ich meinen Arzt auch angesprochen, da ich so etwas wie du es schreibst auch gehört habe. Er sagte mir, dass es heutzutage schwer sei zu sagen, wie lange sie "halten", da viele Dinge eine Rolle spielen. Wenn alles gut ginge, könne ich die Implantate so lange behalten, bis es eben nicht mehr gut geht... Und auch schon ein anderer Chirug hat mir gesagt, dass man heute nicht mehr von 10 bis 15 oder 20 Jahren redet, es käme eben darauf an. Aber ich halte mal diese Zahlen im Kopf...

      Muh schrieb:

      Aber wenn Du die Brüste oft genug ärztlich prüfen läßt und Dich die Aussicht auf eine spätere erneute OP nicht schreckt, stehen die Risiken vermutlich in einem akzeptablen Verhältnis zu dem neuen, schönen Körpergefühl, das Dir die OP schenkt.
      Das war mit ein Grund, warum ich die OP in meiner Nähe machen wollte, damit ich regelmässig zu dem Arzt kann, der mich operiert hat und bescheid weiss...

      Danke auch für die Adresse die du mir angegeben hast, aber das hätte ich früher wissen müssen. Obwohl du das ja nicht wissen konntest und auch wenn, ich weiss wirklich nicht, ob ich das tatsächlich im Ausland hätte machen lassen. Nicht weil ich ein schlechtes Gefühl in Deutschland gehabt hätte, im Gegenteil, man hört ja immer wieder von ganz guten Ärzten bei euch, aber eben der ganze Weg und so weiter... Und zu dem fühle ich mich wohl bei dem Chirurgen den ich hier habe. Ich habe viele seiner "Werke" gesehen und finde er macht das ganz gut (und ich selber habe das Gefühl, dass ich die "Dinger" sehr kritisch anschaue :D ). Er hat mir ganz ehrlich gesagt, dass ich sehr sehr schlank bin und dass dies, die ganze Sache noch erschwere, die Brüste so zu Implantieren, dass man nichts sieht. Aber mit dem richtigen Implantat (wo es eine enorme Auswahl gibt) kann man gute Ergebnisse erziehlen. Ausserdem wird auch mein Frauenarzt bei der OP dabei sein und den kenne ich ja nun auch schon eine Weile...

      Aber schon klar, dass auch einem noch so guten Arzt mal was daneben gehen kann, das ist mir absolut bewusst.

      Vielen Dank für die Infos! :wave:
      Also, ich bin wieder da... Wohl auf und noch der selbe Mensch wie vor fast einer Woche... Ich habe in der Zeit, in der ich im Spital war auch eine Art Angst erleben dürfen.

      Dienstag bist Mittwoch Mittag hatte ich Gesellschaft. Ich war in einem 3er Zimmer und mit mir waren zwei Frauen. Das war gut, denn man plaudert ein wenig und denkt nicht soviel nach. Am Mittwoch ab ca. 14 Uhr war ich Mutterseelen alleine - ja gut, irgendwann kamen noch meine beiden Schwestern und später mein Mann mit den Kindern und auch noch eine Freundin, aber in den Momenten der "Einsamkeit" überkamen mich beängstigende Gedanken (Die mir auch provezeit wurden... ;) ). Überall zwickete und brannte es, der Rücken schmerzte ich wusste nicht mehr wie ich liegen sollte. Auch das gehen fiel mir schwer, weil es da noch mehr schmerzte. Aus jeder Brust hing ein Schläuchlein, womit "Material" abtransportiert wurde und die ich immer mit mir rumschleppen musste... Da dachte ich mir: "Was soll das überhaupt? Was zum Geier hast du das getan? Was soll dir das bringen? Wieso und Warum?..." Ich hatte sogar Momente, wo ich wünschte alles rückgängig machen zu können. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, wie es sein sollte, ohne diese Schmerzen und ob sie überhaupt einmal verschwinden würden??!!

      Als am Mittwochabend der Arzt, kam dachte ich sogar, dass auch er sich gegen mich verschworen hatte, weil es mal hiess, am Mittwoch Schläuche raus und am Donnerstag nach Hause. Aber als er kam sagte er: "Schläuche noch einen Tag länger drin lassen und erst am Freitagmorgen heim gehen." So eine Scheisse, dachte ich, das tut er mit Absicht, der lässt mich absichtlich schmoren...

      Ich hatte Angst, dass ich zuviele Erwartungen in diese OP, in diese Veränderung hinein gesteckt hatte. Ich hatte Angst einen riesen Fehler gemacht zu haben. Es war ein echt beschissenen Gefühl. Wie konnte ich mich nur darauf dermassen freuen, wie konnte ich nur glauben es würde sich dadurch irgendetwas verändern, dachte ich...

      Trotzallem hatte ich Mittwochnacht viel besser geschlafen als die Nacht davor. Am Donnerstagmorgen bekam ich dann wieder Gesellschaft von einer tollen junggebliebenen Frau. Es war toll mit ihr zu plaudern, sie war sehr offen und irgendwie süss. Vielleicht war es auch die bessere Nachtruhe, oder beides, die "Mitbewohnerin" und der Schlaf, auf jeden Fall ging es mir um einiges besser. Ich konnte wieder besser essen (ohne Angst zu haben alles wieder zu :wuerg: ), ich konnte auch besser aufstehen, es war alles besser!

      Am Abend kam der Arzt und befreite mich endlich von den ekelhaften Schläuchen - das war eine echte Wohltat! Und es ging mir gleich noch ein Stück besser!

      Nun bin ich wieder zu Hause und es geht mir von Tag zu Tag besser. Ich schaue nach vorn und freue mich auf den Tag, an dem ich mir neue Dessous kaufen gehen werde.

      Um mich herum hat sich nichts verändert und ich bin auch immer noch Puma - trotzdem werden für mich in Zukunft ein paar Dinge anders sein ... mal schauen, ob ich es schaffe, sie nicht alltäglich werden zu lassen und sie jeden Tag von neuem zu geniessen... zusammen mit meinem Mann :red: :D der übrigens sehr zufrieden ist............................. :grohl: