Ängste

      Hallo ihr

      Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das hier hinein gehört, aber ich mach einfach mal.

      Ich habe gestern Abend ein Interview mit Nena bei SternTV gesehen. Nena wollte wohl klären, dass sie auch ein ganz "normaler" Mensch ist und dass sie gerade vor kurzem extreme Angst vor dem Sterben hatte. Mir gefiel ihr Satz: "Das schlimmste ist die Angst vor der Angst." Dann ginge nämilch gar nichts mehr. Stimmt schon, finde ich.

      Was denkt ihr über das Thema Angst und wovor habt ihr Angst? Mit wem redet ihr darüber?

      Bin gspannt...
      Gruss

      Puma
      klasse Thema *lob* :top:

      ich habe gerade die Tage ein Buch darüber gelesen, da stand genau das auch drin, dass es nichts gibt, was wirklich Angst in uns auslöst, es sind immer nur unsere Gedanken, die wir uns darüber machen !

      nur leider gibt es alte Muster, die durch bestimmte Situationen oder Emotionen ausgelöst werden und es ist verdammt schwer, diese zu verändern oder gar ganz auszulöschen...

      aber wenn ich mir überlege, was von dem wirklich eingetroffen ist, vor dem ich Angst hatte??

      und trotzdem habe ich sie.
      Hallo Chris und dankeschön

      Ich finde es immer so schwierig, gewisse Dinge zu definieren, dazu gehört auch Angst. Wenn ich mir überlege, dass wir ja vom Tier abstammen, könnte man sagen, dass unsere "Angst" einfach ein Schutzreflex ist, der uns vor Gefahren beschützen kann. :plnot:

      Ich persönlich denke oft an die Zukunft meiner Kinder und oft macht diese mir Angst. Aber dann schaue ich meine Kinder an und begreiffe, dass nur der Moment zählt. Niemand kann das besser als kleine Kinder, die noch kein Zeitgefühl haben.
      Puma, und chris :wave: ich find auch schön, dass du das thema erwähnst,

      Ich hab früher auch viele ängste gehabt, eben auch wegen kinder, zukunft etc...
      Ich hab mir dann vor augen gehalten, dass es mir sowieso nichts bringt, wenn ich heut z.b. vor irgendetwas angst haben würde, weil es mir nur den heutigen tag verderben würde, und ich sowieso nie was ändern könnte, was z.b. morgen oder übermorgen kommt.

      So bin ich schritt für schritt vor dieser angst davongegangen.

      Allerdings spielt auch eine gewisse entwicklung mit, die man sich selber erarbeiten sollte.. was sind denn genau die ängste die du grad hast?

      Liebe grüsse für dich caroline
      Hallo Caroline :wave:

      Na ja, wie gesagt, ich glaube nicht, dass man das so richtig Angst nennen kann. Manchmal sehe ich die heutigen Teenager an und sie kommen mir so verloren vor in dieser Welt. Irgendwie will sie keiner so richtig haben und um sie kümmern und wenn da mal so ein richtiges "Paradebeispiel" von "glücklicher Familie" kommt, die gemeinsam wandern gehen, die alle zusammen essen und diskutieren, wo die Mutter nicht arbeitstätig ist, sondern sich zu Hause um alles kümmert, dann bekommt man komische Blicke. Das mag sich komisch anhören, aber das habe ich schon erlebt! Ich habe manchmal einfach einbischen Bedenken, was wohl alles passieren wird. Doch ich glaube auch, dass alles so kommt, wie es kommen muss.

      Und was Chris gesagt hat

      chris schrieb:

      aber wenn ich mir überlege, was von dem wirklich eingetroffen ist, vor dem ich Angst hatte??
      ich glaube schon, dass bei mir ein paar Dinge eingetroffen sind, vor denen ich früher Angst hatte, doch heute kann ich sie als Teil meines Weges betrachten, sie gehörten einfach dazu.
      Ich finde es gibt so viele Arten von Angst. Ich verspüre zum Beispiel ein unbeschreibliches Kribbeln durch meinen ganzen Körper, wenn ich ein Kind sehe (das muss nicht mal unbedingt meines sein), das sich zu weit aus einem Fenster lehnt, oder so. Doch ich glaube das ist eben unser "Instinkt".

      Ganz schlimm war es, als ich vor anderthalb Jahren übers WE mit meinem Mann nach London geflogen bin. Ich hatte nie Angst vor dem Fliegen, im Gegenteil, ich bin immer gerne geflogen. Aber damals, vor dieser Reise und mit dem wissen, dass unsere Kinder zu Hause sind... was ist, wenn meinem Mann und mir was passiert? Die Kinder hätten auf einen Schlag keine Eltern mehr. Das fuhr damals derart bei mir ein, dass ich sogar einen Abschiedsbrief geschrieben hatte. Heute sag ich dazu nur: UNGLAUBLICH!! :nene: Aber ich erinnere mich noch genau, diese Angst brachte mich fast um... :scratch: Dabei musste ich mich zusammenreissen, weil eigentlich mein Mann der ist, der der Fliegerei nicht traut und er war immer froh, dass ich so ruhig blieb... :D Und schliesslich muss man nicht irgendwo hin fliegen, damit einem was zustossen kann. Ich weiss nicht, warum einem gewisse Situationen mehr Angst machen als andere.

      Im Moment kann ich sagen, dass mir gerade nichts einfällt, das mir Angst macht, denn es geht mir sehr gut. Ja gut, wenn ich Nachts zu Fuss nach Hause gehe, habe ich irgendetwas Waffenähnliches zwischen meinen Fingern, aber das mehr zum Schutz. Oder wenn ich im Keller etwas komisches höre, schaue ich auch, dass ich schneller wieder in die Wohnung komme. Es interessiert mich, wie andere Leute mit Angst umgehen. Wo sie Angst antreffen und ob sie wissen, warum diese hier ist?
      puma, du hast ja bereits zwei Arten der Angst aufgezählt, die eine ist quasi unser Instinkt, der uns vor Dingen schützt, also dass wir wegrennen, wenn uns was bedrohlich vorkommt z.B. und die andere, die undefinierbare Angst. Die kann man nicht in eine Schublade schieben, denke ich, das ist bei jedem Menschen anders, aufgrund der jeweiligen Erfahrungen. Dazu kommt dann noch die persönliche Tagesform, schätze ich mal.
      ich hatte früher Angst Frauen
      anzusprechen *g*

      und das doofe:
      ich hab ewig gewartet und
      so viel darüber nachgedacht was alles passieren könnte....

      dämlich ich weiss,
      das hat sich erst gelegt als
      ich X mal "ins kalte Wasser" gesprungen
      bin:
      (hab ich ja schon mal erwähnt)

      Der Stress ging nicht sofort weg
      aber jedes mal wurde es leichter....

      irgendwie ist in der Zeit
      meine ganze Einstellung
      zu vielen Dingen im Leben von "langsam vortasten"
      auf "erstmal lospreschen" gekippt

      jetzt hab ich nen gutes Mittel gefunden denk ich :D
      Hallo Richard

      Richard schrieb:

      ich hatte früher Angst Frauen anzusprechen *g*

      und das doofe: ich hab ewig gewartet und so viel darüber nachgedacht was alles passieren könnte....

      dämlich ich weiss,
      Na ja, so dämlich finde ich das gar nicht, ich glaube das geht, oder ging vielen so. Das ist dann wohl die Angst vor der Zurückweisung. Ich hatte das auch.

      Richard schrieb:

      das hat sich erst gelegt als ich X mal "ins kalte Wasser" gesprungen
      bin:
      ...Genau, ich sagte mir selber irgendwann: Ich habe doch nichts zu verlieren, denn was ich nicht habe, kann ich auch nicht verlieren. Also konnte ich nur gewinnen. Diese Gedanken helfen mir heute noch, egal bei was. Ich finde es gut, wenn jeder für sich seinen Weg findet, seine innreren Ängste zu überwinden. Und vielleicht ist es auch ganz gut, manchmal mit etwas Respekt an eine Sache ran zugehen... ;)

      Puma schrieb:

      Was denkt ihr über das Thema Angst und wovor habt ihr Angst? Mit wem redet ihr darüber?


      Was ich zum Thema Angst denke, hab ich anderweitig schon mal gepostet, aber hier nochmal:

      Wir alle kennen das Gefühl Angst. Für die einen ist es ein alltäglicher Begleiter im Leben, für die anderen nur eine temporäre Angelegenheit. Viele lassen sich durch Angst der Qualität ihres Lebens berauben. Dabei kann Angst etwas durchaus Sinnvolles sein. In der Vorzeit diente sie, uns das Überleben zu sichern und hatte dadurch einen absolut klaren Sinn und Zweck. Unsere Ängste jetzt sind meist diffuser... Es geht nicht mehr nur noch um das körperliche Überleben. Angst macht uns z.B. eine neue Arbeitsstelle, eine bevorstehende Prüfung, das mögliche Ende einer Beziehung, Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit etc.etc. Und meist setzen wir die Angst nicht ein, um etwas daraus zu gewinnen, sondern werden durch sie gelähmt. Und das ist eben genau nicht der Sinn der Sache!

      Das Leben ist zu wertvoll um durch Angst gebremst zu werden. Der Sinn der Angst ist uns auf etwas vorzubereiten, nicht, uns aufzuhalten. Angst kann unsere Sinne sensibilisieren, unsere Aufmerksamkeit konzentrieren, unsere Entscheidungsfähigkeit verbessern und unsere Energie erhöhen. Sie versetzt uns in die Lage Herausforderungen zu begegnen.

      Wir können unsere Angst fühlen, Stärke aus ihr beziehen und die Kraft, die sie uns gibt im guten Sinne verwenden. In der Angst vor Versagen liegen die Werkzeuge für den Erfolg. In der Angst vor der Blamage liegt die Energie, erfolgreich zu sein. In der Angst vor Zurückweisung liegt die Energie zum Weitermachen. Aber nur, wenn wir uns durch die Angst nicht stoppen lassen.

      Mut ist nicht einfach das Fehlen von Angst. Mut ist vielmehr die Fähigkeit, die Angst in den Griff zu bekommen und zu handeln. Es ist die Fähigkeit, die Angst zu fühlen und es dennoch zu tun... und damit auch die Angst zu überwinden!!

      Der beste Weg mit Angst umzugehen ist, sich ihr zu stellen – genau das zu tun, wovor man sich fürchtet. In den meisten Fällen ist die Angst schlimmer als das, wovor man sich fürchtet. Und dabei kann Angst einen stark machen. Sie macht einen aufmerksamer. Sie gibt einem die Energie, die man braucht, um sich mit dem auseinanderzusetzen, vor dem man sich fürchtet. Wenn man sich entscheidet, seine Angst zu benützen, anstatt sich vor ihr zu fürchten, wird sie sehr hilfreich. Und nochmals: Wer seine Angst benützt, der kann sie überwinden!!

      Ich denke, Angst ist eines der Urgefühle der Menschen. Und wie alle Gefühle ist es erstmal weder negativ noch positiv zu werten - es ist genau das, was man draus macht!!! Und man kann enorm viel gewinnen, wenn man lernt, sich durch Angst eben nicht lähmen zu lassen, sondern damit umzugehen, zu lernen und dadurch zu gewinnen - an Lebenserfahrung und damit auch an Gelassenheit und Freiheit!!

      Gruss
      Rumpel
      Ich habe manchmal Zukunftsangst und Existenzangst. Nicht unbedingt nur um meine Person sondern auch um meine und andere Kinder . Oder auch einfach jüngere Leute als ich. Zumindest in unserem gelobten Land old Germany. Wenn man sieht, welche horrenden Gewinne die Unternehmen einstreichen, aber trotzdem ohne Rücksicht auf Verluste Personal abbauen. Wer kann denn heute noch sicher sein, seinen Job zu behalten. Wenn auf den Vorstandsetagen den Leuten einfällt, die horrenden Gewinne noch höher zu schrauben und ihre eigenen Einkünfte ins uferlose zu steigern.....zu Lasten und auf Kosten ihrer Mitarbeiter, die eigentlich das Geld in die Kassen der Unternehmer spielen. Die Rentenkassen sind leer.....wer zahlt den nächsten Generationen die Rente ? Alle reden davon man müßte selbst dafür sorgen zusätzlich das Alter abzusichern. Aber wie ?........Gesundheitsreform.......für den Arsch. Zuzahlung ohne Ende bei Medikamenten mit steigender Tendenz. Jedes Quartal 10 € "Eintrittsgeld". Angedacht war mal, dadurch die Kassenbeiträge zu senken. Hustekuchen.....die Kassenverbände denken bereits über Beitragserhöhung nach. Unser Scheißstaat ist dermaßen verschuldet , dass, egal wer an die Regierung kommt, Steurerhöhungen Priorität 1 haben. Dass ist die moderne "Steuerreform".
      Man sollte viel mehr Geld in den Bau von Brücken stecken, damit die Leute, die nicht mehr in der Lage sind das Geld für die Miete einer kleinen Wohnung aufzubringen, wenigstens ein Brücke als Dach über dem Kopf haben.
      Das alles macht mir Angst.
      Erni
      Erni
      Hi Erni :wave:
      Ja, ich weiss was du meinst und versteh dich sehr gut. Meinen Mann plagen die selben Ängste.

      Gerade habe ich in einem Film, einen Satz über dieses Thema gehört: "Ein Leben in Angst, ist nur halb gelebt." Also irgendwie gehört die Angst ja schon dazu, aber sie sollte nicht überhand nehmen, wenn das geht...

      Puma schrieb:

      Also irgendwie gehört die Angst ja schon dazu, aber sie sollte nicht überhand nehmen, wenn das geht...


      Klar gehört Angst zum Leben. Angst zu haben ist normal und nicht krank. Krank wird es erst dann, wenn die Angst das Leben bestimmt.

      Nicht bewältigte Angst legt uns in Ketten und hindert uns daran, den Weg zu gehen, den wir gehen sollten!!
      Ja genau! Und ich glaube man kann Angst auch dadurch bewältigen, indem man sie zulässt - auch wenn es nur für einen kurzen Moment ist. Ich denke sowieso, dass man vieles bewältigen kann (auch gewisse Krankheiten), wenn man sie akzepiert und nicht versucht sie zu ignorieren.
      Sehe ich genauso. Angst bewältigen muss nicht zwangsläufig heissen, sie aus der Welt zu schaffen! Es gibt Ängste, die lassen sie nicht aus der Welt schaffen - es gibt aber Wege, mit der Angst zu leben (eben z.B. sie zuzulassen und nicht dagegen anzukämpfen) und das ist dann eben auch als Bewältigung anzuschauen!
      ... interessantes thema!

      angst ist nicht gleich angst, d.h. ich empfinde angst immer anders.

      meine angst vor spinnen: ich habe echt schiss vor diesen biestern.es ist ein gezeter ehe ich sie töten kann, weil ich mich einfach nicht traue. ich habe angst davor, dass das biest flieht und sich dann irgendwo in der wohnung versteckt und mir dann mal übers gesicht krabbelt. mir graut bei dem gedanken!

      meine angst davor lebendig begraben zu sein, mit dem flugzeug abzustürzen, zu ertrinken, einem irren in die hände zu fallen der mich quält: diese gedanken lösen in mir panik aus. ich werde ganz wuschig wenn ich nur daran denke. ein ungutes gefühl, so als ob ich es schon mal erlebt habe. verursacht wirklich teilweise schweißausbrüche.

      meine angst vor schmerzen: kann ich irgendwie überwinden indem ich logisch denke, d.h. mir vorstelle, dass es medikamente und krankenhäuser gibt in denen mir geholfen werden kann.

      meine angst dass sich mario nicht mehr meldet: verursacht ein ungutes bauchgefühl und herzschmerz - ist beschissen aber ich würde es überleben :agree:


      ich glaube, dass angst uns vor vielem bewahren kann und man kann angst sozusagen als lebenshilfe ansehen! wurde ja schon beschrieben dass angst dazu da ist, sie zu bewältigen
      hm... bei mir kann angst sehr lähmend werden. ich habe manchmal total unbegründete angst aus dem haus zu gehen, bzw. überhaupt aufzustehen.
      ich habe durch einen unfall als kind panische angst vor treppen. natürlich kann man treppen nicht umgehen und die "normalen" treppen schaff ich ziemlich locker, obwohl mich auch da manchmal nooch die panik erwischt. naja, irgendwer sagte mal, das beste wär, sich der angst zu stellen, also bin ich mal den kölner dom raufgestiefelt. das war die schlechteste idee, die ich bisher in meinem leben hatte. mir gings dabei so dreckig...
      man darf sihc nich von seinen ängsten beherrschen lassen, doch bei manchen dingen merke ich, dass ich aufpassen muss, dass ich nicht so ängstlich werde, dass es mich in meinem leben einschränken könnte... naja, um treppen kommt man halt nich rum ;)
      Tod und Schoenheit sind zwei hohe Dinge, die gleich viel Schatten und Licht enthalten, so dass man sie fuer zwei Schwestern halten koennte, gleich schrecklich und fruchtbar, erfuellt von demselben Raetsel und demselben Geheimnis.