Jemanden verstehen

      Jemanden verstehen

      Hallo!

      Ich habe da mal wieder iene Frage, zu der ich eure Meinung hören möchte:
      Wie weit kann man einen anderen Menschen verstehen? Also seine Gefühle verstehen, sich einfühlen, Gedankengänge verstehen...
      Kann man sich so Nahe sein, dass man mit dem Herz verstehen kann was ein anderer fühlt oder sind wir durch das getrennt, was uns eigentlich verbindet(also Gefühle?).
      Und gibt es einen Unterschied in der Nachvollziehbarkeit von positiven und negativen Gefühlen?
      Kann ein Mensch überhaupt begreifen was einen anderen bewegt?
      Ist das vielleicht der Kern der "wahren Liebe" oder ist es auch hier noch unmöglich?


      Dazu von Kafka:

      Wenn du vor mir stehst und mich ansiehst,
      was weißt du von den Schmerzen,
      die in mir sind und was weiß ich von deinen.

      Und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde
      und weinen und erzählen,
      was wüßtest du von mir mehr als von der Hölle,
      wenn dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich.

      Schon darum sollten wir Menschen voreinander
      so ehrfürchtig,
      so nachdenklich stehen,
      wie vor dem eingang zur Hölle.

      ---

      Greetz feli
      hey

      Ist das vielleicht der Kern der "wahren Liebe" oder ist es auch hier noch unmöglich?



      du meinst, wenn ich meinen partner zu 100% verstehe, wie er handelt, wie er fühlt etc? ohne das er es mir sagt?
      interessante frage. vorrausgesetzt ich sehe das jetzt nicht falsch.
      da ich eingentlich realist bin, denke ich, dass so etwas nur funktioniert, wenn ich meinen partner auch kenne. also wahrscheinlich über jahre, denn du kennst eine person erst, wenn du alles über sie weisst. der rest wäre wohl eher spekulation.
      übrigens, das würde ja auch bedeuten, dass wenn ich gedankenlesen könnte, immer "wirklich lieben" könnte? aber das heisst ja nicht das ich dann geliebt werde. (ich schweife ab)
      das muss ich mir doch erstmal genauer durch den kopf gehen lassen....


      ciao
      schlaflos

      Re: Jemanden verstehen

      Original geschrieben von Felidae
      Hallo!

      Ich habe da mal wieder iene Frage, zu der ich eure Meinung hören möchte:
      Wie weit kann man einen anderen Menschen verstehen? Also seine Gefühle verstehen, sich einfühlen, Gedankengänge verstehen...
      Kann man sich so Nahe sein, dass man mit dem Herz verstehen kann was ein anderer fühlt oder sind wir durch das getrennt, was uns eigentlich verbindet(also Gefühle?).
      Und gibt es einen Unterschied in der Nachvollziehbarkeit von positiven und negativen Gefühlen?
      Kann ein Mensch überhaupt begreifen was einen anderen bewegt?
      Ist das vielleicht der Kern der "wahren Liebe" oder ist es auch hier noch unmöglich?


      Dazu von Kafka:

      Wenn du vor mir stehst und mich ansiehst,
      was weißt du von den Schmerzen,
      die in mir sind und was weiß ich von deinen.

      Und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde
      und weinen und erzählen,
      was wüßtest du von mir mehr als von der Hölle,
      wenn dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich.

      Schon darum sollten wir Menschen voreinander
      so ehrfürchtig,
      so nachdenklich stehen,
      wie vor dem eingang zur Hölle.

      ---

      Greetz feli


      gugugs Feli
      ich glaube nicht, dass man je einen Menschen ( ups hier stand zuerst Mann, ob das ein freudscher verschreiber war ;) )je ganz versteht. Ich denk nicht mal, dass man sich selbst je ganz versteht, wie dann einen andren? Ich denk sogar eher dass es eine Gefahr ist, zu glauben man kennt den andren nun ganz. Damit steckt man ihn in eine Schublade , aus der er so nicht mehr rauskommt und nimmt ihm jeden Entwicklungsspielraum.
      Ganz ehrlich halt ich es auch nicht für erstrebenswert den andren ganz zu kennen. Viel schöner ists doch, die Augen offen zu lassen und immer mal wieder zu staunen, weil man etwas Neues am andren entdeckt.
      Andrea

      Re: Re: Jemanden verstehen

      Original geschrieben von wiesensteinchen

      Ganz ehrlich halt ich es auch nicht für erstrebenswert den andren ganz zu kennen. Viel schöner ists doch, die Augen offen zu lassen und immer mal wieder zu staunen, weil man etwas Neues am andren entdeckt.


      Ja, das denke ich auch. Besonders ist es gut, wenn es auch in der innigsten Beziehung immernoch Geheimnisse gibt.
      Was willst Du mit einem Freund/Partner, den du ganz verstehst, bei dem keine Fragen mehr bleiben?
      Vorsicht, ich glaub ihr habt mich falsch verstanden.
      Ich rede nicht davon, jemand so gut zu kennen, dass man alles weiß! Ich rede von der Möglichkeit, jemanden zu verstehen wenn er dir von seinen Gefühlen erzählt. Wenn dir jemand erklärt wie verletzt er sich fühlt, sowas nachfühlen zu können(eigentlich genau das, was in dem gedicht steht).
      Beispiele zur Verdeutlichung:
      meine beste Freundin steht immer kurz vorm Selbstmord weil sie sich so wertlos (sie ritzt auch) und überflüssig fühlt. Ich kann diese Gefühle niemals nachvollziehen. Ich versteh sie einfach nicht.
      Oder eine andere, die augescheinlichst tiefe seelische Schmerzen hat, nachdem ihr Freund, den sie gerade 1 Monat KANNTE sie Schluss gemacht hat. Für mich beim besten Willen nicht nachvollziehbar.
      Genauso wenig kann z.B. mein Mitbewohner verstehen, dass ich immernoch manchmal Heimweh habe. Und keiner meiner Freunde kann verstehen, dass ich nach 3 Jahren noch immer den selben will und mir keinen anderen "suche".
      Das sind dann so Situationen in denen man denkt "Ja mei, bisschen bekloppt, aber ich hab ihn/sie trotzdem lieb". Man die Unterschiede einfach hinnimmt, toleriert, aber dann auch nicht wirklich helfen kann, weil man es nicht versteht.
      Gibt es Menschen(und ich habe das nicht nur auf Paare bezogen), die einander verstehen?
      Und mit hellsehen oder Handlungen voraus sehen o.a. hat das überhaupt nichts zu tun. Scheint als hätte ich mich anfangs unklar ausgedrückt.
      Greetz Feli
      Hi Feli,

      ich glaube nicht, daß ich mich zu 100 % in einen reinversetzen kann und dann weiß, was er denkt, fühlt etc.

      Wenn jemand auf ein - einfaches - Bild schaut, das ich nicht sehe und ihm Fragen zu dem Bild stelle, bekomme ich im Laufe der Zeit eine Vorstellung davon, wie das Bild aussehen kann. Wenn ich ihm geschickte Fragen stelle, erfahre ich vielleicht auch Details von dem Bild, ebenso, wenn er ein guter Beschreiber ist. Vielleicht vergesse ich aber auch nach Informationen zu fragen oder es ist nicht klar beschrieben, dann werde ich an der Stelle mir aber auch eine Vorstellung machen. Irgendwann glaube ich zu wissen, wie das Bild aussieht, welche Farben und Muster es hat - und dann schaue ich mir das Bild selbst an und stelle fest, daß ich es mir in manchen Bereichen doch anders vorgestellt habe.

      So ähnlich sehe ich es mit den Gefühlen und Beschreibungen auch. Ich komme zu einer Vorstellung, was im anderen ablaufen könnte, aber vermutlich ist es doch anders, als es in "Wirklichkeit" ist, ich kann mir "sein" Bild aber eben nicht mit eigenen Augen anschauen.
      Feli, wenn ich mich manchmal selber verstehen könnte, dann wäre mir auch schon sehr geholfen. Dahingehend ist es wohl verständlich, dass ich meine Mitmenschen auch nicht immer verstehe. Und meist will ich das auch gar nicht, aber akzeptiere Deren Einstellung!
      N´abend Feli,
      mmh, das Gedicht von Kafka kenne ich auch...
      Mußte ich mir auch schonmal sagen lassen, daß ich meinen Partner nämlich nicht genug verstehe, nicht genügend Empathie besitze, obwohl... ich das eigentlich nicht finde.
      Ich glaube aber, daß man das so nicht kann, wenn man nicht mindestens ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder irgendwie aus dem gleichen Holz geschnitzt ist. Das kann keiner verlangen, höchstens wünschen, aber wenn es nicht paßt, dann gehts eben nicht...
      s.:rolleyes: :confused: :( :confused:
      ...bin der Meinung,dass man niemand in100% verstehen kann ,ich kann keinem Blinden erklähren was die Farbe rot ist ich kann keinem Taubstummen erklären wie das Rauschen vom Meer anhört,weil er einfach nicht sehen bzw. höhren kann;das klingt weit hergeholt aber ist im Grunde das gleiche,keine Mensch war schon einmal in genau der Situation wie ein Anderer,vielleicht in einer ähnlichen aber nie in einer genau deckungsgleichen Situation und es gibt noch viele andere komunenten die da reinspilen ..wie ist sein charakter?...kommt die person gut damit klar weil sie sowas ähnliches schon öffters erlebt hat,so können wir alle nur vermuten wie es einer anderen Person geht .... aber nie WISSEN ....und schon garnicht 100%

      ...man weiss erst wie heiss eine Herdplatte ist wenn man sie berührt hat....

      Du kannst deiner Freundinn nur damit helfen das Du sie unterstützt in dem was Du wirklich weist,kannst ihr zuhöten wenn es ihr gut tut oder sie drücken ...schick sie zu einem Kinder und jugend-psychologen die kennen solche Situationengut un können IHR weiterhelden...(weiss ich)
      100% nachempfinden und verstehen?
      Ich denke, dass ist nicht möglich und auch nicht unbedingt so erstrebenswert.
      Es reicht mir, dass ich in der Lage bin, viele Dinge, Gefühle, Reaktionen anhand meiner eigenen Lebenserfahrung, meiner eigenen erlebten Gefühle und anhand meines Verstandes nachzuvollziehen.
      Ich kann mich in viele Situationen und auch in Gefühle anderer Menschen hineinversetzen und sie nachvollziehen. Stosse ich an meine Grenzen, lass ich es mir erklären, versuch es immer wieder und akzeptier ich es dann, sollte ich es immernoch nicht verstanden haben - und das ist wichtig.
      Aber ich habe bemerkt, dass mein Verständnis meist dann aussetzt, wenn sich mein Gegenüber total entgegengesetzt zu mir verhält, also Dinge tut/sagt/fühlt, die ich nicht tun/sagen/fühlen würde... Dinge, die für mich vollkommen normal sind und der andere sie mir nicht entgegen bringen kann... z.b. etwas wie Toleranz, die Entscheidungen des anderen einfach akzeptieren, auch wenn sie nicht konform mit meiner Lebenseinstellung gehen... Handelt man da entgegengesetzt, ist meine Grenze erreicht. Für mich ist es selbstverständlich, den anderen tun zu lassen, ohne zu verurteilen - aber eben nicht für jeden. Und gerade bei Dingen, die für mich selbstverständlich sind, hört mein Verstehen und Nachempfinden auf... ist mir aufgefallen.
      Man könnte sagen "Das übersteigt dann meinen Horizont. So sehr ich mich auch anstreng"...

      Verzaubert
      Hallo leutz!


      ΩLaurin

      Ich versteh mich selber auch nicht immer, aber wenigstens weiß ich bei mir was ich fühle, auch wenn ich nicht erklären kann warum.

      @Amelie
      Sie hat ihre Therapie gerade wieder abgebrochen. (übrigens kein Kindertherapeut, sie ist schon 21)



      Ich find es seltsam, dass ihr alle a)es nicht erstrebenswert findet, anderen etwas nachfühlen zu können und b) es euch auch nicht stört, dass andere nicht kapieren was ihr fühlt!

      Ich könnte manchmal platzen vor Verzweiflung, wenn ich jemand mit allen Mittel zu erklären versuche wie ich mich fühle und er es einfach nicht kapiert ( und ich meine jetzt nicht, dass er die Gründe nicht versteht, Gründe kann man immer erklären( vorausgesetzt man weiß sie selber) sondern, dass er sich auch das Gefühl nicht vorstellen kann. Und ich rede auch nicht von Liebeskummer, das versteht irgendwie jeder.)
      Ich kann niemand mein Gefühl der Sehnsucht begreiflich machen, solange ich sie nicht klar artikulieren kann( also sagen: ich sehne mich nach...urlaub, einem mann, was weiß ich was..), aber ich kann sie nicht konkretisieren,Oder wenn ich sage, ich bin unzufrieden, dann kann ich niemand mehr erklären, dass ich trotzdem total glücklich bin. Glücklicher als die meisten Menschen die ich kenne. Aber irgendwie heißt es dann immer nur"du kannst nicht beides sein". Und ob ich das kann! Mich frustriert es manchmal maßlos, dass die leute nicht fühlen wie ich. ER ist mir in vielen Dingen so ähnlich, dass er ähnlich fühlt, aber jetzt ist er eh weg. Aber ich frage mich, ob man erst dann große Liebe gefunden hat, wenn man weiß, was der andere fühlt. ( und nein, nicht VORHER weiß, voraus ahnt, jeden Grund versteht...sondern wenn man die "Konsistenz des Gefühl" kennt. Angst ist nicht gleich Angst und Freude nicht gleich Freude. und ich will, dass jemand MEINE Freude und MEINE Angst versteht.
      Ich finde es gar nicht so wichtig, dass die Welt meine Gründe versteht, wobei die nach einiger Bemühung meist eh verstehbar gemacht werden können. Aber findet ihr nicht manchmal auch, dass die Tatsache, dass ihr der einzige Mensch seid, der fühlen kann was ihr fühlt euch mehr von den anderen trennt als tausend Mauern es tun würden?

      Greetz Feli
      Original geschrieben von Felidae
      Ich find es seltsam, dass ihr alle a)es nicht erstrebenswert findet, anderen etwas nachfühlen zu können und b) es euch auch nicht stört, dass andere nicht kapieren was ihr fühlt!


      Oh schrieb das wer?

      Ich möcht mich da durchaus den Vorrednern anschliessen, die ein "Nachfühlen" mit der Abrufbarkeit eigener Empfindungen in ähnlichen Situationen verbinden und ergänzend dazu nenn ich auch noch die Bereitschaft zum Abrufen...
      (ich komm darauf, passend zu deinem Beispiel der Freundin, die Verzweifelt ist, obwohl sie den Kerl doch erst 1 Monat kannte... die Verzweiflung über den Liebes'entzug' kann man wohl kennen, die Erfahrung haben wohl schon genug gemacht; DAS ist das Gefühl dazu. Die Umstände rundum muss man nicht zwangsläufig mitberücksichten - 1 Monat, 1 Jahr, 1 Leben - was solls? Verzweiflung bleibt Verzweiflung, oder?)

      Dann will ich noch ganz locker den Begriff "Einfühlungsvermögen" hier hinschreiben. Das hat man, oder man hat es nicht. Sowas kann man imho nicht 'erstreben'.
      Da bin ich sowieso ganz allgemein der Meinung, dass Eigenschaften nicht antrainiert werden können, die nicht als 'Talent' vorhanden sind. Ich kann nicht witzig werden - ich kann nicht Führung erlernen - usw. Und zum Thema zurückkehrend, denke ich nicht, dass ich es erlernen kann, mich emotional auf anderer Menschen Gefühle einzulassen.

      Aber ich frage mich, ob man erst dann große Liebe gefunden hat, wenn man weiß, was der andere fühlt.

      Korrespondierend zu deinem Verständnis von "andere Gefühle wissen" => Nein.
      Sonst halte ich es schon für wichtig, dass mein Partner auf mein Gefühlsempfinden eingehen kann. Schlicht nach der simplen Milchmädchenvorgabe: wenn dich eine kaputte Glühbirne aus der Fassung bringt, anerkenne ich dieses und zwing dir nicht meinen Umgang "so what!?" auf.

      Angst ist nicht gleich Angst und Freude nicht gleich Freude. und ich will, dass jemand MEINE Freude und MEINE Angst versteht.

      Das finde ich widerum eine unrealistische Forderung.
      Ich bin nicht du. Ich weiss, wie sich Zahnschmerzen anfühlen - wie DU den Schmerz erlebst, werd ich in der von dir erlebten Form nie und nimmer erfahren... aber das finde ich tatsächlich nicht 'wichtig'.
      Ich weiss was Schmerzen sind - und wär ich in deinem Umfeld, würd ich vielleicht/hoffentlich auch wissen, wie du mit Schmerz umgehst und genau DARAUF mein Verhalten abstimmen (so es in mein Verhaltensspektrum passt).
      Original geschrieben von Anton

      Das finde ich widerum eine unrealistische Forderung.
      Ich bin nicht du. Ich weiss, wie sich Zahnschmerzen anfühlen - wie DU den Schmerz erlebst, werd ich in der von dir erlebten Form nie und nimmer erfahren... aber das finde ich tatsächlich nicht 'wichtig'.
      Ich weiss was Schmerzen sind - und wär ich in deinem Umfeld, würd ich vielleicht/hoffentlich auch wissen, wie du mit Schmerz umgehst und genau DARAUF mein Verhalten abstimmen (so es in mein Verhaltensspektrum passt).


      Unrealistisch, klar, ich weiß. Wollte ja auch nur wissen, ob es sowas wohl gibt weil ich es oft gerne hätte.
      Du weißt was Schmerzen sind, okay, aber du weißt nicht, in welcher Intensität sie ein anderer hat. So wie es Bauchschmerzen von "Magen pieksen" bis zu "meine Innrereien sind verknotet und implodieren gleich"gibt, gibt es auch tausend Nuancen von Traurigkeit. Selbst wenn ich sage, ich bin sher traurig, dann weiß keiner WIE, da "sehr" für jeden etwas anderes bedeutet.
      Das Problem hab ich umgekehrt nicht wenn es mir gut geht. Bin ich glücklich , kommt mir die Fröhlichkeit irgendwie aus jeder Pore (ihhh, das klingt jetzt nach Mitessern oder so :rolleyes: ) und jeder "fühlt" es. Zumindest kommt es mir so vor, schließlich reagieren die Leute drauf.
      Ach, irgendwie ist das Thema doof, vergesst es
      Hi Feli!
      Ich link mich hier noch ein.
      Bin ich glücklich , kommt mir die Fröhlichkeit irgendwie aus jeder Pore (ihhh, das klingt jetzt nach Mitessern oder so ) und jeder "fühlt" es. Zumindest kommt es mir so vor, schließlich reagieren die Leute drauf.

      Von Fröhlichkeit läßt man sich gerne anstecken, denn es beinhaltet sowas wie die "Leichtigkeit des Seins". Das Negative bedrückt einen und viele sehen es als Hindernis, welches vehement von sich gewiesen wird. Bloß keine Schwierigkeiten im Leben! Dabei können genau diese Widrigkeiten des Lebens einen weiterbringen, wenn man damit umzugehen weiß.

      Ja, für mich zählt es viel mehr, daß einer sich bemüht, mich zu verstehen, auch wenn das nicht immer der Fall sein kann/darf/muß. Nachvollziehen muß nicht immer sein, geht auch nicht. Hmm, einfache Akzeptanz möchte ich gerne erwarten können.

      Und zuletzt werden wir einen Menschen am ehesten verstehen können, wenn wir miteinander kommunizieren. Denn jeder Mensch verändert sich im Laufe seines Lebens, dem wir nicht immer so schnell folgen können. Ich finde es unendlich schlimm, wenn in der Partnerschaft oder sonst überhaupt die Kommunikation einschläft, sie verhindert ein Miteinander, ein Verstehen eben.

      sonne
      Also ich glaube schon, dass man so in etwa nachvollziehen kann, wie sich ein anderer fühlt. Also ich kann das relativ oft. Klar, man weiß deshalb noch nicht so genau wie sich das Gefühl anfühlt usw. aber man kann doch nachvollziehen wie es funktioniert und wie es in etwa sein muss. Man kann es nicht erleben wie man die Hölle erleben könnte (würde es sie geben), aber man kann es verstehen, nachvollziehen und entsprechend handeln.
      hallo Feli,


      leider weiß ich genau, was du meinst. und je älter ich werde, desto einsamer fühle ich mich deshalb.
      ich glaube auch, daß jeder mensch vollkommen anders empfindet und denkt. und niemand kann den anderen wirklich verstehen.
      und je mehr lebenserfahrung man anhäuft und je ausgeprägter die persönlichkeit im laufe des lebens wird, umso schwieriger können wir wirklich kontakt zueinander bekommen.
      z.b habe ich noch als jugendliche zwei sehr gute freundinnen gefunden, mit denen ich eigentlich alles teilen konnte. sie sind mir so ähnlich in gewisser weise, verstehen mich irgendwie zumindest halbwegs.
      als ich dann vor zwei jahren umgezogen bin zum studium, habe ich wieder versucht, menschen zu finden, die mir so nahe sein können. doch es klappt einfach nicht mehr. ich finde niemanden mehr, mit dem ich meine innersten gefühle teilen könnte odert wollte. komisch...

      oft habe ich das gefühl, zwar von tausenden menschen umgeben, und doch vollkommen allein zu sein. ist das nicht schrecklich?
      es gibt irgendwie keine verbündeten mehr.
      ich glaube je älter wir werden, desto mehr umschließt sich unsere seele mit erfahrungen, vorurteilen und verhaltensmustern und desto weniger können wir andere verstehen und mit ihnen fühlen. die verbindung bricht ab...
      grauslig aber wahr.

      gruß
      defi
      Mann, waren wir früher philosophisch ...

      In alten Threads surfen finde ich cool :top:

      Defifee mag für sich selber Recht haben, ich sehe es anders. Ich finde, das Verständnis und Einfühlungsvermögen wächst mit der Lebenserfahrung eher. Allerdings auch die Toleranz, wenn man etwas nicht verstehen/ nachfühlen kann.

      Twi-n-light;176393 schrieb:

      Mann, waren wir früher philosophisch ...
      :-D

      In alten Threads surfen finde ich cool :top:
      das mache ich gerade, ich schaue, was sich die Leute so ansehen und lese dann auch ein bisschen quer.

      Defifee mag für sich selber Recht haben, ich sehe es anders. Ich finde, das Verständnis und Einfühlungsvermögen wächst mit der Lebenserfahrung eher. Allerdings auch die Toleranz, wenn man etwas nicht verstehen/ nachfühlen kann.
      das entspricht auch meiner bisherigen Erfahrung, sowohl von mir aus als auch von anderen mir gegenüber.

      allerdings ist es je älter ich werde umso schwieriger, wirklich tiefe Freundschaften zu finden, wenn ich so schaue, dann bestehen meine alten bis uralten weiter, neue kommen eher wenige hinzu.

      chris;176396 schrieb:


      allerdings ist es je älter ich werde umso schwieriger, wirklich tiefe Freundschaften zu finden, wenn ich so schaue, dann bestehen meine alten bis uralten weiter, neue kommen eher wenige hinzu.

      Wenn du genügend alte Freundschaften hast, braucht es vielleicht keine neuen? Freundschaften wollen ja auch gepflegt sein, und das geht schlecht, wenn es Dutzende sind.