Weiß nicht, ob es hierhin gehört...

      Weiß nicht, ob es hierhin gehört...

      Hallo,

      viele von euch kenen mich noch von damals (anno weißnichtwann). Auf meinem Mist ist mit Zusammenarbeit mit Stefan auch das "rettende Strohhalm-Forum" gewachsen, weil ich damals wegen zweier enttäuschter Lieben mit zufällig zwei jungen Damen mit Eßstörungen innerlöich dem Tod näher war als dem Leben. Auch jetzt noch tut es immer noch sehr weh, wenn ich an die beiden zurückdenke. Zu einen, weil die eine sich urplötzlich überhaupt nicht mehr gemeldet hat, obwohl wir uns vorher jeden Tag getroffen und uns blendend verstanden haben, zum anderen, weil ich mit der Anderen in einem bösen Streit auseinandergegangen bin, weil ich mich zu sehr in ihr Privatleben (speziell die Eßstörung und die kaputte Beziehung zu ihrem Exfreund) eingemischt habe. Das nur kurz zur Vergangenheit.
      Was mich zur Zeit sehr belastet, und wobei ich nicht so recht weiß, wohin damit, ist meine Angst- und Panikerkrankung und meine Benzodiazepinabhängigkeit (Tranquilizer wie z.B. Valium, etc.) Es gehört zum Teil schon hierher, weil ich wegen der Angsterkrankung so gut wie nie rauskomme und somit auch niemanden kennenlerne. Das bezieht sich natürlich auch auf das Liebesleben. zudem befinde ich mich in einer Spirale aus Angst und Abhängigkeit, aus der ich keinen Ausweg weiß. Vor ein paar Monaten war es so schlimm, daß ich mit meinem kleinen Golf fast frontal gegen eine Betonpumpe (etwas größer als ein Betonmischer) gefahen bin. Irgendwie bin ich mit ein paar kleinen Schrammen davongekommen. Man wollte mich im Himmel wohl noch nicht.
      Das Problem ist, daß ich endlich ein "normales" Leben führen möchte mit rausgehen, Leute kennenlernen, arbeiten und allem, was dazu gehört. Ich habe seit Jahren keine Freundin mehr gehabt und mein Freundeskreis hat sich mittlerweile auf 3 Leute beschränkt. Und ich komme aus dieser Angst-Tabletten-Spirale nicht raus.
      Ich hatte im letzten Jahr zwei Entgiftungen in einer Klinik und bin sogar während der Therapie wegen der Angst wieder rückfällig geworden. Ausnahmsweise haben mich meine Eltern nochmal zu Hause aufgenommen, weil ich während der letzten Entgiftung wegen der Angst nebenbei Benzos konsumiert habe und deswegen aus der Klinik geflogen bin.
      Vor ein paar Wochen habe ich begonnen, mit einem niedergelassenen Psychiater die MBenzos ambulant abzusetzen, was sich auch gut anging. Aber je weniger Benzos umso mehr Angst. Dann habe ich - nachdem mir der Psychiater eine Großpackung der Medikamente verschrieben hatte - mich dazu entschlossen, einen kalten Entzug zu machen; also gar nichts mehr zu nehmen. Aber dann setzen nach ca. einem Tag ziemlich heftige Entzugserscheinungen ein und ich nehme doch wieder welche. Der Familie und allen Anderen spiele ich etwas von Entzug vor und in Wirklichkeit schrumpft mein Tablettenvorrat von Tag zu Tag. In eine Entgiftungsklinik will ich nicht mehr gehen, weil ich schon mehrmals drin war und alleine schon die sterile Krankenhausatmosphäre meine Angst um ein vielfaches steigert. Eine Privatklinik kann ich mir nicht leisten. Psychologen behandeln nur Patienten, die keine Beruhigungsmittel nehmen, weil sonst angeblich die Therapie nicht wirkt. Meiner Familie - eigentlich niemandem - kann ich die Wahrheit sagen und ich weiß echt nicht mehr weiter. Ich bekomme auch Besuch von einer Betreuerin von einer sozial-psychatrischen Einrichtung und selbst der mache ich was vor.
      Fazit:
      ich kann mich niemandem anvertrauen. Meine Eltern würden mich sofort vor die Tür setzen (das ist todernst gemeint!!), in eine Entzugsklinik kann ich auch nicht gehen, weil dqafür einfach die Angst zu groß ist.
      Wer weiß irgendeinen Rat oder kennt eine Klinik (egal wo), in der sowohl entgiftet, als auch die Angst behandelt wird? Wie gesagt, mit meinen eltern reden ist absolut nicht drin. Dann sitze ich vollkommen auf der Straße und habe gar nichts mehr.
      Ich will doch bloß ein normales Leben führen und - letztendlich paßt es doch in ein Liebesforum - die Liebe kennenlernen.
      Kann mir irgendjemand helfen?

      Viele Grüße,

      Fool
      Hallo Fool,

      deinen Namen kenne ich noch, aber deine Geschichte nicht mehr. Deine Situation ist ja ganz schön heavy und du steckst in einem Teufelskreis drin.

      Warum machst du deiner Betreuerin was vor? Denkst du, dass sie dich auch rausschmeißen würde?

      Eine Klinik kenne ich leider nicht, aber es MUSS möglich sein, einen Psychotherapeuten zu finden, der dich auch nimmt, wenn du Tabletten einnimmst. Hast du dich schon wegen deiner Angst behandeln lassen oder scheiterte das immer daran, dass dich kein Arzt wegen der Tablettensucht nehmen wollte? Sind dir die Ursachen deiner Ängste bekannt? Um gegen Ängste angehen zu können, muss man erst mal die Ursache(n) herausfinden.

      Ich habe neulich ein Forum entdeckt, weiß aber nicht, ob es für dich was wäre, aber ich habe den Eindruck, dass dort Sorgen wie die von dir beschriebenen besser bekannt sind, das Forum heißt verletztehelfer.de/ - klicke oben auf das Wort "Forum" und es wird eine Forenliste angezeigt (du musst registriert sein). Vielleicht kann man dir dort konkrete Anlaufstellen nennen. Sonst kannst du auch Psychologen, die dich ablehnen, nach Empfehlungen fragen.

      Ich würde ansonsten wirklich nach einem Psychologen bzw. Psychotherapeuten suchen, der dich auch mit Tablettensucht nimmt, such' bitte weiter und gib' nicht so schnell auf. Wenn eine Klinikatmosphäre dir Angst macht, ist die Suche nach einer Klinik vielleicht auch nicht der richtige Weg.

      Sonst würde ich versuchen, eine Selbsthilfegruppe zu suchen, und zwar für Menschen, die an Angststörungen leiden, ich bin mir sicher, dass es da auch welche gibt, die Tablettenprobleme haben. Die können dir sicher auch Ärzte und Behandlungsmethoden nennen.

      Einen ersten Schritt hast du ja schn getan, indem du darüber schreibst, und das finde ich :top:. Sehr schade, dass du dich deinen Eltern nicht anvertrauen kannst.

      Liebe Grüße,
      Jella
      Hallo Jella,

      vielen Dank für deine Antwort. Das Problem (oder besser die Probleme) sind folgende:
      Angst kann man (meiner Meinung nach) nur mit Verhaltenstherapie behandeln. Und kein echter Verhaltenstherapeut behandelt einen Angstpatienten, der Medikamente (o.g. Benzodiazepine) nimmt, welche die Angst abmildern oder gar verdecken. Wenn man die Dinger nimmt, dann fühlt man sich eben gut und angstfrei und kann dann nicht an den Symptomen arbeiten. Benzodiazepine sind sowieso sehr heikle Medikamente, die mittlerweile (normalerweise) nur ein Psychiater oder Neurologe verschreiben darf. Da traut sich heutzutage kein HAusarzt mehr dran, weil die Dinger hochgradig süchtig machen. Und der Entzug ist die Hölle und erstreckt sich über mehrere Wochen bis Monate mit sehr schlimmen körperlichen und seelischen Entzugserscheinungen, die bis zu einem Delirium mit Krampfanfällen führen können.
      Ich bin jetzt schon so weit in die Sache reingerutscht, daß ich nicht mehr zurückkann. Die einzige konsequenz wäre wieder eine entgiftung in besagter Klinik und die Folgen kenne ich ja. Ich versuche es im Moment folgendermaßen: ich nehme nur dann eine Tablette, wenn die Entzugserscheinungen unerträglich werden und versuche, die Dosis jeden Tag etwas zu senken. Für die medizinischen Fachleute: ich nehme Rivotril und Diazepam (Valium) bei Bedarf, wenn die Angst kommt.
      Ich kann mich wirklich niemandem anvertrauen. Die Frau vom SPZ würde sofort ihre Besuche einstellen und mich in eine Klinik schicken wollen. Meine Eltern würden mich wirklich rauswerfen und ich habe alle Psychologen kontaktiert, die ich - soweit es meine Angst zuläßt - erreichen könnte. Alle haben abgesagt. Es gibt zwar in meiner Nähe eine Privatklinik, die sowohl die Sucht als auch die Angst behandeln könnte, aber als sie mitbekommen haben, daß ich Kassenpatient ohne Geld bin, habe ich von denen auch nichts mehr gehört.
      Und gerade jetzt, wo ich eine Freundin am dringensten nötig hätte, ist das am weitesten entfernt.
      Aber die Seite, die du angegeben hast, werde ich mir gleich mal ansehen. Vielen Dank dafür.

      Viele Grüße,

      Fool
      Hallo Fool,

      mit medizinischen Dingen kenn ich mich leider überhaupt nicht aus, deswegen kann ich dir dazu auch keinen Tip geben, sorry. Aber mir fällt Folgendes für dich ein:

      Du schreibst doch, dass dein Tablettenvorrat immer weiter schrumpft. Wenn er alle ist, ändert sich zwangsläufig etwas, aber dann vielleicht in eine Richtung die du besonders schlimm finden würdest, vielleicht - weil es schnell gehen muss und keine Zeit zum Überlegen mehr ist - sogar eine Zwangseinweisung in eine Klinik so wie du es ja gerade nicht möchtest.
      Also finde ich du solltest JETZT überlegen wie es weitergehen soll. Und da fällt mir eigentlich nur ein, dass du dich dieser Betreuerin der sozial-psychatrischen Einrichtung anvertrauen solltest. Die kann dir doch helfen, eine geeignete Möglichkeit zu suchen. Und die müsste doch auch eine Schweigepflicht haben, also deine Eltern würden dann nichts davon erfahren. Außerdem hat die sicher fachliche Kontakte. UND sie weiß dass du dieses Problem hast und wegen diesem Problem ist sie doch wohl auch deine Beraterin, also wird sie es auch nicht so eigenartig finden wenn du ihr das Tablettennehmen gestehst. Sowas erlebt die doch öfter, mit sowas können solche Leute doch umgehen.

      Und so sehr du dich jetzt alleine fühlst und dir eine Freundin wünschst - die bessere Reihenfolge ist es schon, wenn du erst mal gesund wirst, und dich dann um dein "sonstiges" Leben kümmerst. Eine Beziehung würde solche Probleme vielleicht gar nicht aushalten. Kümmer dich erst mal darum dass es dir selber wieder besser geht!

      Alles Gute!

      Twi-n-light
      Hallo,

      das Problem ist ja immer noch, daß keinem (also auch nicht dieser Frau von der Betreeungsstelle) was anderes einfällt, als daß ich in eine Entzugsklinik gehen soll. Sicher hast du recht, daß ich erst mal gesund werden soll, und mich dann um den Rest kümmere. Aber es ist ja nicht abzustreiten, daß eine "gesunde" Person an meiner Seite, vor allem eine, der ich mich mit allem anvertrauen kann, eine recht gute Hilfe wäre.
      Jedenfalls möchte ich vermeiden, in eine Entgiftungsstation zu gehen, weil ich ja schon von den vorherigen "Entgiftungen" geprägt bin und sich somit schon eine selbsterfüllende Prophezeiung in meinem Kopf breitgemacht hat, es also nicht funktionieren würde.
      Ich habe mich jetzt für die Brachialmethode entschieden, d.h. seit fast zwei Tagen nehme ich überhaupt keine Tabletten mehr und habe auch nicht vor, wieder welche zu nehmen. Es ei denn, daß schlimmere Entzugserscheinungen sich ankündigen würden wie z.B. Depersonalisation oder ähnliches. Im Moment fühle ich mich wie durch den Wolf gedreht, habe Kopfschmerzen wie bekloppt und so grippeähnliche Symptome mit Zittern, Schüttelfrost usw. Aber es läßt sich noch aushalten. Die Frage ist nur wie lange? Im Beipackzettel steht was von wenigen Stunden bis zu einer Woche und länger, je nachdem wie lange und in welcher Dosis man die Dinger genommen hat. Und im Internet habe ich mich mal schlau gemacht, daß andere, die nicht so radikal absetzen wie ich, wochen- und monatelang schwerste Entzugserscheinungen hatten und manchmal noch nach Jahren sog. flashbacks aufgetreten sind. Aber die ersten 48 Stunden habe ich hinter mir und jetzt nochmal mit den Dingern anzufangen, wäre Blödsinn.
      @Jella: ich habe mich in dem Forum angemeldet und warte noch auf meine Registrierung. Scheint gar nicht so schlecht zu sein. Danke!!!
      Vielleicht erhalte ich ja auch hier im Forum ein bißchen Unterstützung, obwohl es eigentlich doch nicht hierhin gehört.

      Viele Grüße,
      Fool
      Hallo Fool,

      ich wünsch dir total dass du das durchhältst.
      Hast du dir überlegt was du deinen Eltern sagst, wenn sie deine Entzugserscheinungen bemerken?
      Willst du deiner Betreuerin nicht wenigstens von deinem Entzug erzählen? Wie gesagt, ich kenn mich da überhaupt nicht aus, aber vielleicht brauchst du doch irgendeine medizinische Hilfe bei diesem Entzug, damit du nicht zusammenklappst!

      Twi-n-ligt
      Hi Fool,

      jeder Tag, an dem du keine Tabletten nimmst, tut deinem Körper gut. Ich wünsche dir auch, dass du es durchhältst - und vielleicht bist du eine Ausnahme und hältst es besser als andere durch?

      Ich habe in dem Forum mal rumgestöbert, es ist jedenfalls ein sehr gut besuchtes. Vielleicht findest du noch andere Foren, die auf deine Zielgruppe zugeschnitten sind. Es gibt übrigens auch Mailinglisten, die können auch hilfreich sein.
      Übrigens, auf der Website dort sind auch Links und Adressen, vielleicht findest du da etwas?
      Ansonsten würde ich im Internet wirklich nachr Selbsthilfegruppe suchen, es gibt sicher Menschen, die dassebe wie du durchmachen und dir Tipps geben können.

      Eine Freundin kannst du auch in deiner Situation finden, das Problem ist nur, dass man innere Unzfriedenheit ausstrahlt und dadurch eher Single bleibt. Ich sehe auch die Gefahr, dass du an ein Mädchen mit Helfer-Syndrom gerätst, für das du uninteressant wirst, wenn du wieder "richtig" gesund bist.

      Ich bin mir sicher, dass es hier im Forum auch Suchtkranke gibt, sie werden sich nur nicht als solche zu erkennen geben - aber ich glaube, dass du mit diesem Thread dafür auch anderen helfen kannst.

      Liebe Grüße,
      Jella
      Hallo zusammen,

      tja, 55 Stunden habe ich es durchgehalten, dann waren die Entzugserscheinungen so schlimm, daß ich doch wieder welche nehmen mußte. Ich sehe meine einzige Chance jetzt noch in einer Privatklinik, in der sowohl entgiftet wird, als auch begleitend therapeutische Maßnahmen laufen. Das kostet natürlich eine Menge Geld. Da ich arbeitslos bin und nicht mal Sozialhilfe bekomme, müßten meine Eltern - die auch nicht viel Geld zur Verfügung haben - einen Kredit aufnehmen. Ich werde jetzt gleich noch einen Brief an meine Krankenkasse (AOK - angeblich tun die ja Alles für ihre Klienten) schreiben, denen die Situation erklären und um einen Zuschuß oder vollständige Kostenübernahme oder einen Vorschuß bitten, den ich später wieder zurückzahle.
      Der Privatklinik habe ich schon eine Mail geschickt, damit ich ungefähr über die Kosten Bescheid weiß.
      Ich muß versuchen. den AOK-Leuten klar zu machen, daß eine reine Entgiftung sozusagen rausgeschmissenes Geld ist. Und das muß jetzt alles ratzfatz gehen, weil ich nicht mehr weiß, woher ich noch Tabletten bekommen könnte, ohne - mal wieder - illegal zu handeln. Naja, mal sehen, was dabei rumkommt und auf jeden Fall vielen Dank an euch beide.

      Viele Grüße,

      Fool
      Immerhin hatte dein Körper 55 Stunden Pause von den Tabletten!

      Ich wünsche dir alles Gute für deine weiteren Schritte, auch wenn es dich eine Stange Geld kosten wird. Aber wenn du erst mal richtig gesund bist, kannst du auch voll arbeiten und die finanziellen Sorgen wieder in den Griff bekommen.

      :troest: :hug:

      Liebe Grüße,
      Jella
      Hallo fool,

      sorry, aber es ist absoluter Wahnsinn alleine von einer Sucht wie mit Diazephan runter zu kommen.
      Solche Medikamente muss man ausschleichen, das heisst, die Dosis immer weiter runtersetzen. Ein kalter Entzug ist zu hart.

      Ich denke auch, das das nicht reicht, da du mit den Tabletten ja deine Angst unterdrückst. Also es ist echt absolut professionelle Hilfe angesagt.

      Vielleicht ist es auch der falsche Ansatz erst einmal von den Tabletten weg zu kommen.
      Konzentrier dich doch einmal auf deine Angststörungen.

      Ich habe vor einigen Jahren einen guten Freund mitbehandelt. Seine Beschwerden waren ähnlich wie deine, er nahm Psychopharmaka und hatte damit auch ein großes Problem.

      Geschafft hat er es mit hilfe eines Psychotherapeuten, einem Gesprächstherapeuten und einer Heilpraktikerin.

      Er hat sich mit dem Grundproblem auseinandergesetzt und irgendwann bekam er von den Tabletten Erscheinungen einer Überdosis und das war der Zeitpunkt, an dem sein Körper ihm mitgeteilt hat, dass er die Tabletten nicht mehr benötigt.
      Nach kurzer Zeit war er runter von den Tabletten und heute geht es ihm gut. Er lebt jetzt seit fast vier Jahren ohne Medikamente und hat auch keine Angstbeschwerden mehr.

      Soweit ich weiß, hat bis auf die Heilpraktikerin, die Krankenkasse alle Kosten übernommen.

      Ich drück dir die Daumen, dass deine Genesung nicht an irgendwelcher bürokratischen Scheiße scheitert.

      Ich hoffe dir damit ein wenig weitergeholfen zu haben.

      Viele Grüße
      Elora
      Hallo Fool :)
      erstmal find ich es gut, das du was gegen deine Sucht tun willst.
      Andererseits, und versteh das jetzt nicht falsch, hab ich das Gefühl, das du es nicht für dich tust.
      Du sagst, wenn deine Eltern was merken, schmeißen sie dich raus. Deiner Betreuerin sagst du auch nichts.
      Die Grundvorausetzungen für eine Drogentherapie sind immer :
      Die Freiwilligkeit, also das der Patient von selber kommt, ohne Einfluß von außen.
      Und das du deine Probleme offen behandelst, nicht mehr lügst. Nicht gegenüber deinen Eltern, nicht der Betreuerin gegenüber, keinem.
      Klar klingt das jetzt schwer, aber glaub mir, wenn du allen reinen Wein einschenkst, dann ist der Druck eher weg, und du kannst dich auf deine richtigen Probleme, nämlich die mit den Tabletten konzentrieren anstatt darauf, wie du am besten vor allen deine Sucht verheimlichst.
      Das Therapeuten dich nicht behandeln, das kenn ich.
      Solang man noch irgendwelche Drogen/Medikamente Konsumiert, ist es fast unmöglich, einen Therapeuten zu finden.
      Genau wie du gesagt hast.. da die Medikamente (Benzos, Tapes etc.) die Ängste unterdrücken, kann man schwerlich daran arbeiten.
      Wegen der Therapie: Es gibt Möglichkeiten, das z.B. das Sozialamt die Kosten dafür übernimmt, oder sogar das Jugendamt, je nach dem, wie alt du bist.
      Das heißt dann besondere Hilfen für Jugendliche, oder beim Sozialamt Besondere Hilfen.
      Du kannst einen Antrag dafür stellen, da mußt du dann aber der Sachbearbeiterin auch deine Situation wahrheitsgemäß schildern.
      Wahrscheinlich mußt du dann auch zu einer Beratungsstelle, die sich mit Suchtproblemen auskennt.
      Ich wünsch dir viel viel Kraft, die wirst du brauchen, und alles liebe
      Yalicia